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Urlaub mit Hund – 7 Tipps für perfekte Reisen, Kurzurlaube & Co. mit Vierbeiner

Hunde sind die besten Freunde des Menschen. Immer an unserer Seite, begleiten sie uns durch dick und dünn und bereichern unseren Tag immer wieder aufs Neue mit liebevollen Blicken, ausgelassenen Spielen und entspannenden Kuscheleinheiten. Daher ist es nicht überraschend, wenn viele ihren geliebten Vierbeiner auch mit in den Urlaub nehmen möchten.

Damit die schönste Zeit des Jahres sowohl für dich, als auch für dein Haustier zu einer wohlverdienten Auszeit wird, sollten einige Tipps beachtet und Vorbereitungen getroffen werden. Von der Auswahl des idealen Reiseziels über die Buchung einer hundefreundlichen Unterkunft bis hin zum geeigneten Transport sowie geltenden Einreisebestimmungen müssen viele Dinge berücksichtigt werden. Ob der Familienurlaub mit Kind und Hund oder der spontane Kurzurlaub – wir möchten dich bei der Planung unterstützen und haben 7 Tipps für den perfekten Urlaub mit Hund zusammengestellt.

Im Clip: 4 Tipps für Reisen mit Vierbeinern

2. Wo geht die Reise hin? Die besten Reiseziele mit Hund

Der Wunsch nach einem Urlaub drängt? Du brauchst einen Tapetenwechsel und das am besten mit Ihrem vierbeinigen Freund? Dann steht für dich als erstes die Wahl eines geeigneten Reisezieles an. Dabei erstrecken sich die Möglichkeiten von entspannten Strandspaziergängen an der Nordsee oder Ostsee über spannende Abenteuer in den Bergen bis hin zu erholsamen Tagen an den Ufern deutscher Seen. Doch auch Reisen ins Ausland sind mit der richtigen Planung möglich.

Bei der Auswahl des richtigen Reiseortes solltest du aber nicht nur auf deine eigenen Wünsche achten. Auch die Bedürfnisse und Vorlieben deines Hundes spielen eine große Rolle bei der Entscheidung. Vor allem das Klima sollte für deine sensible Fellnase verträglich sein. Besonders große Hitze kann deinem Tier stark zusetzen, denn Hunde können nicht wie Menschen schwitzen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur einzig und allein über ihr Hecheln und leiden schnell unter hohen Temperaturen.

Auch die Möglichkeiten an Aktivitäten spielt eine Rolle bei der Auswahl des geeigneten Reisezieles. Im Regelfall sollte ein Urlaub mehr für deinen Hund beinhalten, als das faule herumliegen in der Sonne. Ausreichend Auslauf, Zeit zum Spielen und ruhige Rückzugsorte sind wichtige Voraussetzungen für eine Reise mit Hund.

Tipp: Wer nicht genau über die Reisetauglichkeit seines Vierbeiners Bescheid weiß, kann diese beispielsweise bei Wochenendausflügen & Co. testen.

Urlaub mit Hund an der Ostsee & Nordsee

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© imago/Jochen Tack

Für dich und dein vierbeiniges Familienmitglied soll es ans Meer gehen? In Deutschland bieten dir gleich zwei Meere idyllische Urlaubstage pur. Von Flensburg bis zur Insel Usedom besticht die Ostsee mit hundefreundlichen Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Das Wattenmeer hingegen, lockt jedes Jahr unzählige Urlauber an die Nordsee. Die Urlaubsdomizile in Ostfriesland, dem Jadebusen und in Nordfriesland bieten dabei Auswahl pur. Doch welches Meer ist nun das richtige für dich und deinen Hund?

Die Ostsee gilt als einer der beliebtesten und vierbeinerfreundlichsten Urlaubsorte in Deutschland. Neben zahlreichen Ferienhäusern und Ferienwohnungen für dich und deinen Hund, versprechen rund 100 Hundestrände an der 2.246 Kilometer langen deutschen Ostseeküste angenehme Stunden. Grund genug für viele Hundehalter, die Füße und Pfoten in den Sand zu stecken und ausgedehnte Strandspaziergänge sowie ein Bad im kühlen Nass zu starten. Dass die Ostsee schon auf dich und deinen Vierbeiner wartet, zeigen auch die vielen Aktionen für Herrchen, Frauchen und ihre Hunde, großartige Freilaufgebiete und hundefreundliche Restaurants in der gesamten Küstenregion.

Tipp: Wer mit seinem Hund Urlaub an der Ostsee machen möchte, sollte den ersten Hundewald bei Rövershagen in Mecklenburg-Vorpommern besuchen. Die ca. 8 Hektar eingezäunte Fläche der Rostocker Heide besteht neben der großen Waldfläche aus zwei Hektar Wiesenfläche, einem kilometerlangen Rundweg, Wasserlöchern, Unterständen und Banken.

Ganz andere Möglichkeiten bietet dagegen ein Urlaub an der Nordsee für dich und deinen Hund. Besonders das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer ist ein regelrechter Besuchermagnet und hält auch für deinen Vierbeiner einiges an Spaß bereit. Alle sechs Stunden verändert sich die Spielfläche für deinen Hund. Erst gibt es erfrischendes Meerwasser zum Spielen und Planschen, dann ein mineralreiches Watt zum ausgelassenen Wälzen und Toben.

Wer sich lieber hinter den Deichen der Nordseeküste aufhält, kann die großen Wälder und die nicht enden wollenden Wanderwege an Feldern und Wiesen für entspannende Spaziergänge nutzen. Zudem stehen auch an der Nordsee unzählige Ferienwohnungen und Ferienhäuser für einzelne Personen oder ganze Familien mit Hund zur Verfügung.

Tipp: Im Nationalpark Wattenmeer sowie auf den Deichen müssen Hunde häufig an der kurzen Leine gehalten werden. Dies dient dem Schutz der Vogelwelt sowie den Schafen, die die Nordseeküste erst zu einem so einzigartigen Reiseziel machen.

Urlaub in den Bergen mit Hund

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Wer seinen Familienurlaub, Kurzurlaub & Co. in den Bergen verbringen möchte, muss seinen vierbeinigen Liebling nicht zwangsläufig zuhause lassen. Wie wäre es also beispielsweise mit den Alpen in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Doch wer die Gebirge mit seinem geliebten Vierbeiner gemeinsam bereisen möchte, muss auf einiges achten. Besonders höher gelegene Regionen sollten in den Bergen nur mit fitten Hunden bestiegen werden. Vierbeiner mit Gelenkbeschwerden und alters- oder krankheitsbedingter Schwäche sollten überwiegend in flachen Gebieten bleiben. Zudem gilt: Je kürzer die Beine deiner Fellnase, desto kürzer sollte die Strecke ausfallen, um deinen Freund nicht zu überlasten.

Zudem kann die Unterkunft in den Bergen eine Rolle spielen. Während es mittlerweile viele Ferienwohnungen und Ferienhäuser gibt, die hundefreundlich ausgerichtet sind, ist das Angebot an Berghütten, die deinen Vierbeiner aufnehmen würden, eher gering. Dies liegt vor allem an den großen Schlafsälen, die das Mitführen eines Haustieres erschweren. Die Ausnahme bieten hier private Berghütten. Hier könntest du einen geeigneten Schlafplatz für deinen vierbeinigen Freund finden.

Tipp: Vor allem in höher gelegenen Regionen der Berge triffst du von Zeit zu Zeit immer wieder auf Wild. Damit alle beteiligten Tiere geschützt werden können, müssen Hunde in gefährdeten Bereichen unbedingt an der Leine geführt werden.

Mit dem Hund zu den Seen Deutschlands

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Ob Bodensee, Chiemsee oder Ammersee - Deutschland bietet mit seinen traumhaft schönen Seen ausgezeichnete Möglichkeiten für den Urlaub von Wasserliebhabern. Damit auch dein geliebter Vierbeiner das kühle Nass genießen kann, ermöglichen zahlreiche Hundestrände und vierbeinerfreundliche Ferienhäuser und Ferienwohnungen in ganz Deutschland einen Seenurlaub mit Hund. Spaziergänge an den Uferpromenaden, das Toben im kühlen Nass oder das Entspannen inmitten der Natur locken jedes Jahr unzählige Urlauber an die Seen des Landes. So ist es kein Wunder, dass die Unterkünfte ebenso schnell vergriffen sind wie an den Meeren selbst. Frühes Buchen ist also auch hier ein Muss.

Tipp: Wer sich bei kleineren Seen unsicher über die Bestimmungen bezüglich der Mitnahme von Hunden ist, kann sich vorab informieren. Viele Bundesländer stellen Listen mit Badegewässern und Hundestränden online zur Verfügung.

 

Die Reise ins Ausland mit Hund

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Ein besonders heikles Thema ist der Urlaub mit Hund im Ausland. Verschiedenste Gesetzgebungen limitieren deine Möglichkeiten je nach Urlaubsland und bedürfen einer genaueren Planung. Hinzu kommt die Veränderung des Klimas, die deinem vierbeinigen Familienmitglied ganz schön zusetzen kann.

Vor allem auf die Reise in sehr heiße Gebiete sollte unbedingt verzichtet werden, um deinem Tier große Stresssituationen zu ersparen. Sonst kann es sogar lebensgefährlich werden. Ein weiterer Aspekt ist die Dauer der Anreise. Lange Fahrten oder Flüge bedeuten ebenfalls enormen Stress für deinen Hund und sollten so selten wie möglich stattfinden. Zudem solltest du während langen Reisen auf eine angemessene Versorgung deiner Fellnase achten. Steht regelmäßig Wasser bereit? Hat dein Freund die Möglichkeit zu fressen, wenn er Hunger hat? Ist ein Rückzugsort gegeben?

Tipp: Wer eine lange Anreise vor sich hat, sollte seinen Hund langsam an die Strapazen gewöhnen. Kleinere Autofahrten oder Ausflüge können Hundebesitzer und Hund gleichermaßen auf die Ausnahmesituation vorbereiten.

Beliebte Regionen & Reiseziele für den Urlaub mit Hund in Deutschland

  • Wasserspaß in der Mecklenburgische Seenplatte
  • Natur pur im Schwarzwald
  • Sommer, Sonne, Strand an der Ostsee mit Hund
  • Ab ins Wattenmeer: Mit dem Hund an die Nordsee
  • Der Harz – Das Gebirge für jeden Hund
  • Entspannte Spaziergänge im Westerwald
  • Traumhafte Aussichten an Mosel, Rhein & Elbe
  • Mehr als nur Stöckchen holen im Bayerischen Wald 

1. Ferienhaus, Ferienwohnung oder Hotel – Unterkünfte mit Hund

Ist das ideale Reiseziel gewählt, geht es an die Auswahl der geeigneten Unterkunft. Doch welche Übernachtungsmöglichkeit ist dabei die richtige für Herrchen, Frauchen und Hund? Wichtig zu wissen ist: Nicht alle Vermieter dulden die Mitnahme von Haustieren in ihre vier Wände.

Doch glücklicherweise gibt es ebenso viele Unterkünfte, in denen dein Vierbeiner sogar gern gesehen ist. Von einem großen Ferienhaus mit weitläufigem Garten über Ferienwohnungen inmitten von Urlaubsgebieten bis hin zu hundefreundlichen Hotels ist für deinen Traumurlaub mit Hund alles möglich.

Ferienhäuser & Ferienwohnungen mit Hund

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© imago images/Georg Ulrich Dostmann

Wer sich für Ferienhäuser oder Ferienwohnungen interessiert, sollte zuerst einmal abklären, ob das jeweilige Objekt das Mitführen von Tieren erlaubt. Ist dies gegeben, gibt es noch weitere Eigenschaften, die eine geeignete Unterkunft für dich und deinen Hund erfüllen sollte. So bieten sich für Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Erdgeschoss vor allem eingezäunte Gärten als Auslaufgelände an. Dein Hund ist so vor Autos, Fahrrädern und weiteren Verkehrsteilnehmern sicher und andersherum.

Auch bei hundefreundlichen Ferienwohnungen in höher gelegenen Stockwerken kann ein eingezäuntes Grundstück zur gemeinsamen Nutzung hilfreich sein. Ist dies nicht der Fall, sollte auf nahe gelegene Wiesen, Parks oder Hundestrände geachtet werden, um den Auslauf deines Vierbeiners zu gewährleisten.

Tipp: Auch wenn dein vierbeiniger Freund herzlich willkommen ist, verlangen viele Vermieter einen Aufpreis bei Mitnahme eines Tieres. Ob dies ein pauschaler Betrag ist oder sich nach der Anzahl deiner Hunde richtet, ist jedem individuell überlassen und sollte vor der Buchung nachgefragt werden.

Hundefreundliche Hotels

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© imago images/PongMoji

Du möchtest auch im Urlaub mit Hund nicht auf ein gewisses Maß an Luxus verzichten? Ferien in einem Ferienhaus ist nichts für dich? Dann hast du Glück, denn viele Hotels bieten mittlerweile eine bestimmte Anzahl an "Hundezimmern" an. Hier kannst du deinen tierischen Freund sorgenfrei mit in die Hotelanlage nehmen.

Jedoch solltest du dich vor der Buchung über einige Dinge informieren. Frage beispielsweise nach, wie viele Vierbeiner dich begleiten dürfen und ob Tiere im Speisesaal erwünscht sind. In einigen Hotels dürfen Hunde zudem nicht alleine auf dem Zimmer gelassen werden. Die Hausregeln sind also noch wichtiger als bei einem Hotelurlaub ohne Hund und sollten gründlich gelesen werden.

Tipp: Ob Kurzurlaub oder Familienurlaub - Jeder Gast im Hotel möchte sich wohlfühlen und eine Pause von dem sonst so stressigen Alltag nehmen. Achte also darauf, dass du Rücksicht auf andere Gäste nimmst.

 

Camping mit Hund

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© imago images/Westend61

Große Campingplätze, viel Natur und den Strand häufig direkt vor der Nase – Camping klingt erst einmal nach dem perfekten Urlaub mit Hund. Doch so einfach ist die Reise mit Wohnwagen, Wohnmobil & Co. nicht. Im ersten Schritt solltest du darauf achten, dass der Campingplatz deiner Wahl das Mitführen von Hunden erlaubt. Ist das gegeben, musst du dir Gedanken über genügend Auslauf deines Vierbeiners machen. Denn was bei gutem Wetter kein Problem ist, kann bei Regen, Hagel und Gewitter zu einem echten Platzproblem werden. Auch mit Vorzelt sind Campingwagen häufig viel zu klein, um deinem felligen Familienmitglied ausreichend Bewegung zu ermöglichen. Wer das umgehen möchte, sollte entweder eine gute Regenjacke einpacken oder sich trockene Alternativen für Bewegung, Spiel und Spaß überlegen.

 

3. Der richtige Reisezeitpunkt für deinen Urlaub mit Vierbeiner

Auch die schönste Unterkunft bringt nichts, wenn die Strände überfüllt, die Wanderwege nicht begehbar oder die Geräuschkulisse unerträglich ist. Damit dir und deinem Vierbeiner genau das erspart bleibt, solltest du auf den richtigen Reisezeitpunkt achten. Dabei gilt vor allem: Außerhalb der Hauptsaisons sind Urlaubsorte deutlich ruhiger und entspannter für alle Beteiligten. Gerade mit Hund werden überfüllte Orte schnell zum Stressfaktor und sollten vermieden werden. Wer aufgrund von schulpflichtigen Kindern den Familienurlaub nicht anders legen kann, sollte dagegen auf eine ruhige Lage oder alternative Wanderwege achten, die einen Ausgleich zu dem sonst so lauten Trubel bilden.

Neben der Vollheit vieler Urlaubsorte ist aber vor allem das Wetter ein wichtiger Einflussfaktor für die Reisezeit mit Vierbeinern. Extreme Wetterverhältnisse wie große Hitze sollten dabei auf jeden Fall vermieden werden, um das Wohl deiner Liebsten nicht zu gefährden. Aber auch starke Regenfälle, Sturm und Glatteis können bei der richtigen Reiseplanung umgangen werden und garantieren einen sorgenfreien Urlaub. Wie wäre es also mit schattigen Waldspaziergängen im Sommer oder entspannten Strandtagen im Frühling und Herbst?

4. Auto, Flugzeug oder Schiff: Auswahl der richtigen Anreise

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Steht auch der Reisezeitraum fest, ist es an der Zeit, das richtige Fortbewegungsmittel für deine Anreise zu wählen. Tendenziell gilt dabei: Flüge bedeuten für Hunde, vor allem im Gepäckraum, enorm hoher Stress. In der unbekannten Umgebung werden sie allein gelassen und können nicht versorgt werden. Zudem wirkt sich der Druckabfall bei Start- und Landeanflug nicht nur auf dich, sondern auch auf das Befinden deines Hundes aus.

Eine schonendere Alternative stellt eine Autofahrt dar. Die Möglichkeit für Trinkpausen, Spaziergänge & Co. ist immer wieder gegeben und sichert das Wohlergehen deines pelzigen Familienmitgliedes. Zudem ist dein Hund zu jederzeit in deiner Nähe und kann im Ernstfall von dir beruhigt werden. Aber auch hier gilt es, ein paar Punkte zu beachten. Sehr lange Fahrten oder Fahrten im Sommer ohne Klimaanlage können gefährlich für dein Tier werden und sollten vermieden werden. Die kühlen Nacht- und Morgenstunden eignen sich hier besonders gut für eine Anreise mit Hund. Achte zusätzlich bitte ständig auf genügend Abkühlungsmöglichkeiten und Wasser. Zudem kann auch einem Hund während der Autofahrt schlecht werden. Kurze Autofahrten können deinen Vierbeiner langsam an eine weite Strecke gewöhnen und bekämpfen so vielleicht sogar die Übelkeit.

Das Gleiche gilt für Schifffahrten. Seeübelkeit ist nicht nur auf Menschen begrenzt, daher solltest du für den Ernstfall gewappnet sein. Erkundige dich vor der Buchung einer Schifffahrt ebenfalls über die Regeln an Bord. Ist dein Hund willkommen? Müssen besondere Auflagen erfüllt werden, damit dein Haustier aufs Schiff darf? Mit der richtigen Vorbereitung kann aber bereits die Anreise zu einem schönen Teil deines Urlaubs werden.

Achtung: Egal für welches Verkehrsmittel du dich entscheidest, lasse deinen Hund niemals alleine in nicht klimatisierten und geschlossenen Autos, Zugabteilen & Co. Hier besteht Lebensgefahr für deinen vierbeinigen Freund!

5. Das ist bei einem Urlaub mit Hund zu beachten

Der Urlaub ist geplant und gebucht? Damit endet die Organisation deiner Reise mit Hund aber noch lange nicht. Für eine sichere und reibungslose Reise mit deinem tierischen Freund gibt es noch einige Dinge, die vor Reiseantritt zu beachten sind. Ob Einreisebestimmungen, Heimtierausweis oder die nötigen Impfungen: Hier verraten wir dir die nötigen Tipps & Tricks für deinen Urlaub mit Hund.

Einreisebestimmungen & der EU-Heimtierausweis

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© imago stock&people

Die EU-Hundeeinreisebestimmungen sind wichtige Regelungen für jeden Hundehalter mit Reiseabsicht. Die einst sehr strengen Bestimmungen wurden 2004 gelockert, sind aber dennoch zwingend für das Wohl deines Hundes und aller Beteiligten zu beachten.

So ist es gesetzlich geregelt, dass dein Haustier elektronisch mit einem Chip eindeutig identifiziert werden kann. Seit dem 03. Juli 2011 wird hierfür die Tätowierung nicht mehr akzeptiert. Ein Mikrochip zur eindeutigen Kennzeichnung deines Tieres ist für einen Urlaub also Pflicht.

Zudem ist es vorgeschrieben, deinen Hund vor dem Urlaub untersuchen und impfen zu lassen. Der Tierarzt erstellt dir daraufhin den zwingend nötigen EU-Heimtierpass und trägt die jeweilig vorgeschriebenen Impfungen ein. Welche Impfungen dein vierbeiniger Liebling braucht, erfährst du im nächsten Kapitel. Neben dem Nachweis der gültigen Impfungen beinhaltet der EU-Heimtierpass ebenso eindeutige Angaben über dein Tier sowie dich als Besitzer.

Bitte beachte dabei: Diesen Pass solltest du auf Reisen immer bei dir führen, denn nur mit einem gültigen Heimtierausweis sind Urlaube innerhalb der EU problemlos möglich und erlaubt. Abhängig vom EU-Land können sich die einzelnen Einreisebestimmungen aber dennoch unterscheiden. Ein Urlaub mit Hund in Finnland, Großbritannien, Irland oder Malta geht beispielsweise mit verschärften Anforderungen über antiparasitäre Behandlungen, wie beispielsweise der Echinokokkenbehandlung (Bandwürmer) einher.

Wer sich bezüglich der Einreisebestimmungen des gewählten Urlaubsortes unsicher ist, kann sich vor der Urlaubsbuchung in ansässigen Touristenbüros oder bei der Botschaft des jeweiligen Landes in Berlin erkundigen. Damit dein Hund auch nach dem Urlaub wieder in seinem Heimatland willkommen ist, solltest du zudem auch die Bedingungen zur Wiedereinreise in die EU und nach Deutschland beachten.

Impfungen für Hunde: Weil die Gesundheit auch im Urlaub das Wichtigste ist

Die strengen Bestimmungen für nötige Impfungen deines Hundes bringen zwar einen gewissen Aufwand mit sich, verteufeln solltest du sie aber dennoch nicht. Denn genau diese Bestimmungen sorgen für die Gesundheit deines Hundes bei Kurzurlauben, Familienausflügen & Co.

Diese Impfungen sind dabei unerlässlich für einen reibungslosen Urlaub und sollten aufgefrischt werden:

  • Hepatitis
  • Leptospirose
  • Tollwut
  • Zwingerhusten
  • Borreliose
  • Bandwürmer

Bei Reisen in Länder, in denen das Vorkommen spezieller Viren erhöht ist, können weitere Impfungen nötig sein. Diese sind beispielsweise:

  • Parvovirose
  • Leptospirose
  • Staupe
  • Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Bei all dem Impfen kann man schon einmal den Überblick verlieren. Im Zweifelsfall sollte sich an die Empfehlung des Tierarztes gehalten werden. Das Impfzeugnis gegen Tollwut musst du dir mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt ausstellen lassen. Bei all dem organisatorischen Aufwand solltest du aber nicht vergessen, wofür du das Ganze tust. Am Ende wartet eine traumhaft schöne Zeit auf dich und dein vierbeiniges Familienmitglied.

6. Packliste & Reisecheckliste: Was muss ich für meinen Hund mitnehmen?

Dein Koffer ist gepackt und du fragst dich, ob du an alles gedacht hast? Wenn die Reisetasche für deinen Hund leer ist oder erst gar nicht bereitsteht, wird es jetzt Zeit zu handeln. Denn genau wie du benötigt auch dein vierbeiniger Liebling einige Dinge für einen angenehmen Urlaub. Welche Dinge du dabei auf keinen Fall vergessen solltest, haben wir dir zusammengestellt.

  • Futter- & Wassernäpfe (auch für unterwegs)
  • Lieblingsspielzeug
  • Hundebett & Kuscheldecke
  • Hundefutter (vor allem bei Unverträglichkeiten und wählerischen Hunden)
  • Leckerlis
  • Kauknochen
  • Medikamente
  • Halsband, Leine, Brustgeschirr & Maulkorb
  • Transportkorb
  • Adressschild mit den Kontaktdaten des Besitzers (inklusive Urlaubsanschrift)
  • Hundekotbeutel (inklusive Schaufel oder Greifer)
  • Bürste & Kamm
  • spezielles Hundeshampoo
  • Handtuch
  • Sonnenschutzcreme
  • bei Bedarf eine Rampe als Treppensteighilfe

7. Oder doch lieber eine Hundepension?

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Ein Urlaub mit Hund ist sowohl im Inland, als auch im Ausland mit zusätzlichen Kosten verbunden. Wem das zu teuer ist, sollte aber nicht außer Acht lassen, dass auch ein Hund, der Zuhause bleibt, Geld kostet. Die wohl am häufigsten genutzte Alternative ist neben hilfsbereiten Familienangehörigen eine Hundepension. Hier kann deine Fellnase die Zeit deiner Reise über betreut und versorgt werden. Was für einige Hunde zur spaßigen Spielzeit wird, kann aber für andere Vierbeiner zum Stressfaktor ausarten. Die unbekannte Umgebung, fremde Menschen und jede Menge andere Hunde können eine Belastung bedeuten vor allem alte oder schüchterne Hunde schwächen.

Ob du deinen Freund auf vier Pfoten mit in den Urlaub nimmst oder ihn in die Obhut einer Hundepension gibst, sollte am Ende immer eine Einzelfallentscheidung sein. Ist dein Liebling schüchtern und versteht sich nicht mit anderen Hunden, liebt aber lange Spaziergänge? Dann ist der Urlaub mit Hund vermutlich genau das Richtige. Geht deine Reise in heiße Gegenden mit langen Anreisezeiten? Dann gönn deinem aufgeschlossenen Hund gerne die Zeit mit Spielgefährten in einer Pension.

Für die richtige Entscheidung sowie einen entspannten Urlaub solltest du daher aufmerksam auf die Bedürfnisse von dir und deinem Tier achten. Am Ende Wissen du und dein Vierbeiner am besten, was euch gut tut und eine traumhafte Urlaubszeit erwartet euch.