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Kampf gegen PKK

Neue Ausgangssperren in der Südosttürkei

  • Veröffentlicht: 15.03.2016
  • 11:37 Uhr
  • dpa
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Die Gewalt in der Südosttürkei nimmt kein Ende. Vor neuen Operationen der Armee gegen die PKK verhängt die Regierung wieder Ausgangssperren auf unbestimmte Zeit.

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Im Kampf gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK hat die türkische Regierung über zwei weitere Städte im Südosten des Landes eine Ausgangssperre verhängt. Das Ausgehverbot in Yüksekova sollte am Sonntagabend um 22.00 Uhr (Ortszeit/21.00 Uhr MEZ) in Kraft treten und bis auf Weiteres gelten.

Die Ausgangssperre in Nusaybin an der syrischen Grenze sollte zwei Stunden später wirksam werden. Die Gouverneursämter der Provinzen Hakkari und Mardin begründeten die Maßnahmen mit zunehmenden terroristischen Aktivitäten der PKK in den beiden Städten.

Es werden auch Kampfpanzer in Wohngebieten eingesetzt

Die Armee teilte am Sonntag mit, in der Provinz Hakkari seien am Vortag elf "Terroristen" getötet worden, die Gräben zur Blockade von Sicherheitskräften ausgehoben hätten. Innenminister Efkan Ala hatte am Freitag neue Militäreinsätze gegen die PKK in Yüksekova und Nusaybin sowie in der Provinz Sirnak angekündigt. Die Armee geht seit Mitte Dezember gegen die PKK im Südosten des Landes vor. Bei der Offensive werden auch Kampfpanzer in Wohngebieten eingesetzt.

Schwere Gefechte gab es unter anderem im Bezirk Sur in der Kurdenmetropole Diyarbakir sowie in den Städten Cizre und Silopi. In Sur dauert die Ausgangssperre seit Anfang Dezember an, in Cizre und Silopi wurde sie inzwischen gelockert und gilt nur noch nachts. Menschenrechtsorganisationen haben die meist wochenlang andauernden Ausgangssperren kritisiert.

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