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Frühstücksfernsehen

Statt Impfpflicht: Streeck fordert Anerkennung eines Antikörpernachweises

26.01.2022 • 11:14

Virologe Hendrik Streeck will angesichts der steigenden Corona-Zahlen, dass ein Antikörpernachweis anerkannt wird.

Virologe Hendrik Streeck will angesichts der steigenden Corona-Zahlen, dass ein Antikörpernachweis anerkannt wird. Das sagte er in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ (25. Januar 2022). „Die Lage wäre einfach eine andere, hätten wir jetzt alle durchgeimpft“, stellt er zunächst klar. Aber die Überlastung des Gesundheitssystems hänge auch mit einem Personalmangel zusammen, der mit einer Impfpflicht nicht behoben sei. Vor allem aber wolle Streeck vor einer solchen Entscheidung Daten sehen. Eine Studie könnte demnach darüber Aufschluss geben, wie viele Menschen in Deutschland derzeit keinen Schutz vor einer Ansteckung beziehungsweise einer bedrohlichen Erkrankung haben. Dabei weist er darauf hin, dass auch Genesene für eine ganze Weile vor einem schweren Verlauf geschützt seien. Deshalb fordert er eine Gleichsetzung von Genesenen und Geimpften und die Anerkennung eines Antikörpernachweises.
Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, der auch Gast der Sendung war, zeigte sich an dem Vorschlag interessiert. Allerdings könne man nicht noch ein halbes Jahr bis zur nächsten Studie warten.

Das sagt Gesundheitsminister Karl Lauterbach über Antikörpertests

Gesundheitsminister Karl Lauterbach äußerte sich Ende des vergangenen Jahres bereits zu der Frage, ob es stimme, dass bei einem hohen Antikörperspiegel keine Auffrischungsimpfung verabreicht werden sollte: „Das werde ich auch oft gefragt. Eine Bestimmung der Antikörper vor dem Booster macht keinen Sinn, weil trotz hoher Antikörper der Booster für Ältere nach 6 Monaten nötig ist.“

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