"Stuhllehnentrick-Bande" gefasst - so bestahlen sie über Jahre Raststättenbe... - Bildquelle: Arno Burgi/dpa © Arno Burgi/dpa

Seit mehreren Jahren wurden der Polizei immer wieder Diebstähle gemeldet, die an Tank- und Rastanlagen entlang der Autobahnen in Bayern und Österreich begangen wurden. Ins Visier der Ermittler waren mehrere Personen gerückt, die am vergangenen Wochenende von Rosenheimer Zivilfahndern festgenommen werden konnten. Drei Männer, die mutmaßlich der sogenannten „Stuhllehnentrick-Bande“ angehören, sitzen jetzt in Untersuchungshaft.

So funktionierte die Masche 

Die Masche der Trickdiebe war immer die gleiche: an Tank- und Rastanlagen der Autobahnen setzten sich Täter in den Restaurants oder Bistros nahe zu anderen Gästen und legten ihre Jacken über die Stuhllehnen der Gäste. Unbeobachtet ertasteten die Diebe Geldbörsen in den Kleidungsstücken der Opfer, entnahmen meist nur das Bargeld und steckten die Geldbörsen zurück. Entdeckt wurde der Diebstahl von den Bestohlenen oft erst viel später. Der Beuteschaden bei den nach diesem Modus Operandi durchgeführten Taten beläuft sich mittlerweile auf rund 100.000 Euro. 

Zwei der Täter waren der Polizei schon bekannt

Drei Tatverdächtige konnten auf der A93 bei Kiefersfelden an der Tank- und Rastanlage festgenommen werden. Gegen zwei davon, einen algerischen Staatsangehörigen (61) und einen polnischen Staatsbürger (39), lagen bereits Haftbefehle vor, welche die Staatsanwaltschaft Hof erwirkt. Gegen einen weiteren polnischen Staatsbürger (70) erließ der Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft  am Tag nach der Festnahme einen Haftbefehl. Alle drei Männer kamen in Untersuchungshaft. 

Ob die drei Männer noch für ähnlich gelagerte und derzeit noch ungeklärte Fälle aus ganz Bayern verantwortlich sind, werden die zuständigen Strafverfolgungsbehörden prüfen. Auch die österreichische Polizei untersucht jetzt, ob die Festgenommenen für eine Reihe von Taten in unserem Nachbarland verantwortlich sind. (Polizei Oberbayern)

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