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Die besten Momente von Gründertalent Kim

Kims FlipPen

Staffel 1Episode 121.03.2018 • 20:15

Kim hat den "FlipPen" entworfen, eine Kombination aus Kugelschreiber, Textmarker und Handspielgerät. Er soll, den Arbeitsfluss erleichtern und die Konzentration fördern. Kann das die kritische Jury überzeugen?

Alter 23
Beruf Studentin
Heimat Karlsruhe
Idee FlipPen

Geboren auf der schwäbischen Alb, ist die 23-Jährige aktuell im Masterstudium für Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie. Seit sechs Jahren ist Kim liiert. Ihr Partner Sven Häuser ist Mit-Gründer von "FlipPen".

Das wurde aus Kims Idee:

Kim hat ihr Produkt weiterentwickelt und zwei Varianten produziert. Die Basisversion hat eine austauschbare Kugelschreibermine, einen wechselbaren Textmarker und eine Spin-Funktion. Die zweite Variante des FlipPen hat zusätzlich einen integrierten 4GB-USB-Stick. Kim hat Partner gefunden, die bei der Entwicklung sowie technischen Umsetzung helfen und die Produktion sowie den internationalen Vertrieb übernehmen. Außerdem hat sie einen Werbemittelhändler, der sie beim nationalen Vertrieb und Marketing unterstützt. Den FlipPen wird es in Supermärkten und online zu kaufen geben. Der Hauptfokus liegt allerdings auf dem Werbemittelmarkt. 

Was ist Ihre Geschäftsidee?

"Der 'FlipPen' ist zunächst eine 3in1-Kombination aus einem Handspielgerät, einem Kugelschreiber und einem Textmarker. Es handelt sich dabei um einen Büroartikel, den jeder im Büro, an der Uni oder in der Schule gebrauchen kann. Die Drehbewegung ermöglicht ein intuitives Spielen. Bei der täglichen Arbeit soll er die Konzentration, den Arbeitsfluss und die Produktivität erhöhen und zugleich das Stressniveau senken. Darüber hinaus ist derFlipPen als Baukasten aufgebaut und kann regelmäßig mit neuen Funktionen erweitert werden." 

Wie weit sind Sie mit Ihrer Idee bisher?

"Wir haben das Produkt selbst per CAD entworfen und den Prototyp mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Der ist aber noch sehr einfach. Im Juni 2017 haben wir darauf ein Gebrauchsmuster angemeldet. Wir fangen also jetzt erst an und brauchen einen Hersteller, Kunden usw." 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

"Mein Freund ist jemand, der beim Lernen mit dem Fuß zappelt, kritzelt und den Kugelschreiber durch die Finger dreht. Ich verlege zum Beispiel immer meinen Stift, oder habe meinen Textmarker daheim vergessen. Jeder kennt das. So ist die Idee entstanden, ein Produkt zum Lernen und Arbeiten zu erfinden. Das Spielen haben wir von den Fidget- Spinnern aufgegriffen und zunächst mit dem erweitert, was man täglich so braucht – ein Kugelschreiber und ein Textmarker. Dann haben wir überlegt, wo wir die Minen entlang legen können, damit es nach was aussieht. So kam es zu einer Spaceship-Form, mit dem Kugellager in der Mitte. Anfangs dachten wir, das sei nur eine Spielerei, aber als wir den FlipPen erstmals in die Uni-Bibliothek mitgenommen haben, haben es uns die Leute nicht zurückgeben wollen. Die Idee ist banal, aber jeder versteht es. Vom Kind bis zur Oma kann es jeder benutzen. Übrigens: Wir hatten die Idee im Dezember 2016, also noch bevor die Fidget-Spinner so einen Hype auslösten. Ein Glück für uns, denn so mussten wir diese Funktion unseres Produkts niemandem mehr erklären." 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich bei "Start Up!" zu bewerben?

"Wir haben uns nach Möglichkeiten umgesehen, wie wir nun weitermachen. Der Sven hat den Bewerbungsaufruf gesehen und ich habe mich beworben und mich mega gefreut, dass es geklappt hat." 

Was erhoffen Sie sich von Ihrer Teilnahme?

"Ich möchte auf der einen Seite natürlich unser Produkt bekannt machen, auf der anderen Seite sehe ich das als wahnsinnige Chance, von Experten lernen zu dürfen. Ich bin erst 23, habe noch nie gegründet. Hier kann ich mir von jedem etwas abschauen. Raus aus der Komfortzone, einfach mal machen, mit smarten Menschen zusammenarbeiten und daran wachsen – das ist doch einmalig!" 

Wie können Ihnen Carsten Maschmeyer und sein Team weiterhelfen?

"Ich brauche einen Industriezeichner, der aus diesem Prototyp ein marktfähiges Produkt macht. Da gibt es noch viel zu tun. Dann brauche ich jemanden, der weiß, wie man das Produkt platziert und wie die Branche tickt. Wir brauchen außerdem eine Strategie für das Thema Vertrieb an den Endkunden. So etwas wissen Herr Maschmeyer oder sein Expertenteam bestimmt, wir selbst haben so ein Netzwerk noch nicht." 

Wo sehen Sie Ihre Stärken als Gründerin?

"Ich kümmere mich gerne um Strategie und Kommunikation, habe viele Ideen und finde zu jedem Problem, egal wie groß, eine Lösung. Ich denke gerade diese „Problemlöser- Eigenschaft“ bringt mich im Leben sehr weit. Wenn man kein Stehaufmännchen ist, kann man auch nicht weit kommen, denn Steine werden immer im Weg liegen. Unter Druck und bei Stress arbeite ich fokussiert, wobei ich analytisch und systematisch vorgehe. Und was mich von anderen Menschen unterscheidet ist die Tatsache, dass ich immer positiv denke und in allem eine Chance sehe." 

Wo sehen Sie Ihre Schwächen?

"Definitiv in der Ordnung (lacht). Wirklich, meine E-Mails und Anhänge öffne ich und weiß dann nicht mehr, wo ich sie finde. Mein Freund legt dafür immer Ordner an und alles ab. Mein Papa hat zum Beispiel noch die Rechnung für seinen Führerschein. So was geht an mir völlig vorbei. Statistiken und Zahlen interessieren mich leider auch überhaupt nicht. Und an meiner Ungeduld muss ich noch arbeiten." 

Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft?

"Ich weiß seit der achten Klasse, dass ich Gründerin werde. Das war für mich immer völlig klar. Und ich weiß auch: Wenn es mit der einen Idee nicht klappt, mach ich mit der nächsten weiter. Und das mache ich, bis ich tot umfalle. Das hat für mich etwas mit Selbstverwirklichung zu tun. Dann möchte ich mich stetig weiterentwickeln und wachsen. Dafür braucht man Herausforderungen und Menschen um sich, die an einen glauben. Also, ich habe noch viel vor und freue mich auf alles, was noch kommt."