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Gesunde Power aus dem Garten

Tipps, um einen Kräutergarten anzulegen: So wachsen Petersilie und Rosmarin am besten

  • Aktualisiert: 17.06.2024
  • 15:15 Uhr
  • Vera Motschmann
Ein eigener Kräutergarten ist perfekt für alle, die gern kochen.
Ein eigener Kräutergarten ist perfekt für alle, die gern kochen.© Adobe Stock/ Maksim Shebeko

Frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Rosmarin sorgen für einen unverwechselbaren Geschmack. Perfekt, wenn sie direkt aus dem Garten kommen. Damit du dich auch schon bald über eine üppige Ernte freuen kannst, legst du dir am besten selber einen Kräutergarten an!

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Planen, anlegen und ernten

Ob im Garten, auf dem Balkon, im Kübel oder im Hochbeet: Ein paar wohlduftende Kräuter gehören zum Gärtnerglück einfach dazu. Einfach Samen besorgen und die Pflanzen selber ziehen -oder sie gleich in Töpfen kaufen und in Erde umtopfen. Es ist gar nicht schwer, einen eigenen Kräutergarten anzulegen!

Im Clip: So kannst du einen Kräutergarten im Haus selber bauen

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1. Welche Kräuter willst du pflanzen?

Sobald du einen Kräutergarten anlegst, wirst du merken, wie unterschiedlich die einzelnen Kräuter doch sind. Mehrjährige Pflanzen wie etwa Rosmarin, Salbei und Thymian kannst du regelmäßig komplett ernten: Das Schneiden dient der Verjüngung und somit auch der Pflege der Pflanze. Bei Petersilie oder Schnittlauch sollte immer nur portionsweise geschnitten werden, damit die Pflanzen ausreichend Zeit haben, nachzuwachsen. Kresse und Kerbel gehören zu den einjährigen Pflanzen: Sind sie reif, können sie komplett abgeerntet werden.

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2. Auf gute Nachbarschaft

Auch die richtige Kombination der Pflanzen im Kräutergarten spielt eine große Rolle. Es gibt beispielsweise Einzelgänger, die sich so stark ausbreiten, dass neben ihnen kaum ein anderes Kraut gedeihen kann. Dazu gehören etwa Liebstöckel, Melisse, Salbei und Estragon.

Besonders gut eignet sich eine Kombination aus Petersilie, Dill, Kresse, Kerbel und Majoran. Gleiches gilt für Schnittlauch zusammen mit Thymian, Salbei, Rosmarin, Estragon und Zitronenmelisse. Kräuter, die sich hingegen im Wachstum behindern und somit nicht nebeneinander gesetzt werden sollten, sind Dill und Estragon, Minze und Kamille oder Fenchel und Koriander.

Tipp: Am besten informierst du dich vorab im Kräuterlexikon über die verschiedenen Wuchsformen, um einschätzen zu können, ob sich die Pflanzen nebeneinander vertragen. Mit einer Kräuterspirale sorgst du für den nötigen Abstand untereinander.

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3. Der passende Standort

Beim Pflanzen der Kräuter kommt es auf den richtigen Standort an. Es gibt Kräuter, die viel Sonne brauchen, andere Sorten gedeihen am besten an einem schattigen Plätzchen. Prüfe deshalb vorab genau, wie dein Garten oder Balkon ausgerichtet ist. Als Faustregel gilt: Frischgrüne Pflanzen wollen lieber an einem kühleren Standort mit frisch-feuchtem Boden platziert werden.

Kräuter für die Sonne

  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Thymian

Kräuter für den Schatten

  • Minze
  • Bärlauch
  • Kresse
  • Waldmeister

Kräuter für den Halbschatten

  • Petersilie
  • Fenchel
  • Kerbel
  • Estragon

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4. Aussaatzeit für Kräuter

Die ideale Zeit, um Kräuter auszusäen, ist in der Regel im Frühjahr von März bis Mai. Bei schnell wachsenden Kräutern wie Petersilie und Schnittlauch, die immer wieder abgeschnitten werden, bietet sich eine versetzte Aussaat alle zwei Wochen an. So hast du fast lückenlos rund ums Jahr etwas von deinen Lieblingskräutern.

Gut zu wissen: Vorgezogene Kräuter oder gekaufte Kräutertöpfe sollten frühestens Ende April ins Beet gesetzt werden, während mediterrane Kräuter wie Majoran und Estragon, die Wärme brauchen, erst gegen Ende Mai nach den Eisheiligen ins Freie dürfen.

5. Staunässe vermeiden

Kräuter brauchen regelmäßig Wasser, damit sie gesund wachsen können. Allerdings haben alle eine große Abneigung gegen Staunässe. Besonders Rosmarin, Dill und Salbei reagieren empfindlich auf nasse Wurzeln. Deshalb die Pflanzen besser in Töpfen oder Kübeln mit speziellen Abflusslöchern ziehen oder eine Drainage anlegen, die dafür sorgt, dass Wasser versickert.

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6. Kräuter düngen

Kräuter brauchen eine Menge Nährstoffe und ab und zu ein bisschen natürlichen Dünger. Hier gilt die Faustregel: je kleiner das Blatt, desto geringer der Nährstoffbedarf. Mit Kompost machst du nie etwas verkehrt. Je nach Bedarf kannst du auch etwas organischen Langzeitdünger ins Pflanzloch geben.

7. Der passende Kübel

Du möchtest deine Kräuter in einem Topf oder Kübel pflanzen? Dabei solltest du darauf achten, dass dieser auch den Ansprüchen des jeweiligen Krauts gerecht wird. Tiefwurzler, wie beispielsweise Dill, brauchen einen möglichst tiefen Topf. Kräuter, die sich weit ausbreiten, benötigen besonders in der Breite viel Platz. Dies gilt beispielsweise für die Minze.

8. Kräuter richtig ernten

Bei der Ernte von Kräutern sind Tageszeit, Wetter und Jahreszeit entscheidend. Diese Faktoren haben einen erheblichen Einfluss auf die Inhaltsstoffe und den Geschmack der Kräuter.

  • Jahreszeit: Immergrüne Kräuter lassen sich ganzjährig ernten. Die Ernte im Frühjahr ist besonders ergiebig. Dann kannst du mit gutem Gewissen ordentlich bei der Ernte zuschlagen. Auch sommergrüne und einjährige Kräuterarten lassen sich nun ernten. In der kalten Jahreszeit ist ein wenig frischer Rosmarin, Salbei oder Thymian eine willkommene Abwechslung. Da diese Kräuter im Winterhalbjahr allerdings ihr Wachstum eingestellt haben, solltest du bei der Ernte nicht zu rigoros vorgehen und nur ab und an ein wenig frisches Grün abknapsen.
  • Zeitpunkt: Kurz vor der Blüte sind Kräuter am aromatischsten, das ist der ideale Zeitpunkt zum Ernten. Zur Blütezeit hingegen beginnt die Pflanze, ihre Energie komplett auf die Blüte zu konzentrieren. Dadurch verringert sich auch der Gehalt an Aromen.
  • Wetter: Auch die Tageszeit sowie das Wetter haben einen Einfluss auf den Geschmack der Kräuter. Besonders viele Aromastoffe haben Gewächse, die in den Tagen vor der Ernte viel Sonne und wenig Wasser bekommen haben. So schmecken Kräuter am intensivsten, die nach einer Reihe sonniger Tage geerntet werden. Bei Kräutern, die am Vormittag geerntet werden, sollte der letzte Tau abgetrocknet sein. Nach dem Mondkalender gibt eine Theorie, dass die Anziehungskraft des Mondes einen Einfluss auf die Inhaltsstoffe der Kräuter haben soll. Demnach sollten Kräuter nur während des zunehmenden Mondes geerntet werden.
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