Die US-Wahl 2020

Die Präsidentschaftswahlen in den USA sind eines der wichtigsten politischen Ereignisse weltweit. Auch dieses Jahr am 3. November richten sich viele Augen auf die Vereinigten Staaten von Amerika, wenn der neue Präsident gewählt wird. Dann entscheidet sich, ob Donald Trump eine zweite Amtszeit antreten darf oder ob sein Kontrahent Joe Biden erstmals das Amt übernimmt.

Inhaltsverzeichnis

Die aktuelle Situation
So funktioniert die Wahl 
Überblick über die US-Parteien
Der Vorwahlkampf 
Die Vorauswahl zusammengefasst
Die Swing States
Wahlkampf und TV-Duelle
Prognosen, Quoten und Ergebnisse
Stimmzettel und Briefwahl
Parteitage 
Spenden & Finanzierung
Geschichte: Übersicht über Vorjahre
Wahl des Vizepräsidenten
Wahlen in den USA vs. Deutschland

Die aktuelle Situation der Präsidentschaftswahl 2020

Donald Trump gegen Joe Biden

Donald Trump und Joe Biden vertreten die beiden größten Parteien in den USA. Deswegen wird besonders der Wahlkampf dieser beiden Kandidaten am genauesten beobachtet. Denn durch das Wahlsystem der Vereinigten Staaten von Amerika haben auch nur diese beiden wirklich die Chance, der nächste Präsident zu werden. Trump tritt für die Republikaner an, Biden für die Demokraten.

In Umfragen zu den Wahlen liegt Biden bisher deutlich vorn. Aber das lässt keine sichere Prognose zu, wer sich am Wahltag den Sieg holt. Denn vor der letzten Präsidentschaftswahl lag Donald Trump in den Umfragen ebenfalls lange zurück, wurde aber schließlich doch ins Amt gewählt.

Die Kandidaten: Wer steht zur Wahl?

Bei den Wahlen 2020 haben die US-Bürger verschiedene Kandidaten zur Auswahl. Doch nicht jeder Bürger kann sich in den USA einfach als Kandidat für die Wahlen aufstellen lassen.

Wie kann man in den USA Präsidentschafts-Kandidat werden?

Es gibt einige Voraussetzungen, die jeder Bewerber erfüllen muss. Diese sind:

  • Er oder sie muss mindestens 35 Jahre alt sein.
  • Er oder sie muss gebürtiger US-Amerikaner sein.
  • Er oder sie muss seinen/ihren Wohnsitz seit mindestens 14 Jahren in den USA haben.
  • Er oder sie muss das passive Wahlrecht besitzen. Das bedeutet, dass er/sie sein/ihr Wahlrecht nicht durch ein Amtsenthebungsverfahren oder eine Entmündigung verloren hat.
  • Auch darf er/sie kein(e) Strafgefangene(r) sein.

Die Kandidaten 2020 im Überblick

2020 stehen einige Kandidaten zur Wahl bereit, die eine größere Partei vertreten. Doch gewählt wird nicht nur der nächste Präsident der USA, sondern auch der neue Vizepräsident. Diese Personen wurden von den großen Parteien aufgestellt:

  • Donald Trump und Mike Pence (Republikaner)
  • Joe Biden und Kamala Harris (Demokraten)
  • Jo Jorgensen und Spike Cohen (Libertarian Party)
  • Howie Hawkins und Angela Walker (Green Party)

Donald Trump tritt für die Republikaner an

Donald John Trump wurde am 14. Juni 1946 in New York City geboren. Als Inhaber seines Konzerns "Trump Organization" verfügt er über ein Milliardenvermögen. Große Bekanntheit erlangte er durch seine Reality-Show "The Apprentice" (2004 – 2015). Seit 2009 ist er Mitglied der Republikanischen Partei. 2016 trat er zur Wahl an und wurde anschließend zum 45. Präsidenten der USA gewählt. Das Amt hat er seit Januar 2017 inne. Seit seinem Amtsantritt steht er regelmäßig wegen seines Führungsstils und zahlreichen Skandalen in der Kritik.

Joe Biden kandidiert für die Demokraten

Joseph Robinette "Joe" Biden, Jr. kam am 20. November 1942 in Scranton, Pennsylvania zur Welt. 1965 machte er an der University of Delaware seinen Abschluss in den Schwerpunkten Geschichte und Politikwissenschaft. Von 1973 bis 2009 war er US-Senator für den Staat Delaware. Anschließend war er bis 2017 Vize-Präsident an der Seite von Barack Obama. Dadurch konnte er schon große Sympathien unter den US-Bürgern einheimsen.

So funktioniert die Wahl in den USA

Die Wahlen funktionieren in den USA anders als hierzulande. Der Präsident wird nur indirekt gewählt und die Vorwahlen, Wahlmänner, Swing States und die Parteien wie die Demokraten und die Republikaner spielen eine wichtige Rolle. Wie genau die US-Wahlen ablaufen, kannst du hier einfach erklärt nachlesen.

Der Wahlkampf: Ein Spektakel für sich

In den Vereinigten Staaten wird der Wahlkampf viel größer und intensiver aufgezogen als beispielsweise in Deutschland. Plakate am Straßenrand und Werbespots im TV oder im Radio sind lange nicht genug. Die Präsidentschaftskandidaten in den USA treten gewöhnlich in großen Arenen auf.  Mit den inszenierten Wahlkampfreden klappern sie Städte ab und versuchen, neue Wähler für sich zu gewinnen."

Wahlmänner und das Electoral College

Bei der Präsidentschaftswahl entscheiden die Bürger nur indirekt, wer ins Weiße Haus einziehen wird. Die Bevölkerung wählt die sogenannten Wahlmänner, die das Electoral College bilden. Übersetzt heißt das Wahlmännerkollegium. Insgesamt umfasst es zurzeit 538 Wahlleute. Sie entscheiden mit ihren Stimmen, wer der neue Präsident wird.

Alle Bundesstaaten sowie die Hauptstadt Washington DC entsenden zwischen drei und 55 Wahlmänner oder Wahlfrauen. Wie viele Vertreter ein Staat hat, hängt von der Zahl der Bevölkerung ab. Kalifornien zum Beispiel hat eine große Zahl an Einwohnern und stellt somit ganze 55 Vertreter für das Electoral College. Anders sieht das etwa in Kansas aus. Dort werden nur sechs Wahlleute bestimmt. Insgesamt werden 538 Wahlleute in das Electoral College entsandt.

Der Gewinner kriegt alles

Die Zusammensetzung des Kollegiums geschieht dabei überwiegend nach dem "winner takes it all"-Prinzip. Das bedeutet, dass die Partei, die in einem Bundesstaat die meisten Stimmen erhält, alle Wahlleute dieses Bundesstaates bekommt. Dadurch geht ein gesamter Staat zum Beispiel an die Demokraten oder die Republikaner, auch wenn beispielsweise ein Drittel der Wähler für die jeweilige andere Partei gestimmt hat.

Mindestens 270 Stimmen für den nächsten Präsidenten

Wer der nächste Präsident der USA werden will, muss die Mehrheit der Wahlleute hinter sich vereinen. Wer in diesem Jahr mindestens 270 Stimmen für sich gewinnen kann, geht als Sieger aus der Wahl hervor.

Überblick über die US-Parteien

In den USA beherrschen vor allem zwei Parteien die politischen Schlagzeilen: Die Demokraten und die Republikaner. Diese sind die größten Parteien in den Vereinigten Staaten – nicht jedoch die einzigen.

Republikaner: Die rechtskonservative Partei in den USA

Die Republikanische Partei wird manchmal auch Grand Old Party (GOP) genannt und ist eine der beiden großen Parteien. Ihre Vertreter und Wähler gelten als konservativ und befinden sich rechts von der politischen Mitte.

Ausrichtung, Wähler und Präsidenten

Die Republikanische Partei legt großen Wert darauf, dass die Bundesstaaten möglichst eigenständig sind und nicht zu viel Macht an die US-Hauptstadt Washington D.C. abgeben. Sie befürworten Aufrüstung und denken in nationalen Maßstäben. Dem Klimawandel stehen sie skeptisch gegenüber. Ihr offizielles Wappentier ist der Elefant und die Parteifarbe ist rot.

Ihre Wähler stammen hauptsächlich aus dem ländlichen Raum und werden als religiös und konservativ eingestuft. Auch Wirtschaftsliberalisten gehören häufig zur Wählerschaft. Diese Personen sehen es kritisch, wenn die Regierung in die Wirtschaft oder den Markt eingreift. Der Markt soll möglichst eigenständig agieren und sich selbst gestalten können.

Die Republikaner sind:
  • Gegen Einschränkungen beim Waffenbesitz
  • Für die traditionelle Ehe
  • Gegen die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften
  • Gegen Abtreibung 
  • Gegen Einwanderung

Aus den Reihen der Republikaner wurden unter anderem Donald Trump, George W. Bush, Richard Nixon und Abraham Lincoln Präsident. Donald Trump tritt 2020 erneut für die Republikaner an.

Demokraten: Progressive Sozialpolitik und liberale Ausrichtung

Die Partei ist die Mitgliederstärkste Partei in den USA und befindet sich links der politischen Mitte. Sie ist progressiver eingestellt und fördert die Gleichstellung von Minderheiten. Zudem legt sie mehr Fokus auf soziale Politik, eine umfassendere Umweltpolitik sowie Reformen bei der Polizei. Ihr inoffizielles Wappentier ist der Esel und die Farbe ist blau.

Vor allem in den Staaten, die an der Ost- oder der Westküste liegen, finden sich viele Wähler der Demokratischen Partei. Auch Vertreter von Minderheiten, Schwarze und US-Amerikaner mit hispanischen Wurzeln, wählen häufig die Demokraten.

Die Demokraten sind:
  • Für eine umfassende Krankenversicherung
  • Für die Gleichberechtigung verschiedener Bevölkerungsgruppen
  • Für Umweltschutz
  • Für soziale Unterstützung von Bedürftigen
  • Für einen starken Staat

Bekannte Präsidenten, die zu den Demokraten zählen, sind Barack Obama, Jimmy Carter, Bill Clinton und John F. Kennedy. Joe Biden wurde von der Demokratischen Partei als Kandidat für die Wahlen 2020 aufgestellt.

Libertarian Party: Der Staat steht im Hintergrund

Die Libertarian Party (übersetzt: Libertäre Partei) zählt in den USA zu den kleineren Parteien.

Im Fokus ihres Parteienprogramms steht die Selbstverantwortung und Eigenständigkeit der Bürger und der Wirtschaft. Der Staat soll der Partei zufolge in den Hintergrund treten und nur bedingt Macht ausüben können. Auch die Polizei, das Militär und die Justiz sollen eingeschränkt werden.

Die Libertarian Party steht für:
  • Das Recht auf Waffenbesitz
  • Freie Marktwirtschaft
  • Freie Migration
  • Die Legalisierung von Drogen
  • Die Abschaffung des staatlichen Wohlfahrtssystems und des Sozialstaats

Bekannte Mitglieder der Libertarian Party sind Kurt Russel, Vince Vaughn, L. Neil Smith, Trey Parker, Greg Raymer und Joe Exotic. Als Kandidatin tritt 2020 Joe Jorgensen zu den Präsidentschaftswahlen an.

Green Party: Die Grüne Partei in den USA

Die Green Party ist eine weitere Drittpartei in den USA. Vertreter handeln vor allem nach dem Grundsatz, dass Bürger mehr Verantwortung nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihr Handeln in Bezug auf die Zukunft und andere übernehmen sollen. Sie hat zehn Grundprinzipien, denen sie folgt:

  1. Basisdemokratie
  2. Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit
  3. Ökologische Weitsicht
  4. Gewaltlosigkeit
  5. Dezentralisation
  6. Wirtschaftliche Gerechtigkeit
  7. Feminismus und Geschlechtergerechtigkeit
  8. Respekt vor der Vielfalt
  9. Persönliche und globale Verantwortlichkeit
  10. Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit

Vor allem an der Westküste, aber auch im Nordosten findet die Green Party ihre Unterstützer. Bei den Wahlen 2020 vertritt Howie Hawkins die Partei.

Parteilos: Ohne Partei als Kandidat zu den Wahlen

Theoretisch ist es auch möglich, bei den US-Wahlen ohne Partei für das Amt des Präsidenten anzutreten. So ließ sich zum Beispiel der Rapper Kanye West für die Wahl 2020 aufstellen. Dass ein Kandidat unabhängig von einer Partei antritt, kommt zwar nicht selten vor, die Erfolgsaussichten sind aber gering.

Der Vorwahlkampf entscheidet über die Präsidentschaftskandidaten

Bei den Vorwahlen wird entschieden, welche Kandidaten zur US-Präsidentschaftswahl antreten dürfen. Für gewöhnlich finden sie zwischen Januar und Juni statt. Damit ein Bewerber auch als Kandidat aufgestellt wird, muss er genug Delegiertenstimmen seiner Partei für sich gewinnen. Wie sich die Vorwahlen gestalten, wird von der jeweiligen Partei bestimmt.

In manchen Staaten werden öffentliche Vorwahlen (Primary) abgehalten. In anderen Staaten gibt es Wahlversammlungen (Caucus) und in anderen Gebieten werden beide Verfahren kombiniert.

Die beiden großen Parteien stellen ihre Kandidaten auf ihren jeweiligen Nominierungsparteitagen auf. Jeder Bundesstaat entsendet dorthin seine Delegierten. Wie viele das sind, hängt von der Zahl der Bevölkerung in einem Bundesstaat ab. Der Bewerber, der am Ende die meisten Delegiertenstimmen hat, wird dann von der Partei als Kandidat aufgestellt.

Die Vorauswahl 2020 zusammengefasst

2020 fand der Vorwahlkampf vom 3. Februar bis zum 6. Juni statt. Bei den Demokraten traten mehrere vielversprechende Bewerber an. Vor allem Joe Biden und Bernie Sanders lieferten sich einen harten Kampf. Am Ende stieg Bernie Sanders jedoch aus dem Rennen aus und Joe Biden setzte sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten durch.

Anders sah es bei den Republikanern aus. Donald Trump ließ sich erneut aufstellen und traf innerhalb seiner Partei nur auf wenig Gegenwind. Ohne nennenswerte Konkurrenz sicherte er sich den Kandidatenstatus in der Republikanischen Partei und tritt so im November 2020 für eine mögliche zweite Amtszeit als US-Präsident an.

Demokraten vs. Republikaner: So wählen die Staaten

Es gibt in einigen Staaten der USA bereits gewisse Tendenzen. So sind beispielsweise viele Staaten an der Ostküste wie New York sowie Kalifornien relativ sichere Demokraten-Hochburgen. Anders sieht es da im mittleren Westen und in südlichen Staaten aus. In Bundesstaten wie Alabama oder Kansas tendieren viele Wähler dazu, die Republikaner zu unterstützen.

Die Swing States sorgen für Spannung

In den genannten Staaten steht das Ergebnis meist schon ziemlich sicher fest. Deswegen lohnt es sich für die Kandidaten, ihren Wahlkampf auf Staaten zu konzentrieren, in denen die Wahl noch komplett offen zu sein scheint: die Swing States. Diese sind: New Hampshire, Pennsylvania, North Carolina, Georgia, Florida, Ohio, Michigan, Wisconsin, Iowa, Texas, Arizona und Nevada.

Die US-Wahl entscheidet sich also in den Swing States – wer hier die meisten Stimmen bekommt, kann so die entscheidenden Wahlmänner für den Einzug ins Weiße Haus hinter sich bringen.

Wahlkampf und TV-Duelle

Im US-Wahlkampf 2020 setzen US-Präsident Donald Trump und sein Herausforderer Joe Biden vor allem auf Social Media. Gerade der Republikaner Trump gibt viel Geld für Werbung bei Facebook aus. Die zweite wichtige Säule im Wahlkampf sind Fernseh-Werbespots.

Traditionell reisen beide Kandidaten viel durch die USA und versuchen, mit inszenierten Auftritten, Wähler für sich zu gewinnen. Wahlkampfteams beider Parteien ziehen in besonders umkämpften Bundesstaaten von Haus zu Haus, oft verteilen sie auch Werbeschilder für die Vorgärten.

Eine besondere Bedeutung im US-Wahlkampf haben die TV-Duelle zwischen beiden Präsidentschaftskandidaten. Dreimal stehen sich US-Präsident Donald Trump und sein Konkurrent Joe Biden gegenüber. Moderiert wird jedes TV-Duell von einem anderen Moderator.

Die Debatte ist in sechs Themenbereiche unterteilt, für die jeweils 15 Minuten vorgesehen sind. Beide Kandidaten sollen zunächst ihre Position erläutern und anschließend in eine Diskussion gehen. Beim ersten Duell allerdings unterbrachen sich beide gegenseitig und ignorierten teilweise sogar die Bitten des Moderators, sich gegenseitig ausreden zu lassen.

Prognosen, Quoten und Ergebnisse

In den Umfragen vor der Wahl liegt Herausforderer Joe Biden konstant einige Prozentpunkte vor US-Präsident Donald Trump. Allerdings lag auch 2016 die Demokratin Hillary Clinton vor Trump – doch am Ende gewann der Republikaner die Wahl. Entsprechend vorsichtig sind in diesem Wahlkampf alle Prognose-Institute.

Am Wahltag selbst (für Europäer die Wahlnacht) kommen die Ergebnisse der ersten Staaten erst nach Mitternacht. Durch die Zeitverschiebung in den USA dauert es mehrere Stunden, bis aus allen Bundesstaaten von Ost bis West Ergebnisse bekannt sind. Durch die Corona-Pandemie und der in diesem Jahr erwarteten hohen Zahl an Briefwählern könnte es Tage, sogar Wochen dauern, bis die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten feststehen.

Stimmzettel und Briefwahl

Um die Wähler trotz Corona-Pandemie zur Stimmabgabe zu bewegen, setzen vor allem die Demokraten auf die Briefwahl. US-Präsident Donald Trump dagegen zieht die Briefwahl in Zweifel. Er behauptet, damit sei ein Betrug bei der Wahl möglich. Beweise konnte er für seine Theorie keine vorlegen. Klar ist, dass noch nie so viele Menschen wie in diesem Jahr in den USA per Brief wählen werden. Für die Post in den USA bedeutet das eine enorme Herausforderung.

Parteitage von Demokraten und Republikanern

Demokraten und Republikaner wählen ihren Präsidentschaftskandidaten mehrere Monate vor der US-Wahl. In den Vorwahlen haben sich die Anhänger beider Parteien jeweils für einen Kandidaten entschieden, auf den Nominierungsparteitagen wird dieser von den Delegierten gewählt. Diese Kür wird sehr genau inszeniert und dient als große Show-Veranstaltung für den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten.

Spenden & Finanzierung

Im Vorfeld der US-Wahl 2020 geht es vor allem um eines: Geld. Wahlkampf kostet viel, vor allem der Präsidentschaftswahlkampf in den USA. 2016 gaben Hillary Clinton und Donald Trump zusammen mehrere Milliarden US-Dollar aus. In diesem Jahr wird die Summe vermutlich noch übertroffen. Durch Spenden haben Trump und Biden bereits jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar bekommen. Unternehmen, Privatpersonen und Organisationen unterstützen die demokratische und die republikanische Kampagne.

Geschichte: Übersicht über Vorjahre

Wer waren die gewählten Präsidenten sowie die Kandidaten der Vorjahre?

Vor der Wahl von US-Präsident Donald Trump und seinem Vizepräsidenten Mike Pence regierten acht Jahre lang der Demokrat Barack Obama und sein Vize Joe Biden die USA. 2008 setzte sich Obama gegen den Republikaner John McCain durch, 2012 gegen den Republikaner Mitt Romney.

Wahl des Vizepräsidenten

Präsident und Vizepräsident treten im Wahlkampf stets als Team an. Je nachdem, welcher Präsidentschaftskandidat die meisten Wahlmänner bei der US-Wahl am 3. November 2020 auf sich zieht, steht damit dann auch der Vizepräsident fest.

Wahlen in den USA vs. Deutschland: Das ist der Unterschied

Die Präsidentschaftswahlen in den USA unterscheiden sich deutlich von den Bundestagswahlen in Deutschland. In den USA wird per Mehrheitswahlrecht gewählt. Wer in einem Bundesstaat die meisten Stimmen ergattert, bekommt in der Regel auch alle Wahlmänner dieses Bundesstaates. Am Ende wird der Kandidat US-Präsident, der die meisten Wahlmänner auf seiner Seite hat.

In Deutschland hingegen wird nach dem Verhältniswahlrecht gewählt. Die beiden Stimmen jedes Bürgers entscheiden darüber, welche Abgeordneten direkt in den Bundestag einziehen und wie viele Sitze eine Partei im Bundestag bekommt. Die Partei mit den meisten Stimmen stellt in der Regel dann auch den Bundeskanzler.