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Die gängigsten Methoden im Überblick

Allergien schneller erkennen: Diese Test-Methoden helfen dir dabei!

Mithilfe des Picktests finden Ärztinnen und Ärzte heraus, ob du allergisch auf bestimmte Stoffe reagierst.
Mithilfe des Picktests finden Ärztinnen und Ärzte heraus, ob du allergisch auf bestimmte Stoffe reagierst. © Adobe Stock

Juckende Nase? Atemnot? Gerötete Augen? Das sind typische Symptome, die auf eine Allergie hindeuten. Mit einem Allergietest kannst du der Ursache auf den Grund gehen und herausfinden, auf welche Substanzen du allergisch reagierst. Drei der häufigsten Allergietests sind der Pricktest, der Epikutantest sowie der Bluttest. Lies weiter, um mehr über diese Methoden zu erfahren.

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Wozu dient ein Allergietest?

Allergien sind in der heutigen Gesellschaft weit verbreitet und führen zu einer Vielzahl von Symptomen - von leichten Beschwerden bis hin zu schweren allergischen Reaktionen. Falls du wiederkehrende Symptome wie beispielsweise Niesen, Juckreiz, Hautausschlag, Schwellungen oder Atembeschwerden hast, die auf eine allergische Reaktion zurückgeführt werden könnten, ist es ratsam, dich an medizinisches Fachpersonal zu wenden. Durch einen Allergietest können die Allergene, die für deine Symptome verantwortlich sind, identifiziert werden. Das ist wichtig, um eine angemessene Behandlung zu ermöglichen, wie beispielsweise den Einsatz von Medikamenten, das Vermeiden von Allergenen oder eine Immuntherapie. Darüber hinaus kann ein Allergietest auch für Menschen relevant sein, die in ihrem Beruf mit bestimmten Substanzen in Kontakt kommen, die allergische Reaktionen auslösen können.

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Im Video: Selbsttests für Allergien und Unverträglichkeiten im Check 

Allergietest: Unterschied zwischen Frühtyp und Spättyp

Welches Testverfahren die Allergologin oder der Allergologe anwendet, ist davon abhängig, ob du eine Allergie vom Spät- oder Frühtyp hast. Der Körper reagiert unmittelbar auf einige Allergene wie Pollen oder Insektengift - manchmal sogar innerhalb von Sekunden. Bei anderen Allergenen tritt die Reaktion erst verzögert auf. Zum Beispiel kann ein Hautausschlag durch bestimmte Metalle erst nach mehreren Tagen entstehen.

Der Frühtyp oder Soforttyp kommt am häufigsten vor und macht circa 90 Prozent aller allergischen Reaktionen aus. Hier wird die Allergie durch Antikörper ausgelöst. Allergie-typische Beschwerden äußern sich kurze Zeit nach dem Kontakt mit dem Antigen (Fremdstoff) und klingen schnell wieder ab. Allergischer Schnupfen, tränende oder juckende Augen (zum Beispiel Heuschnupfen) sowie allergisches Asthma (beispielsweise bei Haustieren oder Hausstaubmilben) sind typische Beispiele dafür. Die schwerste Form einer allergischen Reaktion ist der anaphylaktische Schock, der zum Beispiel nach einem Bienenstich auftreten kann und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann.

Beim Spättyp, auch verzögerter Typ genannt, sind T-Lymphozyten für die allergische Reaktion verantwortlich. Sie gehören zu den weißen Blutkörperchen und spielen eine wichtige Rolle in der spezifischen zellvermittelten Immunabwehr. Die allergische Reaktion tritt frühestens nach 24 Stunden auf und kann bis zu mehrere Wochen anhalten. Während ein Allergietest beim Frühtyp bereits nach 15 bis 20 Minuten aussagekräftige Ergebnisse liefert, kann der Test beim Spättyp zwei bis drei Tage dauern. Zum Spättyp gehören unter anderem das allergische Kontaktekzem (Kontaktallergie), das Arzneimittel-Exanthem (ein Hautausschlag als Reaktion auf Medikamente) sowie die Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation. 

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Allergietest: Die verschiedenen Methoden

Ob Pricktest, Epikutantest oder Bluttest - es gibt verschiedene Möglichkeiten, um herauszufinden, ob es sich bei dir um eine Allergie handelt und auf welche Substanzen du allergisch reagierst. Wir stellen die drei üblichen Methoden vor.

Die gängige Methode: Der Pricktest

Ein typisches Verfahren, um herauszufinden, ob du an einer Allergie leidest, ist der Pricktest. Der Begriff "Pricktest" leitet sich vom englischen Wort "to prick" ab, was "einstechen" bedeutet. Dies beschreibt einen wichtigen Schritt bei der Durchführung des Tests. Bei dieser Methode werden verschiedene Flüssigkeiten punktuell auf die Innenseite des Unterarms getupft. In den Flüssigkeiten sind Allergene enthalten, die bei Überempfindlichkeit allergische Reaktionen hervorrufen. Die Haut wird an den betupften Stellen mit einer Nadel oder einer feinen Pinzette eingestochen, damit die Substanz in das Gewebe eindringen kann. Wenn sich nach etwa 20 Minuten an einer Stelle eine juckende Quaddel bildet, heißt dies, dass du gegen das Allergen allergisch bist. Der Pricktest findet Anwendung, um Allergien vom Frühtyp nachzuweisen, also gegen Pollen, Schimmelpilze, Nahrungsmittel, Hausstaubmilben und Tierhaare.

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Epikutantest: Allergietest mithilfe eines Pflasters

Andere Allergien wie zum Beispiel eine Nickelallergie können nicht so schnell nachgewiesen werden. Wenn deine Ärztin oder dein Arzt den Verdacht hat, dass du unter einer Allergie vom Spättyp leidest, wendet sie oder er womöglich den Epikutantest an. Dieser Test wird auch als "Pflastertest" oder "Läppchentest" bezeichnet. Dabei wird dir ein Pflaster mit Mulden auf den Rücken geklebt, in denen 20 bis 30 Proben mit verschiedenen Substanzen gelagert werden können. Das Pflaster bleibt anschließend ein bis zwei Tage auf deinem Rücken. Erscheinen unter den Pröbchen juckende rote Flecken oder Bläschen, ist eine allergische Reaktion nachgewiesen.

Ob du eine Allergie hast oder nicht kann ärztliches Fachpersonal etwa mithilfe von speziellen Pflastern testen.
Ob du eine Allergie hast oder nicht kann ärztliches Fachpersonal etwa mithilfe von speziellen Pflastern testen. © Adobe Stock

Allergie-Bluttest

In den meisten Fällen ist ein Pricktest oder Epikutantest ausreichend, um Allergien zu diagnostizieren. Wenn jedoch die Testergebnisse unklar sind, kann eine ergänzende Blutuntersuchung sinnvoll sein. In bestimmten Fällen wird die Blutuntersuchung auch als Alternative zum Hauttest durchgeführt, zum Beispiel wenn Patienten den Hauttest ablehnen oder aus medizinischen Gründen nicht durchführen können. Denn bei sehr starken Symptomen kann ein Hauttest sehr unangenehm sein. Anders als beim Pricktest und Epikutantest besteht bei einem Bluttest kein Risiko, dass eine allergische Reaktion ausgelöst wird. Dies ist besonders wichtig, wenn der Betroffene ein erhöhtes Risiko für eine lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktion hat. Bluttests sind auch für Säuglinge und Kleinkinder geeignet, da nur ein einziger Nadelstich zur Blutabnahme erforderlich ist und somit weniger belastend ist als das wiederholte Einstechen der Haut bei einem Prick-Test.

Mithilfe eines Bluttests werden die sogenannten IgE-Antikörper analysiert, die sich gegen bestimmte Allergene richten, wie zum Beispiel gegen Birkenpollen. Mit einer einzigen Blutprobe können mehr als 500 Allergene und Allergenmischungen wie verschiedene Pollen, Tierhaare und Lebensmittel getestet werden. 

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