SEK durchsucht Wohnungen
Razzia nach Goldmünzen-Diebstahl in Berlin
- Veröffentlicht: 12.07.2017
- 08:18 Uhr
- dpa
Diebe stahlen eine Goldmünze aus dem Bode-Museum in Berlin. Jetzt scheint die Polizei eine wichtige Spur zu haben.
Im Zusammenhang mit der gestohlenen Goldmünzehat die Polizei mehrere Wohnungen in Berlin durchsucht. Ein Spezialeinsatzkommando sei ausgerückt, erklärte ein Polizeisprecher. Die Wohnungen sollen sich im Stadtteil Neukölln befinden. Der Einsatz war am Mittwochmorgen noch in vollem Gange. Zu Festnahmen gab es noch keine Angaben. Zuvor hatte die Zeitung «Die Welt» berichtet.
Diebe hatten im März eine zwei Zentner schwere kanadische Goldmünze aus dem Bode-Museum gestohlen. Allein das Material - reinstes Gold - ist geschätzt etwa 3,7 Millionen Euro wert. Aufgrund der Schwere der Münze ging die Polizei von mehreren Tätern aus.
Erst Leihgabe, dann Diebesgut
Das Goldstück, 2007 in nur fünf Exemplaren von der Königlichen Kanadischen Münze geprägt, war die Leihgabe eines Privatmanns an das Bode-Museum. Die Polizei ging damals davon aus, dass die Diebe die Münze einschmelzen und in kleineren Portionen zu Geld machen wollen.
Im Bode-Museum, das zum Weltkulturerbe Museumsinsel gehört, wurden nach dem Diebstahl die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Täter waren am frühen Morgen über die direkt an dem Museum vorbeiführende S-Bahntrasse in das Gebäude eingestiegen. Eine Leiter und eine Schubkarre ließen die Diebe in der Nähe stehen.