Trend Zimmerpflanzen: So dekorierst du dein Zuhause grün

Orchideen und blühende Zimmerpflanzen waren gestern! Der Trend ist deutlich erkennbar: Grün, Grüner, Urban Jungle! Die Natur feiert ihr großes Comeback in unseren Wohnungen und fast niemand kommt um die ein oder andere Grünpflanze im eigenen Zuhause herum. Welche Must-Have-Zimmerpflanzen sich am besten für dein zu Hause eignen, welche Pflege diese benötigen und wie du sie am besten in Szene setzen kannst, liest du hier.

Die 10 beliebtesten Zimmerpflanzen

1. Monstera Deliciosa

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© imago images/Cavan Images

Die Königin unter den Hauspflanzen. Einige kennen sie bestimmt noch aus den 60er Jahren, denn dort wurde die üppige Kletterpflanze zum ersten Mal zum Trend und erlebt seit einigen Jahren ihr großes Revival. Groß ist dabei nicht nur der Trendfaktor, sondern auch die dunkelgrünen und eingeschlitzten Blätter der unkomplizierten Tropenpflanze. Dabei ist die imposante Pflanze auch noch pflegeleicht.

Ausreichender Platz, ein heller Standort und ab und zu ein großer Schluck Wasser – schon fühlt sie sich in fast allen Räumlichkeiten wohl. Wird die Monstera größer, bietet es sich an, ihr einen Rankstab mit in den Topf zu stecken, um ihr genügend Halt und Klettermöglichkeiten zu geben.

Tipp: Wem die einfachen grünen Blätter der Monstera Deliciosa zu langweilig sind, kann nach einer anderen Monstera-Art Ausschau halten. Ein Beispiel ist die begehrte Monstera Variegata, die sich durch ihren weißen Anteil in den Blättern auszeichnet. Eine echte Rarität!

2. Calathea (Korbmarante)

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© Keine Verwendung in China, Taiwan, Macao und Hongkong.

Besonders interessant neben den auffälligen Färbungen der Calathea, ist die Eigenschaft, dass diese Pflanzenart unter guten Bedingungen abends "schlafen" geht und morgens wieder aufwacht. Die nicht ganz unkomplizierte Korbmarante klappt abends ihre Blätter ganz von selbst in eine Schlafstellung und morgens wieder herunter. Um diesen Effekt auszulösen, ist aber der perfekte Standort unter tropischen Bedingungen für die Diva notwendig: Hohe Luftfeuchtigkeit, eher schattig ohne direkte Sonne und der Boden dauerhaft feucht, aber nicht nass.

3. Geigen-Feige (Ficus Lyrata)

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© imago images/Westend61

Den Namen Ficus hat wohl jeder von uns schon einmal gehört. Ein beliebter Vertreter dieser Gattung ist die Geigen-Feige. Aufgrund ihrer stattlich großen Wuchsform von bis zu vier Metern eignet sie sich besonders für hohe und freistehende Plätze und benötigt ebenso viel Licht wie Platz, dabei aber keine direkte Sonne.

Der Ficus mag es gerne warm und wechselt seinen Standort, wenn einmal ein passender gefunden wurde, nur ungern. Auch vom regelmäßigen Drehen sollte man absehen, denn wie jede Ficus-Art reagiert der kleine Zimmerbaum darauf mit Blattabwurf. Aufgrund der riesigen Blätter, braucht die Zimmerpflanze sehr viel Wasser, vor allem während der Wachstumsperiode im Frühling.

Ein weiterer Klassiker unter den Ficus-Arten ist der Gummibaum oder auch Ficus Elastica. Seinen Namen erhält er von einem Sekret, das aus Verletzungen der Rinde austritt und Latex stark ähnelt.

4. Forellenbegonie (Begonia Maculata)

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© imago/Leemage

Die sogenannte Polka-Dot-Begonie macht ihrem Namen alle Ehre: Sie ist durch ihre auffällig gepunktete Blattmusterung ein richtiger Blickfang in jedem Raum. Die ursprünglich brasilianische Topfpflanze mag es warm und feucht.

In der Natur kann die dekorative Pflanze bis zu einem Meter in die Höhe wachsen. Bei guter Pflege entlockst der du der Hauspflanze hin und wieder eine ansehnliche Blüte.

5. Efeutute (Epipremnum Pinnatum)

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© imago stock&people

Du suchst eine einfache unkomplizierte grüne Pflanze? Dann bist du bei Efeututen genau richtig. Die Rank- und Hängepflanzen mit bis zu 10 Meter langen Trieben, sind sehr pflegeleichte Zimmerpflanzen und verzeihen auch mal den ein oder anderen Fehler. 

Unkompliziert muss dabei nicht immer langweilig sein: Efeus gibt es in verschiedenen Farben und Formen. Wenn dir das zu langweilig wird, kannst du dich auch im Reich der Philodendren umschauen. Diese klettern und ranken sich auch, aber sind als Tropenpflanzen häufig anspruchsvoller in Bezug auf Luftfeuchtigkeit und Pflege.

6. Bogenhanf (Sansevieria)

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© imago/Westend61

Die Klassiker-Pflanze, die in keinem Haus fehlen darf, ist die Sanse. Sie gehört mit zu den einfachsten Zimmerpflanzen überhaupt. Ursprünglich aus der Wüste stammend, verträgt der Bogenhanf als einer der wenigen Pflanzen direkte Sonneneinstrahlung und längere Durststrecken.

Die perfekte Zimmerpflanze für Vergessliche und diejenigen, die es gerne minimalistisch mögen. Die nicht blühende Zimmerpflanze, die zu den Sukkulenten gezählt wird, besticht durch dicke schwertförmige Blätter mit gleichmäßiger Färbung.

7. Drachenbaum (Dracaena)

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© Verwendung weltweit

Die Blätter des attraktiven und beliebten Drachenbaumes sind meist sattgrün oder grün-weiß bis hin ins Gelbe. Sie sprießen buschig am Ende der jeweiligen Sprossen des pflegeleichten Stämmchens. Drachenbäume sind übrigens nicht wie der Name vermuten lässt, echte Bäume, sondern werden mit ihren verholzten Stämmen zu den Spargelgewächsen gezählt.

Für Drachenbäume braucht man nicht den größten grünen Daumen, denn sie sind weitestgehend unkompliziert und kommen deshalb auch oft als Büropflanze zum Einsatz. Sie mögen helle Standorte ohne direkte Mittagssonne.

Vorsicht ist geboten, wenn du kleine Kinder oder Katzen zu Hause hast! Für sie ist die dekorative Pflanze bei Verzehr leicht giftig.

8. Ufopflanze (Pilea Peperomioides)

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Wie kleine fliegende Untertassen, die der Pilea ihren Namen geben, stehen die Blätter an der Mini-Staude ab. Die Grüne Zimmerpflanze ist dabei nicht nur dekorativ, sondern auch einfach in der Pflege. Sie mag es hell, aber ohne direkte Sonne.

Steht sie zu schattig, verlieren die Blätter ihre Farbe und gehen ein. Die Ufo-Blätter der Pilea Peperomioides richten sich sehr stark nach Richtung der Sonne aus, daher sollte die Zimmerpflanze öfter mal gedreht werden, um ein schönes, gerades Wachstum zu erreichen.

9. Strelitzia Reginae

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© imago stock&people

Die prächtig blühende Pflanze wird auch Paradiesvogelblume genannt und macht ihrem Namen mit den bunten Blüten, die an Papageien-Köpfe erinnern, alle Ehre.

Bilden sich einmal Blüten, sollte die großblättrige Zimmerpflanze nicht mehr umplatziert werden, denn dies kann dazu führen, dass sich die Blüten nicht weiter öffnen.

Die exotische Pflanze stammt ursprünglich aus Südafrika, daher sind direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen absolut kein Problem für sie.

Im warmen Sommer darf die Paradiesvogelblume nach einer Eingewöhnungszeit sogar auf die Terrasse.

10. Sukkulenten & Kakteen

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© imago images/Science Photo Library

Einfach zu pflegen und zu vermehren: die Sukkulenten. Ihr außergewöhnlicher Name gibt bereits Hinweise auf die besondere Eigenschaft der eigentümlich gewachsenen Pflanzen mit dickfleischigen Blättern. Damit ist es Aloe Vera und Co. möglich, Wasser einzuspeichern und so längere Trockenperioden zu überstehen. Durch ihre interessanten Wuchsformen und dem geringen Pflegeaufwand sind Sukkulenten und Kakteen besonders für Anfänger geeignet.

Sie sollten möglichst hell und sonnig platziert werden, Trockenheit vertragen sie hingegen besser als Nässe. Daher ist ein besonders durchlässiges Substrat wichtig. Hierfür kann man im Fachhandel Kakteenerde kaufen oder herkömmliche Erde mit Sand mischen. Besonders einfach ist es, Sukkulenten zu vermehren: Schneide dazu einfach eins der wachsigen Blätter mit einem scharfen Messer ab. Lasse es anschließend ein bis zwei Tage antrocknen und stecke es mit der angeschnittenen Seite nach unten in die Erde. Nach einigen Wochen fangen die Blättchen an, eigene Wurzeln zu bilden und neue, eigene Blätter zu entwickeln.

Welche Vorteile bieten dir deine grünen Mitbewohner?

Stressbewältigung: Pflanzen gegen Stress

Mies gelaunt? Pflanzen tragen innerhalb eines Raumes zu einer ausgeglichenen und positiven Grundstimmung bei. Das Grün der Pflanzen sorgt für Entspannung, Wohlbefinden, lindert Nervosität und Angstsymptome und das nur durch bloßes Ansehen. Kommt dann auch noch die Pflege von unseren grünen Mitbewohnern hinzu, kann das Stresslevel deutlich reduziert werden.

Luftbefeuchter und Schadstofffilter

Hingehend zur kalten Jahreszeit wird die Luft in unseren Wohnräumen merklich trockener. Daraus folgt, dass unsere Schleimhäute und Atemwege schneller austrocknen können. Dies begünstigt zum Beispiel auch unliebsame Erkältungen. Schon ein paar größere Pflanzen in unserem Haus regulieren die Luftfeuchtigkeit und filtern zusätzlich schädliche Gase und Substanzen wie zum Beispiel Methan und Formaldehyd aus der Luft. Ein Paradebeispiel für diese Filtereigenschaften ist Beispielsweise die Grünlilie. Durch ihre große Masse an Blättern kann sie wunderbar Sauerstoff produzieren und das Raumklima regulieren - Perfekt für das Schlafzimmer.

Zimmerpflanzen pflegen: Mit diesen Tipps weckst du deinen grünen Daumen

Fachhandel ade: Welche Möglichkeiten es gibt, Hauspflanzen zu kaufen

Beim Kauf von Zimmerpflanzen ist man heutzutage nicht mehr nur auf das nächstgelegene Gartencenter oder den Baumarkt um die Ecke angewiesen. Zahlreiche Online-Shops bieten eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Pflanzen an: Vom Kaktus bis zur Palme kann man sich inzwischen alles gut verpackt bis vor die Haustür liefern lassen. Bestellen spart Zeit und ist bequem, jedoch hat man meist kein Auge darauf, was wirklich geliefert wird. Wer lieber Vorab einen Blick auf seine neuen Hauspflanzen werfen möchte oder lieber regionale Händler unterstützt, wird im Fachhandel oder Gartencenter vermutlich glücklicher.

Wohlfühlfaktor: Was deine Pflanzen brauchen, um nicht einzugehen

Nur mit Luft und Liebe ist es bei vielen Zimmerpflanzen nicht getan. Schaue dir am besten an, woher deine Pflanzen ursprünglich stammen: Südamerika oder dem tropischen Asien? Versuche, diese Bedingungen an Sonne, Substrat, Wasserbedarf und Luftfeuchtigkeit nachzuempfinden und deine Grünpflanzen werden es dir danken.

Zeit zum Umziehen: Wie und wann du richtig umtopfst

Kommen Wurzeln aus den unteren Löchern des Topfes oder hast du eine Pflanze neu gekauft, dann ist es Zeit, deine Zimmerpflanzen umzutopfen. Der Austausch nach dem Kauf ist ratsam, da die Zuchttöpfe der Topfpflanzen meist viel zu klein sind, um Platz in den Gärtnereien einzusparen. Sonst bietet sich zum Umtopfen vor allem das Frühjahr an, wenn die steigenden Temperaturen und die höhere Lichtintensität einen Wachstumsschub auslösen. Die Wurzeln werden durch das erweiterte Platzangebot und frische Nährstoffe zum Wachsen angeregt.

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© imago images / Westend61

Beim Umtopfen solltest du folgende Schritte beachten:

1. Als Erstes solltest du den neuen Topf vorbereiten. Damit keine Erde von oben durch die Löcher der Töpfe fällt, bieten sich als unterste Schicht Tonscherben oder grober Kies an. Damit wird auch bewirkt, dass an die Erde immer genügend Luft kommt und sich keine Nässe anstauen kann. Letzteres kann Fäulnisprozesse deiner Pflanze enorm begünstigen. Daher ist sehr wichtig, das zu vermeiden. Wurzeln könnten sonst anfangen zu schimmeln.

2. Löse den alten Topf von der Zimmerpflanze. Wenn kaum noch Substrat zu erkennen ist, kannst du alles ein wenig auflockern. Achte jedoch darauf, dass du möglichst wenig gesunde Wurzeln dabei beschädigen. Alles was alt, trocken oder vergammelt aussieht, kannst du ohne schlechtes Gewissen abschneiden, um das erneute Wachstum anzuregen.

3. Nun platzierst du deine Zimmerpflanze in dem neuen Topf – möglichst gerade natürlich. Befülle den Topf an allen Seiten gut mit Erde oder einem speziellen Substrat. Für viele Pflanzen bietet sich eine sehr luftig lockere Mischung aus Erde, Kokosfasern und Pinienrinde oder Perlit an. Allerdings geben sich die meisten Zimmerpflanzen auch mit herkömmlicher Grünpflanzenerde aus dem Fachhandel zufrieden.

4. Wenn du die neue Erde ein wenig angedrückt hast, kannst du die Pflanze ein wenig angießen. Anschließend kannst du den Topf in einem wasserdichten Übertopf platzieren oder einfach eine Auffangschale darunter setzen.

Erde für Zimmerpflanzen: Grünpflanzenerde reicht doch aus – oder nicht?

Jeder, der sich für Pflanzen interessiert, hat vermutlich schon einmal einen Beutel Erde im Baumarkt oder im Gartencenter gekauft. Es gibt aber auch hier ein paar Punkte, die du beim Kauf beachten solltest: Herkömmliche Grünpflanzenerde enthält oft anteilig Torf. Dieser Bestandteil soll das Wachstum anregen, der Abbau zerstört aber langfristig unsere Moore. Achte beim nächsten Kauf vielleicht darauf, torffreie Erde zu kaufen. Damit schonst die Umwelt, das Klima und den Lebensraum seltener Pflanzen.

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© imago images/localpic

Möchtest du für deine Pflanzen den optimalen Boden schaffen, informiere dich am besten über das Anmischen von eigenen Substraten. Das ist gar nicht so schwierig, wie es sich zuerst anhört und bietet diverse Vorteile: Selbst gemischte Substrate verdichten sich nicht so schnell wie normale Erde. Wasser kann besser absickern was dazu führt, dass sich weniger Staunässe bildet und mehr Luft zirkulieren kann – wichtige Grundvoraussetzungen für gesunde und wuchsfreudige Wurzeln.

Beachte beim eigenen Zusammenstellen von Substraten jedoch, dass nicht alle Bestandteile für alle Arten und Gattungen von Pflanzen geeignet sind. Orchideen benötigen einen anderen Boden als Kakteen. Für viele gängige Hauspflanzen kannst du aber folgendes Rezept ausprobieren:

Mische Kokoserde, Perlite und Pinienrinde zu gleichen Teilen in einem großen Eimer zusammen. Diese Bestandteile bekommst du in allen gut sortierten Baumärkten mit Gartenabteilung. Möchtest du dein Substrat noch weiter perfektionieren, könntest du noch Seramis, Aktivkohle oder Wurmhummus unterheben.

Vielleicht versuchst du dich auch mal an Hydrokultur: Zimmerpflanzen brauchen nicht unbedingt Erde, um zu wachsen, denn diese dient ihnen nur dazu, sich darin zu verankern. Das können sie aber beispielsweise in Blähton oder anderen Granulaten genauso gut. Der große Vorteil von Hydrokultur ist, dass viele der Töpfe mit einem eingebauten Wasserreservoir arbeiten, sodass unsere grünen Freunde sich daraus eigenständig Wasser ziehen und wir weniger gießen müssen. Auch Schädlinge wie Trauermücken haben in Hydrokultur kaum eine Chance.

Fingerspitzengefühl bei der Bewässerung: Wie du deine Pflanzen nicht ertränkst

Wusstest du, dass die meisten Pflanzen daran eingehen, dass sie zu viel gegossen werden? Tatsächlich ist es so, dass wir unsere grünen Mitbewohner tendenziell eher zu viel, als zu wenig gießen, was zu Staunässe, gelben Blättern und gammeliger Erde führt. Ein bisschen Feingefühl ist hier also gefragt, um zu erkennen, wann das nächste Mal zur Gießkanne gegriffen werden muss. Um herauszufinden, wie viel Wasser deine Pflanze benötigt, ist es ratsam, sich wieder einmal zu überlegen, wo die Pflanze ihren Ursprung hat. Afrikanische Kakteen benötigen deutlich weniger Wasser als Bromelien, das Einblatt oder exotische Tropenpflanzen. Im Winter, zur Ruhezeit vieler Pflanzen, verringert sich der Wasserbedarf noch einmal deutlich. Zum Frühjahr, wenn die Pflanzen aus ihrer Winterruhe erwachen, steigt der Bedarf wieder an.

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© imago images/Panthermedia

Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle: Zimmerpflanzen, die an einem sonnigen Standort gedeihen, benötigen oftmals mehr Wasser als Pflanzen an schattigen Plätzen. Tontöpfe lassen Wasser zudem deutlich schneller verdunsten als Plastiktöpfe. Ein weiterer Anhaltspunkt ist die Größe der Blätter: Pflanzen mit großen, weichen Blättern verbrauchen mehr Wasser als Pflanzen mit kleinen, dicken Blättern. Auch das Alter spielt eine Rolle, denn Jungpflanzen benötigen aufgrund ihrer noch nicht so ausgeprägten Wurzelstruktur mehr Wassern, als ältere etablierte Zimmerpflanzen.

Zu erkennen, wann du gießen musst, ist gar nicht so schwierig. Sind die ersten ein bis zwei Zentimeter der Erde angetrocknet – mache hierfür am besten die Fingerprobe – wird zur Gießkanne gegriffen. Um Staunässe zu vermeiden, sollten nach ca. 10 Minuten die Untersetzer und Übertöpfe kontrolliert werden. Wasser, das sich hier gesammelt hat, wird nicht mehr von der Zimmerpflanze aufgenommen und sollte weggegossen werden.

Die Wahl des richtigen Standortes

Ob sich eine Zimmerpflanze gut entwickelt, ist vorrangig abhängig von ihrem Standort und des einfallenden Lichts. Es ist daher sinnvoll, sich erst zu überlegen, welchen Ansprüchen mein geplanter Platz gerecht wird und welche Zimmerpflanzen dafür infrage kommen. Überlege, ob dein geplanter Kauf an einem Fenster stehen wird, zu welcher Seite dieses ausgerichtet ist und wie viel Licht dort einfällt. Es macht erhebliche Unterschiede, ob es ein sonniges Südfenster ist, durch das die pralle Mittagssonne einfällt, oder ein schattiges Nordfenster.

Richtig Düngen - einfach erklärt

Kontinuierliche Nährstoffzufuhr ist für ein gesundes Wachstum unersetzlich. Frische Grünpflanzenerde ist meist vorgedüngt und versorgt deine Pflanzen bis zu sechs Wochen mit Nährstoffen und Mineralien. Nach dieser Zeit sollte mit dem zusätzlichen Düngen begonnen werden. Eine Ausnahme bildet hierbei die Ruheperiode im Winter, denn in dieser Zeit fährt der Nährstoffbedarf aufgrund des verringerten Wachstums deutlich herunter. Gestartet wird dann wieder in den wärmeren Monaten ab März und April bis hin in den Oktober.

An Dünger findet sich in den meisten Gartencentern und Baumärkten ein breites Sortiment: Granulat, Stäbchen, Flüssigdünger und vieles mehr. Das Angebot und die Auswahl sind so unterschiedlich wie die Pflanzenwelt selbst. Die Menge und Häufigkeit richtet sich nach der Art des gekauften Düngemittels. Du solltest dich an dieser Stelle an den Mengen und der Häufigkeit orientieren, die auf der Packung angegeben sind.

Aus nachhaltiger Sicht haben sich auch einige Haushaltsmittel als Dünger bewährt. Probiere doch einfach mal aus, Kaffeesatz, Holzasche oder Eierschalen unter die Erde zu mischen.

Dekorationstipps für deine grünen Freunde

Setze deine grünen Mitbewohner gebührend in Szene, denn die schnöde Fensterbank mit langweiligem Übertopf war gestern. Naturmaterialien sind beliebter denn je: Geflochtene Bastkörbe, Tontöpfe oder handbemalte Keramik. - Die Auswahl ist riesig. Für alle, denen das noch nicht reicht, folgen hier noch ein paar Tipps und Ideen für die perfekte Dekoration durch Ihre Zimmerpflanzen.

Hängende Pflanzen – vertikale Gärten

Macramee-Hänger die mit Pflanzen bestückt werden, sind so beliebt wie lange nicht mehr und genauso einfach selber zu machen. Besonders toll wirken mehrere der handgeknüpften Blumenampeln nebeneinander. Bestückt werden diese am besten mit herab rankenden Pflanzen wie Efeututen oder einem Philodendron.

Terrarien

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© imago images / Panthermedia

Pflanzenterrarien sind vor allem für tropische Zimmerpflanzen aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit zurzeit total angesagt. Wem ein ganzes Aquarium zu einnehmend ist, kann es mit einem dekorativen Mini-Gewächshaus versuchen:

Dafür nimmst du dir ein ausreichend großes Glas, bedeckt den Boden erst mit einer Drainage aus kleinen Kieseln, anschließend mit einer Schicht Substrat und gibt dann die Pflanze hinein. Gut geeignet sind dafür Moose, Farne, Calatheas oder andere Luftfeuchtigkeit-liebende Pflanzen.

Der Nachteil: Je nach Größe des Glases kommen meist nur kleine Pflanzen infrage.

Ablegerregale

Was ist besser als eine Pflanze? Viele Pflanzen! Die meisten gängigen Zimmerpflanzen lassen sich einfach über Ableger vermehren – perfekt zum Tauschen oder verschenken. Bricht auch bei dir einmal die Sammelleidenschaft aus, bietet es sich an, deine Ableger in einem eigenen Regal zu platzieren. Das sieht nicht nur ansprechend aus, du hast sie so auch alle auf einmal im Blick.

Ebenen schaffen

Werden die Pflänzchen einmal größer, ist eine botanische Ecke mit vielen Topfpflanzen auf einem Tablett oder mehreren Regalen und Hockern ein echter Hingucker in jeder Wohnung. Hier zählt: Mehr ist mehr! Kombiniere verschiedene Grünpflanzen mit verschiedenen Übertöpfen und Materialien. Der Mix macht es. Besonders spannend wird es, wenn du zudem noch verschiedene Ebenen ins Spiel bringst. Platziere dafür einfach einzelne Pflanzen auf Sockeln in unterschiedlichen Höhen.