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Prozess in Dortmund

Angeklagter gesteht Anschlag auf BVB-Bus

  • Veröffentlicht: 08.01.2018
  • 11:56 Uhr
  • dpa
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© Bernd Thissen/dpa

Eine halbe Million Euro Gewinn hätte ihm sein Plan laut Anklage einbringen können. Jetzt hat Sergej W. im Prozess um den Anschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund gestanden. Er habe aber niemanden verletzen wollen.

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Im Prozess um den Splitterbombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat der Angeklagte die Tat gestanden, aber jede Tötungsabsicht bestritten. «Ich bedauere mein Verhalten zutiefst», sagte der 28-jährige Sergej W. am Montag vor dem Dortmunder Schwurgericht. Er habe einen Anschlag vortäuschen wollen und dafür die Sprengvorrichtungen «extra so konzipiert, dass keine Personenschäden zu erwarten waren».

Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht

Die Staatsanwaltschaft hat den Deutschen mit russischen Wurzeln unter anderem wegen 28-fachen versuchten Mordes angeklagt. Laut Anklage wettete W. mit Optionsscheinen auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie. Bei dem Anschlag am 11. April waren insgesamt drei Splitterbomben gezündet worden, als der Mannschaftsbus des BVB gerade am Teamhotel zum Champions-League-Spiel gegen AS Monaco abfuhr. Ein Polizist erlitt ein Knalltrauma, Abwehrspieler Marc Bartra wurde im Inneren des Busses schwer am Arm verletzt.

Wette auf fallenden Kurse der BVB-Aktie

Laut Anklage kaufte Sergej W. in der Woche vor dem Anschlag für mehr als 26 000 Euro Optionsscheine und Kontrakte - und schloss mit diesen sozusagen eine Wette auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie ab. Wäre der Kurs tatsächlich auf einen Euro abgerutscht, hätte der 28-Jährige über eine halbe Million Euro Gewinn gemacht. Der BVB ist der einzige Fußballverein in Deutschland, dessen Aktien an der Börse gehandelt werden. Sergej W. wurde zehn Tage nach der Tat festgenommen.

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