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Frühstücksfernsehen

Habeck: Raffinerie Schwedt kann gerettet werden

09.05.2022 • 12:48

Am Montag den 9. Mai soll Bundeswirtschaftsminister Habeck die Öl-Raffinerie PCK in Schwedt besuchen. Vor dem Hintergrund des geplanten Öl-Embargos gegen Russland stellt die Raffinerie, die unter russischer Kontrolle steht, ein Kernproblem dar.

Schwedt ist das letzte Kernproblem der deutschen Abhängigkeit von Russlands Öl

Seit 2021 ist die Abhängigkeit Deutschlands vom russischen Öl von etwa 35 Prozent auf 12 Prozent gesunken. Die letzten 12 Prozent stammen laut "rbb24.de" aus Schwedt.
Dort endet die Pipeline Druschba – zu Deutsch: Freundschaft – aus Russland.
Um die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Öl zu beenden, plant Habeck eine Umstellung der Raffinerie.
"Es gibt eine gute Chance, dass die Raffinerie Schwedt erhalten bleibt, dass wir sie versorgen können mit Öl über andere Wege", sagte Habeck am Sonntag den 8. Mai dem Fernsehsender Welt.

Habeck plant Öl-Lieferungen über andere Wege und grüne Wasserstoff-Energie

Neben Öl-Lieferungen über Rostock und Danzig ist auch ein Umschwenken auf grüne Energie möglich. "Weg vom Öl, hin zu Wasserstoff", so plant Habeck mittelfristig.
Habecks parlamentarischer Staatssekretär Michael Kellner betont gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass der Standort mithilfe aller notwendigen Schritte abgesichert werden soll. Dafür ist geplant, sich am Abend des 9. Mais zunächst mit der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und im Anschluss mit den 1.200 Beschäftigten für eine Absprache zu treffen.
Bislang blockierte der russische Staatskonzern Rosneft, der die Raffinerie kontrolliert, sämtliche Pläne für die Umstellung.
Eine staatliche Treuhandverwaltung oder sogar Enteignung sind im Gespräch. Ein Hebel hierfür könnte eine Änderung des Energiesicherungsgesetzes sein.

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