Die Stief- bzw. Patchworkfamilie, ist eine Familie bei der mindestens ein Elternteil ein Kind aus einer früheren Beziehung in die neue Familie miteingebracht hat. Laut Schätzungen leben 7 bis 14% der Familien in Deutschland nach solch einem Familientyp. Insgesamt unterscheiden Familienforscher ganze 74 verschiedene Zusammensetzungsmöglichkeiten der Patchworkfamilie: Stiefvaterfamilien, Stiefmutterfamilien, Familien mit gemeinsamen Kindern und Stiefkindern sind nur einige davon. Gemeinsam haben alle, dass zu dem leiblichen Elternteil ein neuer hinzutritt. Leider gehen geschätzt die Hälfte dieser neuen Beziehungen wieder kaputt, womit die Trennungswahrscheinlichkeit höher ist, als unter Paaren in erster Ehe. Und auch für Kinder und Jugendliche, kann die Patchworkfamilie eine Belastung darstellen. Denn mit einem neuen Partner kommen oft auch zahlreiche Konflikte bspw. über die gemeinsamen Erziehungsregeln ins Haus. Nach Einschätzung von Kinder- und Jugendärzten kann diese Familienform in Verbindung mit anderen Faktoren wie z.B. Schuldruck, oft zu auffälligem Verhalten führen.

Hättest du es gewusst?

Sogar bei den Royals geht Patchwork. Als Mette-Marit, heutige Kronprinzessin von Norwegen, Prinz Haakon heiratete, brachte sie ein Kind aus einer früheren Beziehung mit in die Ehe – ihren Sohn Marius  Zusammen mit dem norwegischen Thronfolger hat sie außerdem Tochter Ingrid Alexandra und Söhnchen Sverre Magnus