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An oder mit Corona gestorben? Neue Studie zur Todesursache nach Infektion

20.02.2022 • 11:07

Ein Bericht des deutschen Covid-19-Autopsieregisters klärt die Frage der Todesursache von Menschen, die "an" oder "mit" Corona gestorben sind.

Laut dem Robert Koch-Institut sind seit Beginn der Pandemie 121.275 Menschen in Deutschland (Stand: 20.02.22) an oder mit dem Coronavirus gestorben. Doch was genau bedeutet "an" oder "mit"? Eine neue Studie gibt nun Aufschluss über die Todesursache nach einer Corona-Infektion.

 Mehrheit an Covid-19 gestorben

Demnach war in 86 Prozent der untersuchten Fälle eine Covid-19-Erkrankung für den Tod verantwortlich. Bei 14 Prozent war die Corona-Infektion eine Begleiterkrankung. Das geht aus dem Bericht des deutschen Covid-19-Autopsieregisters hervor, der im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurde.
Für die Studie wurden 18.674 Proben von 1.129 Menschen untersucht, die zwischen März 2020 und September 2021 verstorben sind. Die Proben kamen aus 29 Standorten in Deutschland.

Weltweit größte Corona-Studie zu Obduktionen

Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, schrieb auf Twitter, es handele sich um die "weltweit größte Studie zu Obduktionen bei Covid-19".
Die Forschenden stellten außerdem fest, dass die meisten Erkrankten weniger als zwei Wochen nach den ersten Symptomen oder eines positiven Corona-Tests verstarben. Bei etwa einem Drittel betrug die Krankheitsdauer mehr als zwei, aber weniger als fünf Wochen.