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Kennst du die Klopfprobe?

Wie viel Wasser brauchen Zimmerpflanzen? Allen, die keinen grünen Daumen haben, helfen unsere Lifehacks für die Pflanzenpflege

  • Aktualisiert: 04.05.2023
  • 19:00 Uhr
  • Vera Motschmann
Perfekt gegossen: Mit diesen Tipps geht keine Pflanze mehr ein!
Perfekt gegossen: Mit diesen Tipps geht keine Pflanze mehr ein!© picture alliance / Westend61

Wie viel Wasser brauchen Zimmerpflanzen? Gießt du zu viel, drohen sie zu ertrinken. Bekommen sie zu wenig, kämpfen sie mit Trockenheitsschäden. Allen, die keinen grünen Daumen haben, helfen unsere Lifehacks für die Pflanzenpflege.

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Wie oft brauchen Zimmerpflanzen Wasser?

Mit dem Gießen von Zimmerpflanzen ist es so eine Sache: Gießt man sie zu viel, kann das zu Staunässe führen und die Wurzeln fangen an zu faulen. Bekommen sie zu wenig Wasser, drohen sie zu vertrocknen. Profis raten, das Gießen dem Wachstumsrhythmus der Zimmerpflanzen anzupassen. Doch dafür ist Fingerspitzengefühl und Beobachtungsgabe gefragt. Mit unseren 3 Lifehacks erkennen auch Pflanzen-Anfänger:innen den Wasserbedarf ihrer grüner Mitbewohner und finden schnell das richtige Maß.

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#1 Die Fingerprobe

Jede Zimmerpflanze hat eigene Bedürfnisse, wobei ihr Standort direkten Einfluss auf ihren Durst hat. So wird die Blumenerde im Topf direkt über einer warmen Heizung schneller trocken als in einer kühlen Umgebung. Deshalb raten Profis, vor dem Gießen erst zu testen, ob die Pflanze überhaupt schon Wasser benötigt. Dafür eignet sich die Fingerprobe: Steck den Finger bis zu zwei Zentimeter tief in die Blumenerde. Ist es dort bereits trocken, darfst du gießen.

Dir kommen beim Wässern kleine Fliegen aus der Blumenerde entgegen? Wie du Trauermücken wieder loswirst. Außerdem: Welche Hausmittel gegen Motten helfen und wie du sanft Spinnen aus dem Haus oder der Wohnung vertreiben kannst.

#2 Der Tannenzapfen-Trick

Um den Überblick zu behalten, wann du welche Zimmerpflanze zuletzt gegossen hast, gibt es einen Trick: Drücke einen Tannenzapfen etwa zwei Zentimeter tief in die Blumenerde und gieße Wasser darüber. Wenn die Erde noch feucht genug ist, bleiben die Schuppen des Zapfens eng geschlossen. Öffnen sich die Schuppen vollständig, braucht deine Zimmerpflanze Wasser.

Die Erklärung: In der Natur öffnen sich die Zapfen von Nadelbäumen nur bei Trockenheit, weil nur bei Wind oder durch Tiere ihr Saatgut in der Umgebung verstreut wird – bei Regen ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer.

Tipp: Beim nächsten Spaziergang durch den Wald nach Tannenzapfen suchen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Zapfen von Fichten, Kiefern oder Lärchen stammen – sie alle erfüllen ihren Zweck und helfen, Zimmerpflanzen richtig zu gießen.

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Im Clip: So pflegst du deine Zimmerpflanze richtig!

#3 Die Klopfprobe

Sie kann Aufschluss darüber geben, ob eine Zimmerpflanze durstig ist: Klingt es hell und hohl, wenn du gegen den Tontopf klopfst? Dann ist die Pflanzenerde ausgetrocknet. Ein weiteres Indiz: Trockene Erde ist in der Regel heller als feuchte Erde. Löst sich das Substrat vom Topfrand, ist das ein weiteres Zeichen, dass du zur Gießkanne greifen solltest.

Auf einen Blick:

  • Zimmerpflanzen mit viel Wasserbedarf solltest du etwa alle zwei bis drei Tage gießen. Dazu zählen unter anderem Zimmerbambus, Hortensien und Cyperus-Arten.
  • Zimmerpflanzen mit mäßigem Wasserbedarf wie beispielsweise Einblatt, Tillandsien, Blütenbegonien, Kamelien oder Flamingoblume brauchst du nur etwa einmal pro Woche gießen.
  • Zimmerpflanzen mit wenig Wasserbedarf wie Kakteen oder Sukkulenten vertragen kurze Austrocknung.
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Wie viel Wasser brauchen Zimmerpflanzen?

Wenn du mit der Gießmenge unsicher bist, kannst du erstmal vorsichtig gießen und dann die Reaktion der Pflanze beobachten. Richten sich die Blätter auf? Wirkt die Pflanze kräftiger? Wichtig: Überschüssiges Wasser, das schnell durch die Blumenerde sickert und sich unten im Topf sammelt, sofort abgießen, denn Staunässe führt meist schnell zum Absterben der Pflanze. Tipp: Allgemein ist es meist besser, bei Zimmerpflanzen das Substart in größeren Abständen kräftig zu durchfeuchten, als sie öfter und immer nur in kleinen Dosierungen zu wässern.

Auf einen Blick:

  • Bei starker Sonneneinstrahlung steigt der Wasserbedarf.
  • Bei höheren Temperaturen muss öfter gegossen werden.
  • In einem lufttrockenen Raum muss mehr gegossen werden als in einem luftfeuchten Raum.
  • Feinkörniges Substrat kann Wasser besser speichern als grobes Substrat.
  • Der Wasserverbrauch in Tontöpfen ist höher als in Kunststofftöpfen.

Außerdem verraten wir dir hier, wie oft du deine Zimmerpflanzen im Winter gießen solltest

Alternativen zu Leitungswasser

Der Kalk im Leitungswasser macht vielen Zimmerpflanzen zu schaffen. Als Folge bildet die Blumenerde einen Kalk- und Salzbelag. Deshalb ist es besser, deine grünen Mitbewohner immer mit Regenwasser zu gießen. Wer keine Möglichkeit hat, Wasser im Garten oder auf dem Balkon zu sammeln, kann alternativ eine Mischung aus destilliertem Wasser und Leitungswasser oder auch einige Tage abgestandenes Wasser verwenden.

Diese Pflanzen mögen kein Leitungswasser:

  • Die Hortensie bevorzugt nur kalkarmes Wasser.
  • Mit gefiltertem, kalkfreien Wasser macht man der Flamingoblume (Anthurie) eine Freude.
  • Die Gardenie blüht nur prachtvoll, wenn sie mit Regenwasser gegossen wird.
  • Am liebsten mögen Orchideen ein Tauchbad in kalkarmem Wasser, vorzugsweise in Mineralwasser.
  • An die Kamelie darf nur Regenwasser oder entmineralisiertes Leitungswasser.
  • Die Azalee ist eine Moorbeetpflanze und kann Leitungswasser nicht ausstehen.
  • Der Tüpfelfarn reagiert bei Gießsünden sofort mit braunen Blättern.
  • Bromelien wachsen in der freien Natur auf Bäumen, daher kommt nur Regenwasser für sie in Frage.
  • Bei Leitungswasser reagiert der Sonnentau äußerst empfindlich, denn es schädigt die Wurzeln der fleischfressenden Pflanze.

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