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Frühstücksfernsehen

Nach Wahlniederlage: Zeugen belasten Trump schwer

24.06.2022 • 14:06

Donald Trump hat offenbar versucht, nach seiner Wahlniederlage gegen den amtierenden Präsidenten Joe Biden, das Wahlergebnis zu kippen – Erpressungsversuche inklusive.

Auch nach seiner Amtszeit macht Ex-US-Präsident Donald Trump immer wieder Schlagzeilen. Nun kam heraus: Der 76-Jährige hat offenbar versucht, nach seiner Wahlniederlage gegen den amtierenden Präsidenten Joe Biden im Jahr 2020, das Wahlergebnis zu kippen – Erpressungsversuche inklusive.

Dies sagten der ehemalige Justizminister Jeffrey Rosen und sein Stellvertreter Richard Donoghue, während einer Anhörung vor dem Untersuchungsausschuss zur Stürmung des US-Kapitols am 6. Januar 2021 aus. Trump habe von den Zuständigen ein Schreiben, welches die Wahl als korrupt einstufen sollte, gefordert. Dabei soll Trump Rosen und Donoghue vehement unter Druck gesetzt haben, indem er ihnen mit einer Neubesetzung ihrer Posten drohte.

Adam Kinzinger, ein Mitglied des Ausschusses empörte sich: "Präsident Trump hat versucht, seine Wahlniederlage [...] ungeschehen zu machen. Es war ein Schachzug, um um jeden Preis zu gewinnen – unabhängig vom Willen der Menschen in Amerika." Tatsachen und Fakten seien für Donald Trump "irrelevant" gewesen. "Er war bereit, unsere Republik zu opfern, um seine Präsidentschaft zu verlängern", fasste Kinziger Trumps Verhalten zusammen.

Der bleibt währenddessen uneinsichtig und behauptet weiterhin beweislos, er wäre bei der Wahl 2020 durch illegale Mittel um den Sieg gebracht worden. Der stellvertretende Justizminister Donoghue kommentierte die Wahlbetrugsvorwürfe als "schlicht gegenstandslos".

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