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Frühstücksfernsehen

Gefahr vor Hacker-Angriffen: Mehr als drei Millionen PCs mit unsicherem Windows-System

18.01.2022 • 13:20

In Deutschland laufen über drei Millionen Personal Computer mit einer veralteten und unsicheren Version des Microsoft-Betriebssystems Windows.

Nach 10 Jahren lief am 14. Januar 2020 der Support für Windows 7 ab. Inzwischen ist die Software veraltet und unsicher. Trotzdem schaffen es viele Anwender:innen nicht, sich von dem gefährlichen System zu trennen. Das verdeutlichen aktuelle Zahlen, die aus einer Studie des Sicherheitsunternehmens "Eset" hervorgehen.

So viele Deutsche nutzen noch ein veraltetes Betriebssystem

In Deutschland laufen über drei Millionen Personal Computer mit einer veralteten und unsicheren Version des Microsoft-Betriebssystems Windows. Dazu gehören: Windows 7 (2,7 Millionen Geräte), Windows Vista, Windows XP und Windows 8 (zusammen auf 450.000 Geräten).

"Eine Schwachstelle, beispielsweise in einem nicht mehr unterstützten Betriebssystem, genügt und Angreifer haben den Fuß in der Tür sowie Dauerzugriff auf den Computer des Opfers", sagte Thorsten Urbanski, Sicherheitsexperte von Eset laut der dpa.

Wer keine Updates herunterlädt oder kauft, verstößt gegen eine EU-Richtlinie

Wer sich nicht um die Updates kümmert, verstößt nach Experteneinschätzungen aber auch gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die EU-Richtlinie verlangt, bei der Verarbeitung sowie Nutzung personenbezogener Daten den "Stand der Technik" einzuhalten.

Die Lösung also: Auf ein neues Betriebssystem umsteigen - zum Wohle der Sicherheit. Unternehmen und Organisationen können immerhin bei Microsoft noch kostenpflichtige Updates erwerben. Privatanwender hingegen haben dagegen keinen Zugang mehr zu den Sicherheitsupdates.