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Frühstücksfernsehen

100.000 Neuinfektionen: Virologe Klaus Stöhr trotzdem nicht besorgt

19.01.2022 • 12:01

Zum ersten Mal knackte Deutschland bei den Neuinfektionen die 100.000er-Marke. Für Epidemiologe Klaus Stöhr ist das jedoch kein Grund zur Sorge – zumindest nicht, wenn man "normale" Pandemiebekämpfung betreibt.

100.000 Neuinfektionen: Virologe Klaus Stöhr trotzdem nicht besorgt

Am 19. Januar meldete das Robert Koch-Institut über 112.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit knackte Deutschland zum ersten Mal 100.000er-Marke – für Klaus Stöhr stellt das jedoch keinen Grund zur Sorge dar. Im interview mit RTL erklärt der Epidemiologe: "Wenn ich normale Pandemiebekämpfung mache, dann möchte ich, dass die Intensivstationen, Krankenhäuser und Friedhöfe leer sind."

Infektionszahlen haben als Pandemie-Parameter ausgedient

Demnach seien lediglich die Hospitalisierungsrate und die Intensivbettenbelegung die entscheidenden Parameter zur Bewertung der Pandemielage.
Die Hospitalisierungsrate in Deutschland ist zuletzt sogar drastisch gesunken: Nach einem Spitzenwert von 12,9 Ende November auf mittlerweile nur noch 3,34.

Karl Lauterbach warnt: Hospitalisierung wird bald steigen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach betonte zuletzt jedoch, dass das nur eine Momentaufnahme darstellt. Wie der SPD-Politiker laut Teilnehmerkreisen in einer Konferenz des Gesundheitsministeriums vorrechnete, dürfte Deutschland aufgrund der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante Mitte Februar mit dem Höhepunkt der aktuellen Welle rechnen. Dies sollte sich laut Lauterbach spätestens im März dann an der Krankenhausbelastung bemerkbar machen.

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