Anzeige
Von Heuschnupfen zur Nahrungsmittelallergie

Kreuzallergie: Typische Kreuzreaktionen und Behandlung

Eine Allergie kommt selten allein. Wenn du eine Kreuzallergie entwickelst, dann reagierst du auf Lebensmittel, die ähnliche Allergene enthalten.
Eine Allergie kommt selten allein. Wenn du eine Kreuzallergie entwickelst, dann reagierst du auf Lebensmittel, die ähnliche Allergene enthalten.© Adobe Stock

Heuschnupfen kann mit häufigem Niesen und tränenden Augen ziemlich lästig sein. Noch unangenehmer wird es, wenn du zusätzlich eine Kreuzallergie entwickelst und auf ähnliche Allergene, wie sie in bestimmten Lebensmitteln vorkommen, reagierst. Hier erfährst du alles Wissenswerte über Kreuzallergien, ihre Definition, typische Kreuzreaktionen sowie Behandlungsmöglichkeiten.

Anzeige

Im Video: Charlotte Karlinder erklärt, warum Kreuzallergien bei Naturlatex auftreten können

Anzeige
Anzeige

Kreuzallergie: Was ist das?

Allergien entstehen, wenn das Immunsystem übermäßig auf eigentlich harmlose Substanzen, sogenannte Allergene, reagiert. Das Immunsystem von Allergiker:innen sieht diese Substanzen irrtümlicherweise als Bedrohung und reagiert mit einer übertriebenen Abwehrreaktion. In manchen Fällen sind sich Allergene biologisch oder chemisch so ähnlich, dass das körpereigene Immunsystem von Allergiker:innen diese nicht unterscheiden kann. Folglich kommt es zu Kreuzreaktionen. Atemnot, juckende Haut und weitere Allergie-Symptome werden dann beispielsweise nicht mehr nur durch Birkenpollen verursacht, sondern auch durch Äpfel, Nüsse oder Erdbeeren. Das Immunsystem ist durch die strukturelle Ähnlichkeit der Allergene irritiert und bildet gegen beide Antikörper, um den Organismus zu schützen. Eine Kreuzallergie ist also nichts anderes als eine Verwechslung der Allergene durch das eigene Abwehrsystem.

Kreuzallergie: Typische Kreuzreaktionen

Eine Kreuzallergie tritt häufig auf, wenn Betroffene beispielsweise bereits an einer Allergie gegen Hasel, Birke oder Erle leiden. Wenn du zum Beispiel eine primäre Allergie auf Birkenpollen hast, kannst du auch auf andere Frühblüher wie Esche, Buche, Beifuß und Hasel allergisch reagieren. Eine häufige Form der Kreuzallergie ist das sogenannte Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom. Menschen, die gegen Birkenpollen allergisch sind, vertragen oft auch keine rohen Äpfel, Pfirsiche, Birnen, Kirschen, Haselnüsse, Karotten, Sellerie, Sojabohnen oder Erdnüsse. 

Neben den genannten Frühblühern treten Kreuzallergien auch bei anderen (Pollen)allergenen auf. So reagieren manche Beifußpollen-Allergiker:innen empfindlich auf Paprika oder Sellerie. Menschen, die an einer Allergie gegen Gras- oder Getreidepollen leiden (zum Beispiel Wiesen-, Lieschgras- oder Roggenallergie) entwickeln häufig auch eine Allergie gegen Tomaten. Kreuzreaktionen können auch in Form von Kiwi- oder Sellerieallergien auftreten, sowie als Allergien gegen Mehle wie Weizen- oder Roggenmehl. 

Latex-Allergiker:innen vertragen hingegen oftmals keine Bananen, Ananas, Kiwi und Avocado sowie Kartoffeln oder Nüsse. Bei Personen, die an einer Allergie gegen Bienengift leiden, können sich Kreuzreaktionen auf Wespen und Honig zeigen.

Obst und andere Lebensmittel können bei einer Kreuzallergie zu allergischen Reaktionen führen. Das Immunsystem irrt sich und verwechselt zum Beispiel die Allergene von Birkenpollen mit denen von Pfirsichen oder Kirschen.
Obst und andere Lebensmittel können bei einer Kreuzallergie zu allergischen Reaktionen führen. Das Immunsystem irrt sich und verwechselt zum Beispiel die Allergene von Birkenpollen mit denen von Pfirsichen oder Kirschen.© Adobe Stock
Anzeige

Kreuzallergie behandeln

Zunächst ist es wichtig, herauszufinden, auf welche Substanzen du allergisch reagierst. Wende dich dazu an medizinisches Fachpersonal. Allergolog:innen können die Allergene mithilfe eines Allergietests bestimmen, zum Beispiel mit einem Pricktest oder Bluttest. Um eine Kreuzallergie zu behandeln, ist es ratsam, in erster Linie den Kontakt mit den jeweiligen Allergenen zu vermeiden. Außerdem ist es wichtig, die primäre Allergie zu behandeln, etwa mittels einer spezifischen Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung genannt. So können die anderen Auslöser unter Umständen ebenfalls eingedämmt werden. Die Symptome einer Kreuzallergie oder generell einer Allergie lassen sich mit verschiedenen Medikamenten in unterschiedlichen Darreichungsformen wie Tabletten, Salben, Inhalationssprays und Injektionen lindern.

Das könnte dich auch interessieren
Pappelpollen-Allergie
News

Pappelpollen als Auslöser für Allergien: So schützt du dich im Sommer am besten

  • 10.06.2024
  • 17:40 Uhr

© 2024 Seven.One Entertainment Group