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Frühstücksfernsehen

40 Millionen Omikron-Fälle? Epidemiologe: "Wir sollten vom Worst Case ausgehen"

16.12.2021 • 02:08

Schon in wenigen Wochen könnte die Omikron-Mutante auch in Deutschland vorherrschend sein. Besorgniserregend ist dabei, dass die Impfungen kaum vor einer Ansteckung schützen. Was das für das Infektionsgeschehen bedeutet.

40 Millionen Omikron-Fälle? Epidemiologe: "Wir sollten vom Worst Case ausgehen"

Seit November hält die neue Omikron-Variante des Coronavirus die Welt in Atem.
In Großbritannien verdoppeln sich die Omikron-Fallzahlen alle zwei bis drei Tage, die Regierung fürchtet Ende des Monats mehr als eine Million Infektionen durch die Mutante.
"Das ist eine Geschwindigkeit, die wir von vorherigen Varianten nicht kennen", sagt Epidemiologe Dirk Brockmann, wie „n-tv" berichtet.
Modellierungen von britischen Forschenden sagen für den Zeitraum von Dezember bis April voraus, dass das Virus 30 bis 40 Millionen Menschen infizieren könnte.
Das ließe sich auch auf Deutschland übertragen und würde bedeuten, dass knapp 50 Prozent der Bevölkerung betroffen sein würden, erklärt Brockmann.
Das seien zwar hypothetische Annahmen, aber sie zeigten, "wie durch Omikron sehr, sehr hohe Fallzahlen erreicht werden können".

Laut Brockmann brauche die Regierung einen Omikron-Notfallplan

Kommt Deutschland also um einen weiteren Lockdown nicht drumherum?
"Wir sollten vom Worst Case ausgehen.", sagt Epidemiologe Brockmann.
Es brauche daher einen Notfallplan von der Regierung.
"Was passiert, wenn Omikron bis Januar dominant wird? Was, wenn täglich 3.000 Leute hospitalisiert werden müssen?"
Die Regierung müsse antizipatorisch und nicht reaktiv handeln, ist der Experte überzeugt.

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