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Das können Therapiedecken

Schlafprobleme bekämpfen: So sorgen Gewichtsdecken für ruhige Nächte

  • Aktualisiert: 15.02.2024
  • 15:11 Uhr
  • Vera Motschmann
Gewichtsdecken können Schlafprobleme mindern.
Gewichtsdecken können Schlafprobleme mindern.© Tatyana Gladskih - stock.adobe.com

Probleme mit dem Einschlafen? Dann solltest du mal eine Therapiedecke ausprobieren. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Decke ist sie deutlich schwerer, was sich positiv auf den Schlaf auswirken soll. Wie die Gewichtsdecken funktionieren und wie du die Richtige für dich findest.

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Was sind Gewichtsdecken?

Von Abendtees über Atemübungen bis zur Meditationsmusik: Nichts davon hat dir bisher beim Einschlafen geholfen? Vielleicht solltest du dann eine Therapiedecke ausprobieren. Mit den schweren Decken sollen sich Menschen mit Schlafproblemen besser entspannen können, was ihren Schlaf verbessert. Der Grund: Das Gewicht der Decken übt einen Tiefendruck auf das vegetative Nervensystem aus, was wiederum eine ähnliche Wirkung wie eine innige Umarmung auf den gesamten Körper hat. Doch wie genau funktionieren die Gewichtsdecken, dass sie bei Angst- und Schlafstörungen oder sogar Depressionen helfen können?

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Wie sieht eine Therapiedecke aus?

Auf den ersten Blick unterscheidet sich eine Therapiedecke nicht von einer herkömmlich gesteppten Bettdecke. Sobald man sie aber in die Hand nimmt, spürt man ihr Gewicht, denn Therapiedecken können bis zu 12 Kilogramm schwer sein. Das liegt daran, dass in den eingesteppten Rauten winzige Perlen aus Glas, Keramik oder Kunststoff eingearbeitet sind. Da sie in unterschiedlichen Kammern eingenäht sind, können die Perlen nicht verrutschen und verteilen sich somit gleichmäßig über die gesamte Decke.

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Was bewirkt eine Therapiedecke?

  • Deep-Touch-Pressure-Effekt: Durch ihren Tiefendruck sollen Therapiedecke eine entspannende Wirkung auf die Muskeln, Gelenke und Sehnen haben. Dieser Effekt wird als Deep Pressure Touch Simulation (DPTS) bezeichnet. Die Gewichtsdecke kurbelt somit die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an. Zudem wird die Produktion von Cortisol (Stresshormon) verringert, was ein Gefühl von innerer Ruhe, Sicherheit und Gelassenheit vermittelt. Auch Angstgefühle und Stress sollen dabei reduziert werden.
  • Melatonin: Das Schlafhormon steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus und wird aus Serotonin produziert. Die Therapiedecke soll bewirken, dass durch die Serotoninausschüttung vermehrt Melatonin im Körper produziert wird. Das wiederum soll dazu führen, dass wir schneller einschlafen können.
  • Cortisol: Auch die Produktion des Stresshormons Cortisol soll durch die Gewichtsdecken verringert werden. Angst- und Schlafstörungen sollen durch das Einsetzen einer Therapiedecke gemindert werden. Übrigens: Der gleiche Effekt einer Therapiedecke wird auch bei schreienden Babys genutzt: Durch die Puck-Methode, also das feste Einwickeln in ein Tuch, fühlen sich die Kinder sicher und geboren wie einst im Mutterleib.
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Für wen sind Therapiedecken geeignet?

Allgemein sind Gewichtsdecken für Erwachsene wie für Kinder gleichermaßen gut geeignet. Menschen, die immer sehr unruhig oder angespannt sind, verbessern durch die Therapiedecken ihre eigene Körperwahrnehmung und steigern ihr Wohlbefinden. Aus diesem Grund werden die Therapiedecken nicht nur bei Angst- und Schlafstörungen, sondern auch bei diversen anderen Krankheitsbildern empfohlen.

Auf einen Blick: Bei welchen Krankheiten helfen Therapiedecken?

  • Depressionen
  • Autismus
  • Panikattacken
  • ADHS und ADD
  • Erhöhtes Stresslevel
  • Asperger-Syndrom
  • Demenz / Alzheimer
  • Parkinson
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Welche unterschiedlichen Therapiedecken gibt es?

  • Größe: Therapiedecken sind in unterschiedlichen Längen und Breiten erhältlich. Einige Hersteller bieten sogar Sondergrößen an.
  • Gewicht: Damit die Decke optimal wirkt, sollte das Gewicht etwa 10 Prozent des eigenen Körpergewichts betragen.
  • Material: Therapiedecken sind meist aus Baumwolle oder Polyester gefertigt. Baumwolle hat den Vorteil, dass sie atmungsaktiv ist und du im Sommer nicht so leicht darunter schwitzt.
  • Füllung: Therapiedecken sind meist mit Glas-, Keramik oder Kunststoffperlen gefüllt. Letztere sind eher in günstigeren Modellen zu finden. Sie sind etwas leichter, weshalb eine größere Menge an Perlen benötigt wird, um das gewünschte Gewicht zu erreichen.

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Welche Therapiedecke für welches Gewicht?

Das richtige Gewicht einer Therapiedecke orientiert sich an deinem Körpergewicht. Laut einer Faustregel sollte das Gewicht der Therapiedecke etwa zehn Prozent deines Körpergewichts betragen. Tipp: Auch Kinder können Therapiedecken nutzen. Wichtig ist dabei, dass die Decke nicht das Gewicht von drei Kilogramm überschreitet.

  • Körpergewicht bis 45 kg: 4 kg
  • Körpergewicht zwischen 50 kg und 69 kg: 6 kg
  • Körpergewicht zwischen 70 kg und 89 kg: 8 kg
  • Körpergewicht zwischen 90 kg und 109 kg: 10 kg
  • Körpergewicht 110 kg und mehr: 12 kg
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Gewichtsdecke kaufen: Darauf solltest du achten

  • Je größer die Decke, desto schwerer ist sie. Am besten eine Decke wählen, die genauso groß wie deine Bettdecke ist.
  • Die Decke sollte Schlaufen haben, mit denen du sie an deiner Bettdecke befestigen kannst.
  • Therapiedecken aus Baumwolle sind nachhaltiger und atmungsaktiv.
  • Die Füllung sollte aus geruchlosen, ungiftigen Glaskeramik-Perlen bestehen, die zudem einen kühlendes Druckgefühl ausüben.
  • Auf eine hochwertige Verarbeitung der Steppnähte achten, damit die eingearbeiteten Perlen an Ort und Stelle bleiben und so für einen gleichmäßigen Tiefendruck sorgen.
  • Normalerweise bestehen Gewichtsdecken aus Baumwolle und können ganz normal wie deine Bettwäsche gewaschen werden. Dennoch solltest du immer auf das Waschetikett des Herstellers achten.

Weitere Tipps für die passende Therapiedecke

  • Gewichtsdecken können nicht nur zum Einschlafen verwendet werden, sie können auch tagsüber das Wohlbefinden steigern - insbesondere, wenn du unter Angstzuständen leidest.
  • Therapiedecken sind für Menschen mit Atembeschwerden oder Kreislaufproblemen leider gar nicht geeignet. Das gilt auch für Kinder unter fünf Jahren.
  • Durch ihre hohe Qualität und Langlebigkeit haben Gewichtsdecken ihren Preis. Je nach Hersteller kosten die Modelle zwischen 60 und 300 Euro - wobei die teuren Decken qualitativ nicht besser sein müssen.
  • Die meisten Decken sind optisch eher schlicht gehalten, viele Modelle sind grau oder auch blau. Doch du hast die Möglichkeit, die Gewichtsdecke mit deiner Bettwäsche zu beziehen, denn die Größen sind identisch.

Fazit: Ist eine Therapiedecke eine sinnvolle Investition?

Studien zeigen, dass Therapiedecken einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit und Wohlbefinden haben. In der Regel müssen sich Käufer:innen erst an das Gewicht gewöhnen. In der Regel wird die Schwere der Decke in den ersten fünf bis sieben Tagen wahrgenommen, danach bemerkt man sie gar nicht mehr. Was allerdings immer bleibt, ist der Tiefendruck, der dem Körper guttut, ohne bewusst wahrgenommen zu werden.

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