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Lieber Ralf Schmitz, aus "Paar Wars“ wird in Staffel zwei "Paar Love". Warum die Titeländerung?

Angesichts des grausamen Kriegs in der Ukraine fühlt es sich aktuell einfach falsch an, eine Unterhaltungsshow zu machen, die ‚War‘ im Titel trägt. Deshalb lautet unser spontanes Motto für die zweite Staffel in diesem Jahr: ‚Make love, not war!‘ In diesem Zuge haben wir den Sendungs-Titel kurzerhand in ‚Paar Love‘ geändert.

Inwiefern macht sich die Änderung auch in der Show bemerkbar – ist mehr "love" zu spüren?

Wir werden nicht kuscheliger mit den Kandidaten-Paaren, die sich weiterhin unter Prüfungen beweisen sollen, haben aber die Anforderungen noch liebevoller gestaltet. So gesehen wird durchaus mehr "love" zu spüren sein.

Abgesehen vom Titel, was ändert sich noch in Staffel zwei?

Wir haben viel gelernt in der ersten Staffel. Insbesondere über das "Paar-Verhalten". Dieses Wissen setzen wir gnadenlos um und prüfen noch genauer, mit noch mehr Hingabe und Spaß – falls das überhaupt möglich ist –, wo und wie sich die Liebe versteckt oder nur ein Schauspiel aufführt.

Was ist Ihre Lieblingsprüfung?

Ich persönlich mag ganz besonders die Prüfung, bei der die getrennten Paare jeweils zu einem passenden Song tanzen sollen, wenn er ihrer Meinung nach am besten zu einem bestimmten gemeinsamen Erlebnis passt. Da tanzt sich zum Thema "Erstes Kennenlernen der Eltern" schon mal der eine oder andere Partner zu "Highway To Hell" um Kopf und Kragen, während der andere zu "Heaven" schwoft.

Wie sind die neuen Paare drauf?

In der zweiten Staffel gehen die Paare noch weiter an ihre persönlichen Grenzen als bei der ersten. Den Auftakt haben natürlich alle verfolgt, sind zu noch mehr bereit und emotional wie physisch besser vorbereitet …, denken sie. Wir aber auch!

Was war für Sie die lustigste, was die überraschendste und was die schönste Situation bei den Drehs?

Sehr lustig fand ich, als ein Kandidat seine Partnerin einschätzen musste, es aber immer falsch machte und sie ihn ständig wütend anbrüllte, dass er "heute Nacht alleine schlafen kann" und dass er sich Sex ab sofort abschminken könne. Was für ein Klischee. Hätte nicht gedacht, dass es das noch gibt.

"Die Paare sind zu noch mehr bereit und emotional wie physisch besser vorbereitet …, denken sie"

Total überraschend war für mich, dass sich Paare anscheinend so gut wie nie an ihren einzelnen Körperteilen erkennen können. Wir zeigen beispielsweise isoliert nur verschiedene Bauchnabel, Zähne oder Knie, und die Partnerin soll bestimmen, welcher oder welches davon zum eigenen Mann gehört. Und ausnahmslos alle tun sich damit unfassbar schwer. Kann ja wohl nicht wahr sein. Ich habe für mich beschlossen, das ab sofort zu üben.

Eine der schönsten Situationen war vermutlich, als mir die völlig aufgelöste Mutter eines Kandidaten am Ende der Show weinend vor Freude vor der Kamera um den Hals gefallen ist, nachdem sie aus dem Publikum einfach losgelaufen war, als ihr Sohn gewonnen hat.

Wie hoch schätzen Sie die Trennungsquote nach der Show?

Die liegt bei null. Ganz sicher. Entweder der Gewinn schweißt zusammen oder der Kampf an sich. Alle fallen sich danach in die Arme und haben sogar noch etwas über sich gelernt. Ich sehe immer nur befreite Gesichter. So oder so. Eine herrliche Show!

"Paar Love" ab Mittwoch, 13. Juli, um 20:15 Uhr in SAT.1 und auf Joyn.