AKTE 20.18

1. Komplettpreise

Achten Sie auf Komplettpreise bei Ihrer Küche. Bei seriösen Anbietern ist alles mit dabei und keine versteckten Kosten lauern, z.B. für Elektrogeräte, wie Herd, Kühlschrank, Kochfeld oder Geschirrspüler.

2. Alles im Lot

Wenn die Küche selber aufgebaut wird, unbedingt Wasserwage und einen Stahlwinkel benutzen. Wenn die Küche schief montiert ist, sieht es nicht nur optisch unschön aus, sondern können nach Befüllung auch ernsthafte statische Probleme entstehen, die die Hänge- oder Standschränke beschädigen können.

3. Korpusstärke

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Beim Kauf der Küche sollte man darauf achten, dass der Korpus der Schränke mindestens eine Stärke von 18mm hat, besser wäre noch eine Breite von 22mm. Erst dann hat man eine ausreichende Stabilität, um beispielsweise auch schwere Inhalte auf Dauer zu lagern.

4. Abgerundete Kanten

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Im Laden sollten die Kanten der Türen und Schränke genauer angeschaut werden. Diese sollten nicht scharfkantig, sondern abgerundet sein. Dies verhindert, dass die Platte beschädigt wird, wenn man dagegen stoßen sollte. Außerdem wird damit das Verletzungsrisiko minimiert. Bei abgeplatzten Kanten kann zudem Feuchtigkeit und Wasser leichter eindringen, wodurch die Spanplatte unschön aufquellen kann.

5. Die Griffe

Ein wichtiges Thema beim Küchenkauf sind die Türgriffe. Sie haben nicht nur einen optischen Aspekt, sondern sollten auch möglichst lange halten. Daher sollte man auf Kunststoffgriffe lieber verzichten. Diese werden schnell spröde, reißen schnell aus und machen das Furnier dadurch kaputt. Besser sind Griffe aus Metall oder Vollholz, da sie langlebiger und haltbarer sind.

6. Material der Arbeitsplatte

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Die Arbeitsplatte ist die Fläche, worauf in der neuen Küche die meiste Arbeit verrichtet wird und damit die größte Belastung einwirkt. Sehr gut eignen sich dafür sogenannte "HPL“-Platten (kurz für High Pressure Laminate). Bei diesen wird das Holz in mehreren Schichten hochverdichtet und dadurch besonders widerstandsfähig. Die HPL-Platten erkennt man am höheren Gewicht, die auf eine gute Qualität hindeuten. Als weiteres Kennzeichen sehr guter Qualität sind diese Platten mit der DIN EN 438 gekennzeichnet, die für eine besondere Stoß- und Kratzfestigkeit steht. Gerade bei der Arbeitsplatte gilt: wer billig kauft, kauft oft doppelt!

7. Material des Korpus

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Bei der Auswahl des Material für den Korpus der Schränke sollte man zur mitteldichte Holzfaserplatte (MDF) greifen. Diese ähnelt einer Spanplatte, allerdings sind die Holzstücke bei der MDF-Platte viel kleiner zerstückelt und wurden zu einem homogenen Holzwerkstoff verpresst. Damit ist sie widerstandsfähiger, stabiler, langlebiger und wasserunempfindlicher.

8. Faustregel – mindestens 300€ pro laufendem Meter

Eine einfache Faustregel hilft, den Preis und die Qualität der neuen Küche zu beurteilen. Pro laufendem Meter sollten mindestens 300 Euro investiert werden. Damit kann man sicher sein, dass alle Materialien hochwertig sind und auch schon alle elektrischen Geräte enthalten sind. Sollte viel günstigere Preise finden, kann es ein außergewöhnliches Angebot sein, aufgrund von Lagerräumung o.ä. - oder es wurde einfach an den verwendeten Materialien gespart.