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Meeresbewohner und Insekten am stärksten betroffen 

Eine neu veröffentlichte Meta-Studie des französischen Biostatistikers Jonathan Lenoir lässt aufhorchen. Immer mehr tierische Meeres- und Landbewohner wandern weg von ihrem natürlichen Lebensraum hin zu den Polen. In Richtung von Nord- und Südpol suchen sie kühlere Temperaturen.  

Für die Studie untersuchten Lenoir und sein Team die Habitatsveränderungen von rund 30.000 Tieren. Die traurige Erkenntnis: Verschiedenste Insektenarten haben ihren Lebensraum schon um durchschnittlich 18,5 Kilometer in Richtung der Pole bewegt. Damit sind Insekten die Lebewesen, die auf den Klimawandel am deutlichsten reagieren.  

Besonders stark wirkt sich der Klimawandel neben Insekten auch auf Fische und andere Meereslebewesen aus. Kein Wunder, schließlich leitet Wasser die Wärme viel schneller als die Luft. Im Vergleich zu den Insekten fällt die Wanderung mit sechs Kilometern aber deutlich geringer aus. 

Die Tierwelt passt sich an 

Eine solche Massenflucht an die Pole ist nicht für alle Tiere die optimale Lösung. Der Platz ist begrenzt und häufig finden sich weiter südlich oder nördlich ganz andere Lebensbedingungen als das Tier ursprünglich gewohnt ist.  

Aus diesem Grund finden die tierischen Land- und Meeresbewohner laut futurezone.at neue Strategien, um ihrer Art dauerhaft das Überleben zu sichern. Sie ziehen beispielsweise in die Berge um oder verlegen ihren Lebensraum in tiefere Gewässer. Das kann unfassbare Folgen auf das Ökosystem der Erde haben. Wie sich die Flucht der Tiere wirklich auf die Erde auswirkt, werden die nächsten Jahre zeigen. 

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