Frühstücksfernsehen

Kalorien zählen ist für die Katz! Das sagen jedenfalls Forscher der Universität Stanford. Für eine Studie, die in dem Fachmagazin Journal of the American Association veröffentlicht wurde, beobachteten sie über einen Zeitraum von 12 Monaten insgesamt 609 Personen mit Übergewicht. Das Ergebnis: Keiner der Personen, die auf ihre tägliche Kalorienzufuhr und die Größe der Portionen achteten, zeigten über das Jahr hinweg, nennenswerte Abnehmerfolge. Demnach ist das Kalorien zählen für die Gewichtabnahme nicht hilfreich.

Auch die Annahme, dass die eigenen Gene Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg einer Diät haben, konnte in der Studie nicht nachgewiesen werden. Demnach wären auch Gen-Diäten, wie zum Beispiel die Blutgruppendiät, wirkungslos.

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Wie macht man es dann besser?
Am besten schnitten Personen ab, welche eine kohlendhydratarme Diät oder eine fettarme Diät bevorzugten. Im Beobachtungszeitraum der Studie konnten diese Personen am meisten Abnehmerfolge erbringen.
Gute Nachrichten! Aus ihren Beobachtungen leiteten die Forscher quasi ein Erfolgsrezept fürs Abnehmen ab. Dieses besteht aus einer Ernährung mit wenig Zucker, Weißmehl und behandelten Lebensmitteln. Dafür sollte man viel Obst, Gemüse und unbehandelte Lebensmittel zu sich nehmen. Hört sich eigentlich nach nichts an, was wir bisher noch nicht wussten. Allerdings spiele bei dieser Diät die Größe der Portion und die Anzahl der Kalorien keine Rolle. Das hört sich doch schon mal gut an. Endlich eine Diät, die auch satt macht? Laut den Wissenschaftlern sei die Qualität unserer Nahrung viel wichtiger, als die Menge, die wir zu uns nehmen, um langfristige Abnehmerfolge zu garantieren und den Jojo-Effekt zu vermeiden.

Vergesst also eure Kalorien-Tracking-Apps und fokussiert euch darauf, was ihr esst. Den Forschern der Stanford University nach zu urteilen, werden die Kilos dann so richtig purzeln!

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