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Tierfreundliche Methoden

Wie gefährlich sind Ratten? Diese Hausmittel helfen gegen die Nager!

  • Aktualisiert: 29.04.2024
  • 18:50 Uhr
  • Christina Berlinghof
Ratten im Garten? Wir haben Tipps und Tricks, um die unerwünschten Besucher effektiv zu vertreiben.
Ratten im Garten? Wir haben Tipps und Tricks, um die unerwünschten Besucher effektiv zu vertreiben.© AkuAku - stock.adobe.com

Ratten gehören zu den unbeliebten Gästen im eigenen Garten, denn sie können Krankheiten übertragen und Pflanzen, Beete oder Gartenmöbel zerstören. Wie du sie tierschonend wieder loswirst und was außerdem zu beachten ist, wenn Ratten deinen Garten entdeckt haben.

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Warum sind Ratten gefährlich?

Schon im Mittelalter übertrugen Ratten Krankheiten wie Pest, Cholera oder Toxoplasmose. Aber auch heute noch werden die Nagetiere als Überträger von mehr als 100 Krankheiten auf Menschen eingestuft. Auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf tauchen sie auch immer wieder in heimischen Gärten auf und können dort nicht nur aus gesundheitlicher Sicht gefährlich werden: Sie richten meist auch Schäden an Pflanzen und Gegenständen an. Weiteres Problem: Ratten vermehren sich besonders schnell und fast ganzjährig, aus wenigen Tieren kann also in kurzer Zeit ein großes Rudel werden.

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So erkennst du einen Rattenbefall im Garten

Ratten sind in der Regel scheu und nachtaktiv, doch bei ihren nächtlichen Ausflügen hinterlassen sie Spuren, an denen du einen Befall frühzeitig erkennen kannst.

  • Löcher und Nester: Ratten graben Löcher in die Erde, die sie als Eingänge zu ihren Höhlen nutzen. Meist liegen zwei Löcher mit einem Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern in unmittelbarer Nähe. An diese Löcher schließen sich dann größere Gänge an, die zu ihren Nestern und Vorratskammern unter der Erde führen. Beliebte Stellen für diese Eingänge im Garten sind Kanten zwischen Terrassen-Dielen oder Kompostbehälter. Auch am Rand von Garagenmauern oder Holzwänden von Gartenschuppen kannst du typischerweise Löcher entdecken, wenn sich Ratten in deinem Garten eingenistet haben.
  • Laufstraßen: Ratten können nicht allzu gut sehen, deshalb benutzen sie in der Regel immer die gleichen und damit ihnen bekannte Wege, wenn sie durch deinen Garten ziehen. Mit der Zeit bilden sich bei einem Rattenbefall deshalb gut erkennbare Laufstraßen. Sie sehen wie schmale, festgetretene Bahnen aus, meist sind sogar Tritte der Pfoten zu erkennen.
  • Nagespuren: Als Nagetiere sind Ratten in der Lage, alle möglichen Materialien zu zernagen und Schäden anzurichten. Ob Holzscheite, Kabel, Kompostdeckel oder Gartenmöbel, vor ihren scharfen Zähnen ist kaum etwas sicher. Typisch bei Nagespuren von Ratten sind zwei parallel verlaufende Rillen.
  • Kotreste: Bei Rattenbefall wirst du auch ihren Kot in deinem Garten entdecken. Er riecht stark nach Ammoniak, ist braun bis schwarz-braun, zylindrisch geformt und etwa ein bis zwei Zentimeter lang. Achtung: Den Kot nicht anfassen, er kann auch in getrocknetem Zustand infektiös sein.

Wir haben noch mehr Tipps, wie du dich effektiv vor Schädlingen im Garten schützen kannst:

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Ratten aus dem eigenen Garten vertreiben: die besten Methoden

Hast du Ratten im Garten, solltest du versuchen, die Nager ohne Gift zu bekämpfen und auf Vertreibungsmethoden setzen, die keine Qual für die Tiere darstellen.

Ratten haben einen ausgeprägten Geruchssinn, es kann also helfen, folgende, geruchsintensive Hausmittel im Garten zu verteilen, um die Schädlinge loszuwerden:

  • Chilipulver: Verteile Chili- oder Pfefferpulver an den Laufstraßen und erneuere es, wenn es geregnet hat.
  • Katzenstreu: Fülle benutztes Katzenstreu in luftdurchlässige Säckchen und lege sie zum Beispiel in die Nähe der Erdlöcher oder entlang der Laufstraßen aus.
  • Terpentin: Tränke alte Lappen mit streng riechendem Terpentin und lege sie im Garten aus.
  • Essigessenz: Gibt etwas Essig oder Essigessenz auf Lappen und verteile sie an verdächtigen Stellen im Garten.
  • Ätherische Öle: Auch ätherische Gerüche mögen Ratten nicht. Du kannst also Lavendel-, Minz- oder Kamillenöl auf die Laufwege von Ratten träufeln oder getrocknete Kräuter auslegen.

Auch eine Katze kann dazu beitragen, dass sich Ratten zurückziehen, denn die Nager erkennen ihre Fressfeinde schon aus der Ferne am Geruch. Läuft eine Katze also regelmäßig durch den Garten, werden die Ratten meist von ganz allein das Weite suchen.

Ist der Rattenbefall bereits stark ausgeprägt oder möchtest du kein gesundheitliches Risiko eingehen, solltest du eine:n Kammerjäger:in engagieren.

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Meldepflicht bei Ratten im Garten

Ratten werden laut Infektionsschutzgesetz als gefährliche Gesundheitsschädlinge eingestuft, ihr Vorkommen im Garten unterliegt in vielen Gegenden der Meldepflicht. Wenn du Ratten im Garten hast, solltest du das als Eigentümer:in, aber auch als Mieter:in, beim örtlichen Ordnungsamt melden. Diese Meldepflicht gilt auch, wenn du nur den Verdacht hast, dass sich die Tiere bei dir im Garten herumtreiben. Mieter:innen müssen auch ihre Vermieter:innen über den Verdacht informieren.

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