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So findest du die beste Qualität

Laut Stiftung Warentest ist dieses Olivenöl am besten!

  • Aktualisiert: 27.05.2024
  • 12:00 Uhr
Olivenöle im Test: Aufgepasst vor Mineralöl und Schadstoffen - wichtige Erkenntnisse und Empfehlungen
Olivenöle im Test: Aufgepasst vor Mineralöl und Schadstoffen - wichtige Erkenntnisse und Empfehlungen© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Olivenöl gehört zu den Basic-Produkten in jeder Küche: Es verfeinert Salate, Antipasti und viele weitere Speisen. Außerdem ist das Öl der Olive sehr gesund. Welche Qualitätsunterschiede gibt es und woran erkennst du ein hochwertiges Öl? Darauf solltest du beim Kauf achten!

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Oliven: ein echtes Superfood

Das kaltgepresste Öl aus Oliven sollte ein fester Bestandteil einer gesunden Ernährung sein. Schließlich tun seine speziellen Fettsäuren unserem Herz-Kreislauf-System richtig gut. Südländer trinken das Olivenöl sogar - kein Wunder, denn es kommt vorrangig aus mediterranen Ländern wie Italien, Griechenland und Spanien. Beim Kauf stehen wir aber vor der Qual der Wahl: Welches Olivenöl ist das beste? Das Problem: Hochpreisige Öle sind nicht immer automatisch qualitativ besser, sie können sogar Mängel aufweisen. 

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Im Clip: Diese Olivenöle fallen beim Test durch

Die besten Sorten für Olivenöl

Nicht alle Olivensorten sind essbar oder eignen sich gleichermaßen für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Olivenölen. Optimal sind Sorten, die einen hohen Anteil an Öl enthalten und beim Geschmack eine Balance zwischen Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe aufweisen.

Bekannt dafür sind Olivensorten wie die milde und fruchtige Arbequina, die Koroneiki-Olive mit ihrem etwas bitteren und scharfen Geschmack oder das intensive Aroma der Picual-Olive, die besonders gut für die Herstellung von extra nativem Olivenöl geeignet ist.

Diese Olivenöle gibt es:

  • Natives Olivenöl extra: Es ist das Top-Produkt unter den Olivenölen, das aus frischen Oliven gewonnen wird, die im optimalen Reifezustand geerntet und direkt weiterverarbeitet wurden. Bei dieser Qualitätsstufe gibt es strenge Vorgaben: Das Öl darf nur bis zu 0,8 Prozent freie Fettsäuren enthalten. Ein Olivenöl dieser Güteklasse erkennst du auch an der Bezeichnung "Extra Vergine".
  • Natives Olivenöl: Dieses Olivenöl wird auch als "Vergine" bezeichnet und teilweise mit Oliven produziert, die nicht unbedingt alle frisch sein müssen und sogar beschädigt sein dürfen. Die freien Fettsäuren in den nativen Olivenölen betragen bis zu 2 Prozent.
  • Lampantöl: Dieses Olivenöl hat einen besonders hohen Säuregehalt und ist nicht zum Verzehr geeignet. Das Öl wird aus verdorbenen Oliven vom Boden gefertigt und kann nur verzehrt werden, wenn es vorher raffiniert wurde.
  • Raffiniertes Olivenöl: Es entsteht dadurch, dass unter anderem Lampantöl stark erhitzt und mit Chemikalien behandelt wurde, damit es wieder für den Verzehr geeignet ist. Raffiniertes Olivenöl verliert durch die starke Erhitzung Nährstoffe wie Vitamin E, hat eine hellere Farbe und ist recht geschmacksneutral. Allerdings eignet es sich gut zum Anbraten. Im Geschäft ist es als "Olivenöl" gekennzeichnet.

Gut zu wissen:

Kochen, Frittieren, Backen mit Olivenöl ist kein Problem. Eine Faustregel gibt es allerdings bei allen Ölen zu beachten: Es darf nicht zu rauchen beginnen. Dieser Rauchpunkt liegt bei Olivenöl um 220 Grad. Die durchschnittliche Frittiertemperatur liegt bei 170 bis 180 Grad.

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Olivenölsorten im Test

Ein gutes Olivenöl erkennt man am Geruch, Aussehen und Geschmack. Bei professionellen Produkttests werden die Öle zusätzlich im Labor untersucht, denn nur so lässt sich die wirkliche Qualität eines Öls bewerten. Hierbei finden sich auch Schadstoffe: Neben Weichmachern stecken in vielen Produkten auch Mineralöle. Selbst in industriell verarbeiteten Naturprodukten kommen sie in kleinen Mengen vor.

Stiftung Warentest hat die einige Olivenöle unter die Lupe genommen. Als Testsieger 2023 wurde das Olivenöl "Sei Cinque Zero" von Crudo gekürt. Hierbei handelt es sich um eine Extravergine-Variante aus Apulien.

Öko-Test empfiehlt das Olivenöl "Kreta" von Rapunzel, das keine Spuren von Mineralöl aufweist und damit zu einem der wenigen Olivenöle zählt, die in dieser Kategorie positiv abschneiden konnten.

Daran erkennst du ein hochwertiges Olivenöl

  • Bezeichnung: "Natives Olivenöl extra", "Extra Vergine" oder "Olivenöl nativ extra" sind Olivenöle der höchsten Qualitätsstufe. Bei diesen Produkten liegt der Säuregrad unter 0,8 Prozent und deutet auf eine besonders schonende Ernte und Pressung hin: Je niedriger der Grad, je höher die Qualität.
  • Gütesiegel: Beim Kauf auf die Bezeichnung "DOP" achten, was für "Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung" steht. Das bedeutet, dass Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung des Öls garantiert aus einer Region stammen.
  • Tests: Genau wie beim Wein, ändert sich der Geschmack von Olivenöl mit jeder Ernte. Deshalb die jährlichen Testergebnisse für die besten Produkte verfolgen.
  • Preis: Ein hochwertiges Olivenöl ist in der Herstellung teuer und kann daher nicht zu Discounter-Preisen angeboten werden. Für ein hochwertiges Olivenöl solltest du für einen Liter mit 20 Euro aufwärts rechnen.
  • Reife: Gutes Olivenöl wird innerhalb von einem Tag nach der Ernte bei maximal 27 Grad kaltgepresst. Bei Produkten der höchsten Güteklasse muss der Hinweis "Direkt aus Oliven ausschließlich mit mechanischen Verfahren" vermerkt werden. Je reifer die gepressten Früchte sind, desto milder fällt der Geschmack aus.
  • Herkunft: Auf dem Etikett oder der Verpackung des Olivenöls sollte die verwendete Olivensorte vermerkt sein. Fehlt diese Information, kannst du davon ausgehen, dass es sich um einen Zusammenschnitt, die sogenannte Cuvée, verschiedener Betriebe handelt. Darunter leidet die Qualität, denn hier können unter Umständen Öle aus unterschiedlichen Ernten vermischt werden.
  • Ernte: Beim Kauf des Öls darauf achten, dass die Oliven aus dem aktuellen Erntejahr stammen. Die Qualität des Öls nimmt mit dem Alter ab.
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Geschmacksprobe

Es gibt Olivenöle in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Damit du ein Öl findest, das dir besonders gut schmeckt, kannst du verschiedene Sorten testen.

  • Bio-Läden und Fachhändler:innen bieten häufig Verkostungen an, bei denen du das Olivenöl direkt probieren kannst. Viele Weinhandlungen haben auch Olivenöle im Sortiment.
  • Als erstes ist der Geruch entscheidend: Das Öl sollte frisch und grasig sein. Riecht es dagegen modrig, ranzig, nach Metall oder muffig, handelt es sich um minderwertige Qualität. Auch Schimmelpilze können diese Gerüche hervorrufen. Lass unbedingt die Finger davon, weil du damit deiner Gesundheit schaden kannst.
  • Ein Olivenöl sollte niemals neutral schmecken, sondern unterschiedliche Aromen haben: Es kann fruchtig, bitter und auch mal scharf schmecken. Unbedingt solltest du auch auf einen anhaltenden und angenehmen Nachgeschmack achten!
  • Teste verschiedene Sorten. Zwischen den einzelnen Probierrunden ist es wichtig, dass du den Geschmack im Mund neutralisierst - mit beispielsweise etwas Brot, Grissini oder Apfelstücken.
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Darum ist die Qualität von Olivenöl im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken

Im März 2024 stellte eine Untersuchung der Stiftung Warentest fest, dass die Qualität von Olivenöl aufgrund des Klimawandels stark gelitten hat - Dürren und Hitzewellen im Mittelmeerraum waren die Folge. Vor allem im Vergleich zum Jahr 2022 ist die Qualität des Öls deutlich gesunken. Von insgesamt 23 überprüften Olivenölen erhielten nur vier die Bewertung "Gut". Dabei überzeugten lediglich zwei native Öle, nämlich die hochpreisigen Varianten von Cosmo di Russo Caieta und Rapunzel-Bio-Öl, die auch geschmacklich positiv aufgefallen sind. Ähnliches gilt für die Bratöle, bei denen der Test die Bio-Produkte von Alnatura und Byodo empfiehlt.

Zudem hat sich der Preis für Olivenöl fast verdoppelt - ebenfalls im Vergleich zu 2022. Während damals die Preisspanne zwischen 5,75 Euro und 36 Euro pro Liter lag, bewegt sich diese nun zwischen 10,70 und 46 Euro für vergleichbare Produkte. Dieser Anstieg wird auf gestiegene Kosten, schlechte Ernten und eine rückläufige Olivenölproduktion in der EU zurückgeführt.

In Bezug auf Schadstoffe wurden im Olivenöl-Test ebenfalls bedenkliche Ergebnisse festgestellt. Drei Produkte erhielten die Bewertung "Ausreichend". Besonders auffällig waren Filippo Berio sowie die Bratöle von Bertolli und Rewe Beste Wahl, die stark mit potenziell krebserregenden aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) belastet waren, vermutlich durch Erntemaschinen verursacht. Das Bertolli-Bratöl überschritt auch den Orientierungswert für Mineralölkohlenwasserstoffe, die sich in Organen anreichern können. Zudem wiesen beide Öle, Bertolli und Rewe Beste Wahl, eine hohe Belastung mit dem Fettschadstoff 3-MCPD auf, der zwar den Grenzwert einhielt, aber unter Krebsverdacht steht und während des Raffinierungsprozesses entsteht.

Die kostengünstigeren Produkte wie Edeka Gut & Günstig oder die beiden Kaufland-Öle erzielten im Test schlechte Ergebnisse. Sechs native Öle wiesen häufig einen ranzigen, stechenden oder schlammigen Geschmack auf. Dies ist auf eine Beschädigung der Oliven durch unsachgemäßes Lagern bei zu hohen Temperaturen zurückzuführen.

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