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Lavendel: Die ideale Heilpflanze gegen Stress und Schlafstörungen

  • Aktualisiert: 16.04.2024
  • 22:08 Uhr
Hübsch anzusehen und obendrein gesund: Lavendel ist ein echtes Multitalent.
Hübsch anzusehen und obendrein gesund: Lavendel ist ein echtes Multitalent. © polinaloves - stock.adobe.com

Er duftet nicht nur wunderbar nach Urlaub in der Provence, sondern hat auch positive Auswirkungen auf unseren Körper und die Psyche: Lavendel macht sowohl in der Hausapotheke Sinn als auch in der Küche. Gegen welche Beschwerden die Heilpflanze Lavendel eingesetzt werden kann, was du damit kochen kannst und wie er angebaut wird, erfährst du hier.

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Wirkung von Lavendel Das ist die Wirkung der Heilpflanze Lavendel

Die Pflanze mit den lilafarben leuchtenden Blüten und dem angenehmen Duft hat nicht nur in der Kosmetik einen festen Platz. Lavendel gehört bereits seit mehreren Jahrhunderten zu den Heilpflanzen und wird für die Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt. Es gibt eine Reihe verschiedener Lavendel-Arten, pharmazeutisch genutzt wird aber nur der "echte" Lavendel Lavandula angustifolia. Er enthält mehr als 100 wirksame Inhaltsstoffe, die einen positiven Effekt bei körperlichen Beschwerden haben. Aber erst im psychischen Bereich spielt Lavendel seine Stärken aus.

Psychische Wirkung von Lavendel: Den ätherischen Ölen des Lavendels wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Seine Inhaltsstoffe beeinflussen den Schlaf positiv, wirken stimmungsaufhellend und helfen bei psychischer Belastung. Die beruhigende Wirkung von Lavendel wurde in diversen Studien wissenschaftlich nachgewiesen, deswegen ist er offiziell als Heilpflanze anerkannt. Als Teil zugelassener Arzneimittel findet Lavendel in Medikamenten gegen nervöse Erschöpfungserscheinungen und Angststörungen oder als Einschlafhilfe Verwendung.

Physische Wirkung: Nicht nur die Psyche beeinflusst Lavendel positiv, er wird in der Naturheilkunde auch bei körperlichen Beschwerden eingesetzt. Seine harmonisierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem, das verschiedene Körperfunktionen wie Atmung, Stoffwechsel und Blutdruck steuert, macht ihn medizinisch einsetzbar. Er gilt als antiviral und antibakteriell und kann so Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Besonders bei Magen-Darm-Beschwerden wie Krämpfen oder Blähungen wird gerne auf Lavendel zurückgegriffen. Lavendelöl kann auch bei leichten Verbrennungen wie Sonnenbrand helfen.

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Im Video: So wirkt Lavendel als natürliches Beruhigungsmittel

Lavendel als Heilpflanze hilft bei innerer Unruhe, Stress und Schlafstörungen

Ob als Massage, im Badewasser oder in einer Kapsel zum Einnehmen, Lavendel hilft dir, zu entspannen und du schläfst besser ein. Dass die Blüten und das ätherische Öl des Lavendel antidepressiv, angstlösend, sedierend und krampflösend wirken, haben mehrere Studien wissenschaftlich bewiesen. 2010 wurde die angstlösende Wirkung einer oral eingenommenen Lavendelöl-Kapsel gegenüber Placebos bewiesen. Innere Unruhe entsteht im Gehirn. Der Reizfilter kann die ankommenden Reize nicht mehr filtern, was zu einem vermehrten Ausstoß an erregenden Neurotransmittern wie Noradrenalin führt. Die Inhaltsstoffe im Lavendel verlangsamen die Ausschüttung und bringen das Nervensystem durch die Ausschüttung von hemmenden Neurotransmittern wie Serotonin wieder ins Gleichgewicht. Das kann auch zu einem aktiven Stress-Management beitragen. 

Besonders der Inhaltsstoff Linalool, der auch in anderen ätherischen Pflanzenarten wie zum Beispiel Melisse vorkommt, ist dafür verantwortlich. Ein japanisches Forscherteam der Kagoshima Universität fand 2018 in einer Studie mit Mäusen heraus, dass das Linalool der Lavendelblüten erst dann richtig seine beruhigende Wirkung auf Prozesse im Gehirn entfalten kann, wenn es gerochen wird. Das Lavendelsäckchen neben dem Bett als Einschlafhilfe hat also durchaus seine Berechtigung.

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Lavendel als Arznei

Lavendel kann bei vielen Beschwerden eingesetzt werden. Als Arznei gibt es Lavendel in verschiedenen Formen, von Kapseln zum Einnehmen bis zu Entspannungsbädern mit Lavendelöl, frei käuflich in der Apotheke. Soll Lavendel homöopathisch bei Krankheiten eingesetzt werden, ist eine Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin nötig. Auch wenn Lavendel grundsätzlich gut vertragen wird, sind Nebenwirkungen wie allergische Hautreaktionen oder Magen-Darm-Probleme möglich. Es können auch Wechselwirkungen mit anderen beruhigenden Arzneien auftreten.

Lavendel sollte von folgenden Personengruppen und in diesen Situationen nicht angewendet werden:

Schwangere und Stillende, da noch keine Erkenntnisse über die Unbedenklichkeit vorliegen.

Kinder unter 12 Jahren. Besonders Babys dürfen nicht in die Nähe von ätherischen Ölen, da es sonst zu Atemnot kommen kann.

Menschen mit Asthma können auf ätherische Öle wie Lavendel mit Atemnot reagieren.

Bäder mit Lavendel-Zusätzen sind nicht für Menschen mit extremen Hautproblemen, offenen Wunden und schweren Herz-Kreislaufproblemen geeignet.

Wie kann ich Lavendel selbst anbauen?

Lavendel lässt sich wunderbar im eigenen Garten pflanzen, so ist er als Naturheilmittel oder Zutat in der Küche immer schnell zur Hand. Beim Kauf solltest du darauf achten, den echten Lavendel Lavandula angustifolia zu kaufen. Lavendel ist relativ anspruchslos, braucht aber ein sonniges Plätzchen. Schließlich kommt er aus dem Mittelmeerraum. Die Lavendelpflanze wächst im Garten oder Kübel. Ist der Standort windgeschützt oder in der Nähe einer wärmenden Hauswand, kann der echte Lavendel abgedeckt auch draußen überwintern. Am besten werden im Frühjahr die Samen vorgezogen und spätestens im Mai in den Boden gesetzt. Ziehst du den Lavendel im Haus, kannst du ihn bereits im März einsetzen. Lavendel stören weder kurze Trockenzeiten noch starke Feuchtigkeit über einen kurzen Zeitraum, nur Staunässe sollte vermieden werden. Da er stark duftet, ist ein Schädlingsbefall selten.

Wenn du Blüten und Blätter auch im Winter zur Hand haben willst, kannst du sie trocknen und aufbewahren. Etwa im Juni und August fängt der Lavendel an zu blühen, dann kann geerntet werden. Die Blütenstände mit Stiel abschneiden, am Stängel zusammenbinden und kopfüber trocknen lassen. Nach ein bis zwei Wochen sind die Blüten getrocknet und du kannst sie mit einem Messer vorsichtig von den Stielen befreien. Ab in ein gut verschließbares Glas und trocken sowie lichtgeschützt lagern.

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Im Video: Auch in Deutschland wächst Lavendel

Wirkung und Zubereitung von Lavendel-Tee

Lavendel hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Geheimtipp in der Küche entwickelt. Er ist als Gewürz vielseitig einsetzbar und verfeinert sowohl deftige Gerichte als auch Süßspeisen. Im Gegensatz zum Geruch ist der Geschmack nicht süßlich, sondern herb bitter. Je nach Verarbeitung kann der Geschmack variieren. Frische Blüten über ein Dessert gestreut, sorgen für ein sanftes Geschmackserlebnis. Getrocknet verwendet intensiviert sich der Geschmack, denn die ätherischen Öle werden freigesetzt. Lavendel kann durch Einlagerung in Öl und Essig oder Salz und Zucker haltbar gemacht werden. So gibt er Grundzutaten ein völlig neues Aroma.

Du solltest beim Kauf darauf achten, dass es sich um eine essbare Lavendelart handelt. Am besten eignet sich auch hier der echte Lavendel. Beim Würzen mit Lavendel ist Vorsicht geboten, denn das Aroma kann schnell sehr intensiv werden. Lieber sparsam dosieren. Getrocknet als Gewürz kann Lavendel vielen Gerichten eine besondere Note geben, auch in Gewürzmischungen wie "Kräuter der Provence" oder "Ras el Hanout". Im Internet gibt es viele Rezepte für Lavendelgerichte. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Marinade aus zerkleinertem Lavendel, Thymian, Knoblauch, Zitronenschale, Öl und Honig? Sie lässt Hähnchen wie in Frankreich schmecken. Wer den Nachmittagskuchen aufpeppen will, aromatisiert die Sahne mit zerkleinertem Lavendel und etwas Lavendelzucker.

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Fazit: So kann dir Lavendel im Alltag helfen

Lavendel ist eine wirksame Heilpflanze, die im Alltag durchaus nützlich sein kann. Als Arznei oder Tee eingesetzt wirkt sie bei innerer Unruhe, Schlafstörungen und Erschöpfungserscheinungen. Auch körperliche Beschwerden wie Menstruationskrämpfe kann Lavendel lindern. Wer in der Küche ein bisschen mutiger werden will, der sollte mit Lavendel kochen. Sowohl süße als auch deftige Gerichte bekommen durch das Gewürz Lavendel eine besondere Note. Also einfach die Lavendelpflanze griffbereit neben das Basilikumtöpfchen auf die Fensterbank stellen. Riecht gut, schmeckt gut und macht gesund.

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