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Frühstücksfernsehen

Nur "frisch geimpft" ohne Maske: Müssen wir uns bald alle 3 Monate impfen?

08.08.2022 • 13:11

Der neue Entwurf für das Infektionsschutzgesetz ab Herbst 2022 steht. Daraus stößt vor allem eine neue Regelung auf Kritik. Frisch Geimpfte sollen demnach von Maskenpflichten ausgenommen sein. "Frisch" bedeutet in dem Fall, dass die letzte Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Der neue Entwurf für das Infektionsschutzgesetz ab Herbst 2022 steht. Daraus stößt vor allem eine neue Regelung auf Kritik. Während der Entwurf vermehrt auf die Eigenverantwortung der Bürger:innen setzt, sieht er dennoch eine ausgedehnte Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger vor. Den Bundesländern sei ab Oktober überlassen, ob auch in anderen öffentlichen Einrichtungen Maskenpflicht herrschen soll.

Maskenpflicht nicht für frisch Geimpfte

Ausgenommen sein sollen jedoch Menschen, die "frisch" geimpft sind.
"Frisch" - das bedeutet laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass die letzte Impfung nicht mehr als drei Monate zurückliegen darf. In diesem Zeitraum seien Geimpfte und andere am besten vor einer Ansteckung geschützt.
Liegt die letzte Impfung länger zurück, erhalten Bürger:innen in der Hinsicht den gleichen Status wie Ungeimpfte. Sie müssen, um am öffentlichen Leben in Kneipen, Restaurants und Kinos teilzunehmen, entweder eine Maske tragen oder benötigen ein negatives Testergebnis.
Die Kritik rührt vor allem daher, dass die STIKO die vierte Impfung aktuell nur für über 70-Jährige oder Personal in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern empfiehlt.

Expert:innen warnen, dass die Impfung an Wert verlieren könne

Expert:innen wie der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt und Virologe Hendrik Streeck kritisieren "mdr.de" zufolge, dass die Regelung die Frage aufwerfe, warum man sich überhaupt impfen lassen sollte, wenn die Impfung nach drei Monaten schon derart an Wert verliere.