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Klee im Rasen ist bei Gartenbesitzern nicht sonderlich beliebt. Es kann zu Schäden im Rasen kommen. Außerdem ziehen die Blüten des Klees auch Wespen, Bienen und Hummeln an. Wer barfuß über den Rasen läuft, kann von den Insekten leichter gestochen werden. Vor allem, wenn man Kinder hat, die gerne im Garten spielen, möchte man das vermeiden. Die gute Nachricht: Handelt es sich um Weißklee, was meistens der Fall ist, lässt er sich einfach entfernen.

Clip: Der perfekte Rasen

Um sich vor wucherndem Klee zu schützen, ist Vorsorge die beste Möglichkeit. Ist der Rasen gesund, hat es der Klee eindeutig schwerer. Dafür sind eine ausreichende Bewässerung und eine Nährstoffzufuhr sehr wichtig. Hier die besten Tipps und Tricks, wie man Klee im Rasen mit einfachen Hausmitteln bekämpft.

Klee im Rasen: Das ist die Ursache

Wuchert der Klee im Rasen, fehlen den Graswurzeln meistens bestimmte Nährstoffe. Besonders häufig ist Stickstoffmangel die Ursache. Während der Rasen wegen der fehlenden Nährstoffe geschwächt wird, macht das dem Klee nur wenig aus. Schließlich nimmt das Unkraut überhand. Ein weiterer Grund könnte Trockenheit sein. Wenn es im Sommer längere Zeit nicht regnet und es dem Rasen an Bewässerung fehlt, schwächelt der Rasen und wird schnell braun. Dem Klee macht Trockenheit im Gegensatz dazu wenig aus, denn er vermehrt sich selbst unter harten Bedingungen.

Klee im Rasen loswerden mit heißem Wasser

Ein einfacher Trick, um Klee im Rasen zu bekämpfen, ist heißes Wasser. Wird kochendes Wasser auf dem Klee im Rasen verteilt, gerinnt durch die Hitze das Eiweiß in den Pflanzenzellen und der Klee stirbt ab. Allerdings wird bei dieser Lösung auch das gesunde Gras, das um den Klee wächst, mit abgetötet. Um kahlen Stellen im Gras zu vermeiden, am Besten schnellwachsende Grassamen nachsähen.

Klee im Rasen loswerden mit Kaffee

Kaffeesatz ist ein natürlichen Dünger mit einem hohen Stickstoffgehalt, der das Wachstum von Pflanzen ankurbelt. In Sachen Kleebekämpfung kann Kaffeesatz deswegen auch kontraproduktiv sein. Doch einige Kleesorten wie Hornklee, Weißklee, Purpur-Klee und Gelber Steinklee können mit Kaffeesatz prima vernichten werden. Dafür wird der Kaffeesatz gleichmäßig über die betreffende Rasenfläche verteilt. Anschließend den Boden bewässern, damit die Nährstoffe besser und schneller aufgenommen werden.

Klee im Rasen loswerden mit Salz und Essig

Werden Salz und Essig auf den Kleenestern verteilt, verändert sich der pH-Wert des Bodens und der Klee im Rasen stirbt ab. Doch Vorsicht: Dabei wird nicht nur das Klee vernichtet, sondern auch andere Pflanzen und kleine Insekten. Außerdem kann es eine Weile dauern, bis der pH-Wert des Bodens wieder vollständig hergestellt ist. Dort können sich kahle Stellen im Rasen bilden, die repariert werden müssen.

Klee im Rasen loswerden mit natürlichem Düngen

Damit der Rasen gesund wächst und widerstandskräftig gegen Klee ist, braucht er genügend Nährstoffe. Hornspäne enthalten viel Stickstoff, aber kein Phosphat, was den Kleewuchs wieder fördern würde. Alternativ ist auch Brennnesseljauche sehr stickstoffhaltig und kann einen Mangel ausgleichen, damit der Rasen wieder kräftig sprießen kann.

Klee im Rasen loswerden: Klee an der Wurzel packen

Hat sich der Klee nur stellenweise auf der Grünfläche im Garten ausgebreitet, lässt er sich auf diesen Flächen am besten einfach ausstechen. Hierfür eignet sich ein Unkrautausstecher oder ein Spaten. Wichtig ist dabei, dass die Kleewurzel entfernt wird. Wird nur das Unkraut aus dem Rasen gezogen, wird die unliebsame Pflanze schnell wieder nachwachsen. Anschließend die kahlen Stellen im Rasen mit Erde füllen und neuen Rasen nachsähen.

Klee im Rasen loswerden: Rasen vertikutieren

Hat sich der Klee bereits über größere Flächen im Rasen ausgebreitet, hilft das Vertikutieren. Dabei zerstören die Messer eines Vertikutierers den Klee, während der Rasen gleichzeitig gelüftet wird. Anschließend können Luft, Wasser und Nährstoffe wieder besser an die Graswurzeln gelangen, was den Rasen widerstandsfähiger und dichter macht.

Klee im Rasen loswerden: Abdeckung mit Folie

Die Glücksbringer können in totaler Dunkelheit nicht überleben. Deshalb wäre die Abdeckung des Rasens mit einer dunklen Plastikfolieeine weitere Möglichkeit, den Klee zu beseitigen. Besonders Weißklee stirbt nach etwa zwei bis drei Monaten ohne Sonnenlicht ab. Für einen gesunden Rasen sollte das aber kein Problem sein. Eine anschließende Dünnung des Rasens wäre aber auf jeden Fall wichtig.

Wenn gar nichts gegen den Klee hilft: Pflanzenschutzmittel

Nicht ganz umweltfreundlich, dafür aber sehr effektiv: Unkrautvernichter hilft hartnäckigen Klee im Garten loszuwerden. Das chemische Gemisch zerstört zwar den Klee, allerdings werde die umliegenden Pflanzen und Insekten ebenfalls in Mittleidenschaft gezogen. Hinzu kommt, dass ein Unkrautvernichter nur eine kurzfristige Lösung ist, bei der die Ursache nicht bekämpft wird.

Klee im Rasen: Tipps um Kleewuchs vorzubeugen

  • Wird die Rasenfläche zu oft gemäht, hat es der Klee leichter, sich übermäßig im Rasen auszubreiten. Durch das Mähen bekommt das Unkraut nämlich viel Licht und wächst umso schneller. Außerdem sollte der Rasen nicht zu kurz gemäht werden. 4,5 bis 5 Zentimeter sind die optimale Schnitthöhe.
  • Damit der Rasen gesund und kräftig wachsen kann, sollte er ausreichend bewässert, regelmäßig gedüngt und mindestens einmal im Jahr vertikutiert werden.
  • Die meisten Kleearten gedeihen auf stickstoffarmen Lehmböden besonders gut. Um es dem Klee von vornherein schwerer zu machen, am besten einmal jährlich eine Bodenprobe durchführen. Der ideale Gartenboden setzt sich aus Sand, Lehm, Ton und Humus zusammen.
  • Hochwertige Rasensamen wachsen bei richtiger Pflege zu einer dichten Grasfläche. Klee, Moos und Unkraut haben bei einem gesunden Rasen kaum keine Chance.