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Zwei Jahre Pandemie: Deutsche so reich wie nie

02.01.2022 • 17:48

Das Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland hat 2021 ein Rekordhoch erreicht, wie Berechnungen der DZ Bank ergaben.

Trotz Lockdown, Kurzarbeit und Sorgen um die Arbeitsstelle ist das Vermögen der deutschen Privathaushalte auch 2021 gestiegen – auf ein Rekordhoch. Den Berechnungen der DZ Bank zufolge, dürfte das Geldvermögen der Deutschen um mehr als sieben Prozent auf fast 7,7 Billionen Euro angestiegen sein. Offizielle Zahlen der Bundesbank werden dazu erst im Frühjahr erwartet.
"Hauptantriebsmotor für den Vermögensaufbau war die zwar leicht gesunkene, im historischen Vergleich aber erneut extrem hohe Ersparnis", erklärt DZ-Ökonom Michael Stappel laut der dpa.

Sparquote erneut gestiegen

Er geht davon aus, dass die Sparquote von 15 Prozent im Jahr 2021 erneut vergleichsweise hoch war. Das bedeutet, dass je 100 Euro verfügbarem Einkommen, 15 Euro zur Seite gelegt wurden. Im Krisenjahr 2020 lag diese Quote bei 16,1 Prozent.
Gründe dafür seien Sorgen vor Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit, aber auch stornierte Reisen sowie gebremster Konsum aufgrund flächendeckender Schließungen im Einzelhandel.

Mehr Anleger an der Börse wegen niedriger Zinsen

Immer mehr Menschen wagen sich mit ihrem Ersparten auch an die Börse. Grund dafür sei laut DZ-Bank-Analyse die "zunehmende Dauer der Extrem-Niedrigzins-Phase".
Kursgewinne mehrten den Wert von Wertpapieren und somit auch in Summe das Geldvermögen privater Haushalte. Stappel rechnet damit, dass sich dieser Trend auch im neuen Jahr fortsetzen wird.

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