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Ab in den Garten!

Mischkultur anlegen: Welche Blumen deinem Gemüsebeet guttun

  • Aktualisiert: 15.05.2024
  • 11:10 Uhr
  • Vera Motschmann
Kapuzinerkresse: Das macht die Blume fürs Gemüsebeet so wertvoll.
Kapuzinerkresse: Das macht die Blume fürs Gemüsebeet so wertvoll.© Adobe stock/Stefan Körber

Blumen bringen nicht nur mehr Farbe ins Gemüsebeet, sondern sind richtig nützlich! Welche Vorteile eine Mischkultur mit sich bringt und welche Blumen einfach jedem Gemüsegarten guttun.

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Mischkulturen anlegen

Das Blumenbeet strikt von dem Gemüsebeet trennen? Keine gute Idee, denn in einer sogenannten Mischkultur können Gemüsepflanzen und Blumen voneinander profitieren. Ob als Beeteinfassung oder zwischen den Gemüsereihen - duftende Blumen locken viele fleißige Insekten an, die auch auf das benachbarte Gemüse starken Einfluss haben. Nur so können beispielsweise Tomaten oder Apfelbäume überhaupt Früchte ausbilden. Zudem vertreiben Insekten in Mischkulturen Schädlinge, schützen vor Krankheiten, wirken als natürlicher Dünger und fördern das Wachstum.

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Welche Blumen gehören in jedes Gemüsebeet?

Es gibt ein paar besondere Blumen, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch sehr nützlich für den Gemüseanbau sein können. Diese Sorten sind willkommene Gäste im Gemüsebeet.

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Lavendel

Bienen und Schmetterlinge werden von den violettblauen Blüten des Lavendels und seinem einzigartigen Aroma magisch angezogen. Dagegen mögen Ameisen und Läuse den duftenden Halbstrauch gar nicht und meiden seine Nähe. Im Gemüsebeet kann die Pflanze sehr nützlich sein - vor allem, wenn Lavendel neben Sellerie, Brokkoli, Kohl, Rosenkohl oder Blumenkohl gesetzt wird. Von hier aus stößt die Pflanze Schädlinge wie Kohlwürmer ab und hält sogar größere Tiere wie Hasen fern.

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Borretsch

Als besonders beliebter Nachbar im Gemüsebeet gilt Borretsch. Das Kraut, das auch als Gurkenkraut oder Kukumerkraut bekannt ist, lockt mit seinen Blüten potenzielle Bestäuber an und steigert damit den Ertrag von Gurken, Zucchini und Paprika. Zudem passt Borretsch auch gut zu Kartoffeln, Bohnen, Salat und Erdbeeren. Auf Kohlrabi und andere Kohlarten schreckt Borretsch Schädlinge ab und hält Insekten und Würmer fern. Weiteres Plus: Die Pflanze soll den Geschmack von Tomaten verbessern, wenn sie in der Nähe der Tomatenpflanze blüht.

Ringelblumen

Eine besonders gute Wahl im Gemüsebeet ist die Ringelblume. Sie verträgt sich mit nahezu allen Gemüsesorten. Vor allem aber mit Kartoffeln, Kohl, Erbsen und Tomaten, aber auch mit Bohnen und Kürbis. Schädlinge wie Erbsenwickler, Drahtwürmer und Bohnenblattläuse hält die Ringelblume fern und wirkt außerdem wachstumsfördernd.

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Kapuzinerkresse

Ein echter Allrounder und guter Nachbar im Gemüsebeet gilt die Kapuzinerkresse, die beinahe überall wächst. Am besten macht sie sich neben Kohl, Kürbis, Zucchini, Rosenkohl oder Brokkoli. Als natürlicher Schädlingsbekämpfer schlägt sie Blutläuse in die Flucht und vertreibt obendrein Weiße Fliegen aus dem Gewächshaus. Auch Schnecken mögen keine Kapuzinerkresse und bleiben ihrem Beet lieber fern. Weiterer Vorteil: Die Kapuzinerkresse sieht mit ihren glockenförmigen Blüten in Orange bis Gelb nicht nur hübsch aus, sie ist auch essbar.

Steinkraut

Das Steinkraut ist eine kleine Blume mit runden Blüten, die sich vor allem zur Bodenbedeckung im Garten eignet. Idealerweise ist ihr Platz zwischen Zwiebeln, Schnittlauch, Brokkoli und Karotten. Hier zieht sie viele nützliche Insekten wie Wespen, Marienkäfer oder Netzflügler an. Zudem sorgt Steinkraut für guten Boden für die umliegenden Pflanzen, denn sie hält Unkraut in Schach und gibt Feuchtigkeit ab.

Zinnie

Mit ihren gelben, orangen, pinken oder roten Blüten zieht die Zinnie besonders viele Bestäuber an, vor allem aber Schmetterlinge. Sie fressen die Mottenschildläuse, Käfer und Würmer, die sich gern auf Tomaten, Gurken oder Kartoffeln breit machen. Damit lockt die Zinnie im Beet natürliche Schädlingsbekämpfer an, die das Gemüse von ungewollten Insekten befreien.

Übrigens: Die Bodenart im Garten zu bestimmen, ist die Grundlage für erfolgreiches Gärtnern. Hier gibt es Tipps und Tricks zur Bodenanalyse und Verbesserung der Erde. Noch mehr Tipps: So legst du eine Blumenwiese an und so wird dein Beet bienenfreundlich.

Was ist eine Mischkultur?

Werden in ein Gemüsebeet zusätzlich Blumen gepflanzt, ist dies ein klassisches Beispiel für eine Mischkultur. Unter einer Mischkultur versteht man den gleichzeitigen Anbau mehrerer Nutzpflanzenarten wie unterschiedliche Gemüsesorten, Salate, Kräuter und Sommerblumen in einem Beet. Das Gegenteil einer Mischkultur ist somit eine Monokultur. In einer Mischkultur werden Pflanzen so kombiniert, dass sie sich in ihrem Wuchs gegenseitig positiv beeinflussen. Zudem können passende Pflanzpartner vor Krankheiten und Schädlingen schützen.

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