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Was tun gegen Lebensmittelengpässe? EU-Kommission legt Gegenmaßnahmen vor

23.03.2022 • 11:42

Wegen drohender Ernteausfälle in der Ukraine will die EU-Kommission Maßnahmen gegen knapp werdende Lebensmittel und hohe Preise vorlegen. Die Preise für Lebensmittel werden wahrscheinlich weiter steigen, heißt es. Mit womöglich dramatischen Folgen für ärmere Länder.

Lebensmittelknappheit sorgt für Streit

Wegen drohender Ernteausfälle in der Ukraine will die EU-Kommission Maßnahmen gegen knapp werdende Lebensmittel und hohe Preise vorlegen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Preise für Lebensmittel werden wahrscheinlich weiter steigen, heißt es. Mit womöglich dramatischen Folgen für ärmere Länder. Wegen des Krieges gegen die Ukraine dürften große Mengen an Getreide aus dem osteuropäischen Land für den Weltmarkt wegfallen. Zudem seien Häfen, aus denen Getreide in die Welt verschifft werde, blockiert. Wie die Gegenmaßnahmen der EU aussehen werden, wird noch heiß diskutiert: So wird laut dpa etwa darüber gestritten, ob für den Umweltschutz vorgesehene Ackerflächen für zusätzliche Produktion eingesetzt werden sollen. Der Heinrich-Böll-Stiftung zufolge wäre der Effekt davon aber minimal. Finanzhilfen für ärmere Länder seien die bessere Lösung.

Klimaziele sollen eingehalten werden

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski bestätigte bereits, dass voraussichtlich einfachere Beihilfen für Agrarkonzerne und angepasste Vorgaben für Umweltauflagen Teil des Pakets sein werden. Eine Sprecherin der EU-Kommission betonte jedoch explizit, dass man weiterhin an den EU-Klimazielen, die im sogenannten Green Deal verankert sind, festhalte: „Dies bleibt der Schwerpunkt der Kommission, da die Landwirte in ganz Europa bereits mit den Auswirkungen des Klimawandels und dem Verlust der biologischen Vielfalt konfrontiert sind“, hieß es von Seiten der Kommission.

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