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Frühstücksfernsehen

Habeck ruft 2. Alarmstufe zur Gasversorgung aus

23.06.2022 • 11:34

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat wegen der angespannten Lage auf den Gasmärkten die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas ausgerufen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat wegen der angespannten Lage auf den Gasmärkten die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas ausgerufen. Versorgungsunternehmen sollen noch keine Möglichkeit erhalten, ihre Gaspreise nach dem Energiesicherungsgesetz zu erhöhen. „Die Preise sind jetzt schon hoch, und wir müssen uns auf weitere Anstiege gefasst machen“, sagte Habeck laut der dpa.

Das bedeutet die Alarmstufe

Laut dem Plan liegt bei der Alarmstufe eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vor, die zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt. Der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen. Die Ausrufung steht im Zusammenhang mit der starken Drosselung der russischen Gaslieferungen seit Mitte Juni. Die Frühwarnstufe als erste Stufe des Plans hatte Habeck Ende März ausgerufen.

So kann man sich auf den Winter vorbereiten

Zudem hat Habeck wegen der Gaskrise Privathaushalte aufgefordert, Heizungsanlagen zu warten. „Es macht Sinn, die Heizung vernünftig einzustellen“, sagte er laut der dpa. Dadurch seien Einsparungen von 15 Prozent möglich. „Wir sind also jetzt gehalten, die Gasverbräuche zu reduzieren.“ Habeck sprach von einer „trügerischen Sicherheit“ im Sommer. „Aber der Winter wird ja kommen. Wir müssen also jetzt die Vorsorge treffen, um im Winter vorbereitet zu sein.“

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