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Angespannte Lage: Landwirte in Bayern reagieren auf Kosten und Krieg

09.08.2022 • 16:32

Bayerns Landwirte passen sich an - und reagieren auf veränderte Kosten- und Klimagegebenheiten.

Angespannte Lage: Landwirte in Bayern reagieren auf Kosten und Krieg

Bayerns Landwirte passen sich an - und reagieren auf veränderte Kosten- und Klimagegebenheiten. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte, lassen sich auf bayerischen Ackerflächen immer mehr Sojabohnen und Sonnenblumen finden. Wie Anton Huber, Getreidereferent des Bayerischen Bauernverbands (BBV) der "Passauer Neuen Presse" erklärte, liegt das am Klima - und an höheren Düngerpreisen. "Die Landwirte reagieren schon seit Jahren auf sich verändernde klimatische Bedingungen und auch Marktentwicklungen", so Huber. Besonders konzentrieren sich die Landwirte in Bayern demnach auf den Anbau von Sonnenblumen, Gerste und Raps. Und das schon seit längerer Zeit. Die Bauern erhoffen sich davon, vielfältige Fruchtfolgen zu haben und besser auf Wetterextreme reagieren zu können. Der Ukraine-Krieg hingegen spiele kaum eine Rolle, die Veränderung im Anbauverhalten sei schon lange vor dem Krieg bemerkbar gewesen.

Verschiebung der Anbaubedingungen: Wachstum bei Soja und Sonnenblumen

Hubert erklärt: "Landwirte bauen vor allem deshalb verschiedene Ackerkulturen an, um nicht einseitig Schädlinge und Unkräuter zu fördern und um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten." Laut Statistikamt ist der Zuwachs vor allem beim Soja enorm. Rund 53,5% werden hier mehr angebaut als noch im Vorjahr. Weil die Düngerkosten in die Höhe geschossen sind, bauen Landwirte derzeit besonders Früchte an, die weniger Düngung vertragen und auch die heimische Versorgung der Tiere unterstützt - so eben auch Soja. Bei Sonnenblumen liegt der Zuwachs bei 45.3 Prozent. Hier spielt der Ukraine-Krieg eine große Rolle, da die Nachfrage nach heimischen Pflanzenöle deutlich gestiegen ist.

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