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Frühstücksfernsehen

Zecken: Gefährliche FSME-Viren in Rohmilch und Käse

06.04.2018 • 07:00

FSME-Gefahr! Mit den gefährlichen Zecken-Viren kann man sich auch über Rohmilch und Käse anstecken. Und das kann zu schweren Krankheiten führen. Was du beim Verzehr unbedingt beachten solltest, erfährst du im Video.

Zecken haben im Frühling Hochsaison. Doch leider sind die kleinen Blutsauger nicht nur eklig und superlästig, sie können auch gefährliche Krankheiten übertragen. Am meisten gefürchtet: Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, oder kurz FSME. Was die wenigsten wissen: FSME wird nicht nur direkt über Zecken übertragen. Auch durch den Verzehr von Rohmilch und Rohmilch-Käse kann man sich anstecken, wie das Bundesamt für Risikobewertung bestätigt.

Aber worauf sollte man beim Verzehr von Milchprodukten und Käse unbedingt achten?

FSME: Was ist das eigentlich?

Zecken scheinen für uns Menschen leider immer gefährlicher zu werden. Das haben Forscher der Universität Hohenheim festgestellt. Im letzten Jahr sind rund 500 Menschen in Deutschland an der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, erkrankt. So viele wie seit über 10 Jahren nicht mehr.

FSME ist eine der gefährlichsten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Oft führt sie nur zu grippeähnlichen Symptomen. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis kann aber auch eine lebensgefährliche Gehirnhautentzündung auslösen. Der einzig wirksame Schutz vor den gefährlichen Zecken-Viren ist eine Impfung.

Wie genau FSME-Viren über Rohmilch und Käse übertragen werden können, erklären wir dir oben im Video.

Borreliose: So erkennst du die Zecken-Krankheit

Eine Krankheit, die ebenfalls von Zecken übertragen wird, ist Borreliose. Werden die Borrelia-burgdorferi-Bakterien bei einem Stich auf das Opfer übertragen, kommt es in rund 89 Prozent der Fälle oft zu einer Wanderröte, einer geröteten kreisförmigen Hautstelle um den Stich herum. Sie vergrößert sich nach außen, verblasst aber nach innen.

Im zweiten Stadium der Krankheit kommt es zum Befall der Organe durch die Bakterien. Hirnhautentzündungen, Lähmungen oder seltener auch Herzmuskelentzündungen können die Folge sein. Im dritten Stadium greift die Borrelien-Infektion dann häufig auf Gelenke über. Das wird dann von Ärzten auch als Lyme-Arthritis bezeichnet. Auch eine chronische chronische Entzündung des Gehirns und Rückenmarks ist im dritten Stadium möglich.

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