Das Interview vor dem Einzug

Interview mit „Promi Big Brother“-Bewohnerin Silvia Wollny: „Ich bereite mich so vor, als würde ich 14 Tage in den Urlaub fahren.“

Neuland: Die Mutter der Nation, Silvia Wollny (53), ist die einzige Bewohnerin, die vor ihrem Einzug noch nie etwas von „Promi Big Brother“ gesehen hat. Gepackt wird bei Mama Wollny wie für 14 Tage Urlaub. Egal was passiert, Hauptsache die Kaffee-Versorgung ist immer gesichert.

Warum gehst Du ins „Promi Big Brother“-Haus?
Ganz einfach: So etwas habe ich noch nie gemacht und ich möchte gerne ausprobieren, wie es ist, wirklich 24 Stunden von Kameras begleitet zu werden.

Man kennt nur seine Stimme: Wie stellst Du Dir Big Brother vor?
Ich habe „Big Brother“ oder „Promi Big Brother“ noch nie gesehen und schaue sehr wenig fern. Ich kenne seine Stimme nicht und weiß nicht, wie es in dem Haus abgeht. Ich habe auch bewusst keine alte Folge angesehen, da ich das lieber auf mich zukommen lassen will.

Wie bereitest Du Dich auf die zwei Wochen „Isolation“ vor?
Ich bereite mich so darauf vor, als würde ich 14 Tage in Urlaub fahren – so werde ich auch meinen Koffer packen, ob das jetzt Sonnencreme oder ein Handtuch ist. Alles Dinge, die ich für 14 Tage brauche.

Wie stellst Du Dir das Leben unter 24-Stunden-Beobachtung vor?
Das Drehen bei uns zu Hause ist etwas ganz Anderes, als wenn ich jetzt 24 Stunden an einem Stück aufpassen muss, was ich sage, weil jedes Wort aufgenommen wird. Jede Ecke wird abgefilmt. Du kannst – auf gut Deutsch gesagt – ja nicht mal in der Nase popeln.

In welcher Situation wärst Du lieber unbeobachtet?
Auf der Toilette auf jeden Fall und in der Dusche. Aber wenn ich duschen gehen möchte, kann ich das natürlich mit einem Badeanzug machen.

Was wird die größte Herausforderung für Dich im Haus?
Für mich sind das ja alles verschiedene Charaktere. Die alle einzuschätzen, wie die ticken, das wird eine Herausforderung. Und wie gesagt: ich habe so etwas noch nie gemacht und nie gesehen. Ich hoffe, dass das Heimweh nicht zu schnell kommt.

Was brauchst Du im täglichen Leben, um Dich wohlzufühlen?
Ich brauche meinen Kaffee eher als eine Flasche Wasser oder sonst was. Alkohol trinke ich sowieso nicht. Ich bin Kaffeetante und zwar 24 Stunden lang. Die Maschine muss immer laufen und ich hoffe auch, dass sie es im Haus tut.

Welche Eigenschaften bringst Du in die „Hausgemeinschaft“ mit ein?
Ich möchte schon, dass im Haus eine Ordnung herrscht und dass alles gesittet ist. Wenn ich jetzt mit mehreren in einem Raum schlafe, habe ich keinen Bock, dass neben mir welche rummachen. Da würde ich fragen, ob es denen noch gut geht!

Wie reagierst Du in Konfliktsituationen?
Wenn es im Haus Konflikte geben sollte, sage ich: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Ich würde es dann direkt ansprechen. Das bringt doch mehr, als wenn ich hinterrücks über jemanden lästere. Es ist doch besser, wenn ich direkt auf jemanden zugehe und sage, was mich stört. Oder dass jemand stinkt und er sich mal waschen sollte. Bevor dann kommt: „Ey, hast du gehört, was die Wollny gesagt hat?“

Welcher Gegenstand wird Dir im Haus am meisten fehlen?
Ein Familienfoto, mit dem ich dann auch mal sprechen kann, würde mir sehr fehlen. Um einen Bezug zu haben, wenn ich mich mal zurückziehen will.

Wen wirst Du am meisten vermissen?
Wenn Du die Wahl hättest: Mit wem würdest Du gerne im Haus wohnen und warum?
Sehr gerne würde ich mit Katy Karrenbauer im Haus wohnen. Den „Frauenknast“ habe ich mir früher immer montags im Fernsehen angeschaut. Die Karrenbauer ist immer gut drauf. Oder mit Whoopi Goldberg, die ist auch gut drauf.

Und mit wem würdest Du nur ungern das Haus teilen?
Gar nicht da drin sehen will ich so eine Geissen. Die hat zwei Traumkinder, die sie auf die Welt gesetzt hat, wie sie ja immer sagt. Aber vom ersten Tag an hatten die eine Nanny. Ich habe zwölf Kinder und habe noch nie im Leben eine Betreuung für meine Kinder gebraucht. Das würde ich der auch ins Gesicht sagen: die ist ja zu blöd um Salz auf ein Ei zu streuen. Da wäre die Stimmung unten, wenn ich im Haus nur ihr Schickimicki hören würde.

Das Leben in einer Großfamilie bist Du ja gewohnt – glaubst Du, es ist eine gute
Vorbereitung auf die Zeit im „Promi Big Brother“-Haus?
Ich glaube schon, dass das eine gute Vorbereitung ist, weil ich es gewohnt bin, mit vielen Menschen unter einem Dach zu leben. Harald und ich waren schon mal alleine im Urlaub und nach vier Tagen habe ich es abgebrochen. Es war einfach zu ruhig! Der Harald wollte die Romantik ein bisschen genießen und mit mir alleine sein. Aber ich habe es nicht mehr ausgehalten, mir hat der ganze Trubel gefehlt.

Welchen Tipp hast Du für Deine Mitbewohner, wenn es um das Zusammenleben
vieler Menschen auf kleinem Raum geht?
Wir leben da alle zusammen im Haus und wir können alle an einem Strang ziehen. Es darf nicht nur einer im Team am Tun und Machen sein und alle anderen braten ihren Hintern in der Sonne. Dann würde ich eine Ansage machen, das geht nicht. Wir sind alle dort um ein Ziel zu erreichen und jeder soll mitmachen.

Wirst Du auch im Haus die Rolle der „Mama Wollny“ einnehmen?
Ich weiß es nicht, weil ich die Menschen nicht kenne und nicht weiß, wie deren eigenes Leben läuft. Sind die alle selbstständig? Sind die alle bodenständig? Oder sind das – wie sagt man so schön – Superstars, die sich von vorne bis hinten bedienen lassen?

Wer ist Siliva Wollny?

Silvia Wollny – Mutter der Nation und schlagfertige Frohnatur

Bei ihr wird es nie langweilig: Nicht nur, weil Silvia „Mama“ Wollny ihre Großfamilie versorgen muss – schließlich hat die rheinische Frohnatur elf Kinder – sondern auch, weil die 53-Jährige immer Action braucht. Seit Jahren begeistert Deutschlands wohl bekannteste Reality-Mama mit ihrer temperamentvollen Art und ihrem herzlichen Umgang mit den zahlreichen Kindern, auch wenn es mal richtig stressig wird. Seit 2011 geben die Wollnys in ihrer eigenen Reality-Show Einblicke in das Leben einer Großfamilie. So teilt die Löwenmama mit dem Publikum Probleme des Familienalltags, die wohl jeder kennt: Rebellierende Teenies, Meinungsverschiedenheiten und auch den ein oder anderen Herzschmerz. So hat sich Silvia 2012 nach 28 Jahren von Dieter, dem Vater ihrer Kinder, getrennt und das Publikum an ihren Erfahrungen teilhaben lassen. Den Umgang mit Kameras ist die Mutter der Nation also gewohnt, auch mit Mitbewohnern kennt sich Silvia aus, schließlich lebt sie zusammen mit ihrem neuen Partner Harald, sieben ihrer elf Kinder, zwei Schwiegersöhnen in Spe und einer Enkelin unter einem Dach. Doch genau das wird wohl auch die Herausforderung für Silvia im „Promi Big Brother“-Haus werden: Übersteht sie die zwei Wochen ohne ihre Familie?

„Ich bereite mich so vor, als würde ich 14 Tage in den Urlaub fahren.“

Als elffache Mutter lässt sich Silvia Wollny nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Für die zwei Wochen im „Promi Big Brother“-Haus bereitet sich die Mutter der Nation deshalb so vor, wie sie es für einen ganz normalen Urlaub machen würde. Trotzdem: Ein bisschen macht Silvia die 24-Stunden-Beobachtung doch nervös. „Das Drehen bei uns zu Hause ist etwas ganz Anderes, als wenn ich jetzt 24 Stunden an einem Stück aufpassen muss, was ich sage, weil jedes Wort aufgenommen wird“, sagt die Frohnatur, die dafür bekannt ist, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und genau das erwartet sie auch von den anderen Bewohnern im Haus: „Wenn es im Haus Konflikte geben sollte, sage ich: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Ich würde es dann direkt ansprechen. Das bringt doch mehr, als wenn ich hinterrücks über jemanden lästere. Es ist doch besser, wenn ich direkt auf jemanden zugehe und sage, was mich stört.“
Eine prima Einstellung, finden wir. Wir freuen uns, Silvia dieses Mal ganz ohne ihre Großfamilie, aber dafür mit zahlreichen neuen Mitbewohnern zu erleben.