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Für den tödlichen Angriff mit einem Beil auf seine Lebensgefährtin muss ein Oberfranke für zwölf Jahre hinter Gitter. Die Richter des Landgerichts Hof verurteilten den 66 Jahre alten Mann wegen Totschlags und ordneten zudem an, dass er einen Alkoholentzug machen muss, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte.

Sie stritten sich wegen Geld

Der Mann aus Wunsiedel hatte im vergangenen Sommer seine 73 Jahre alte Lebensgefährtin mit einem Beil erschlagen, nachdem sie vom Einkaufen zurückgekommen war. Zuvor hatte er Bier und Schnaps getrunken. Das Paar geriet in Streit ums Geld. Der Täter soll der Anklage zufolge wegen einer Erkrankung seinen Anteil an Verpflegung und an Miete für die gemeinsam genutzte Wohnung nicht mehr bezahlt haben. Das Opfer habe ihm vorgeworfen, sich bei seiner Krankenkasse nicht nachdrücklich genug dafür eingesetzt zu haben, Krankengeld ausgezahlt zu bekommen.

22 Schläge mit dem Beil

Die Auseinandersetzung eskalierte: bis zu 22 Mal soll er der Anklage zufolge zugeschlagen haben. Nach dem ersten Schlag gelang es der Frau noch, ins Treppenhaus zu flüchten. Doch dort schlug der 66-Jährige weiter auf sie ein. Nach der Tat ging er zurück in die Wohnung. Eine Nachbarin fand schließlich die Leiche der Frau. Kurze Zeit später nahm die Polizei den Lebensgefährten fest.

Strafe fällt milder aus als gefordert

Zu Prozessbeginn hatte der Deutsche die Tat weitgehend gestanden. Lediglich der Heftigkeit des Angriffs hatte der Mann widersprochen. Der Staatsanwalt hatte 14 Jahre gefordert, der Verteidiger plädierte auf sieben Jahre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)

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