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"Es tötet Menschen": WHO warnt davor, Omikron-Variante als "mild" einzustufen

07.01.2022 • 09:49

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die Omikron-Variante des Coronavirus als "mild" einzustufen. Auch wenn sie oft weniger schwere Krankheitsverläufe als die Delta-Variante hervorrufe, sorge sie dennoch für eine Überlastung der Gesundheitssysteme, so das WHO-Urteil.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die Omikron-Variante des Coronavirus als "mild" einzustufen. Auch wenn sie oft weniger schwere Krankheitsverläufe als die Delta-Variante hervorrufe, sorge sie dennoch für eine Überlastung der Gesundheitssysteme, so das WHO-Urteil. Laut der Nachrichtenagentur AFP sagt WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Genau wie vorangegangene Varianten müssen Menschen wegen Omikron ins Krankenhaus, und es tötet Menschen."

 Überlastung der Gesundheitssysteme mit Omikron

Die "Flutwelle" an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante sei "so riesig und schnell", dass sie weltweit zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führe, warnt Ghebreyesus weiter. Wie die WHO vermeldet, wurden in der vergangenen Woche weltweit ca. 9,5 Millionen Neuinfektionen mit COVID-19 gemeldet. Das seien 71 Prozent mehr als in der Vorwoche. Ghebreyesus sagt dazu, dass die tatsächliche Zahl wegen der wenigen Tests während der Feiertage vermutlich noch deutlich höher liege.

Reiche Länder beanspruchen zu viele Impfdosen

Der WHO-Chef prangert auch das Vorgehen reicher Länder an, die einen Großteil der verfügbaren Corona-Impfdosen für sich in Anspruch genommen hätten. Ein solches Handeln schaffe einen idealen Nährboden für die Entstehung neuer Virusvarianten in Ländern mit einem schlechteren Zugang zu Impfdosen, warnt er.

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