Simon Oberdorfer – genannt „Simmerl“ – eröffnet 1898 am Regensburger Arnulfplatz das Velodrom. Ursprünglich als Radsporthalle konzipiert, bringt der gebürtige Regensburger mit dem größten Saalbau urbanen Glamour in die damals provinzielle Donau-Stadt. Ab 1920 wurde das Velodrom als Varieté und später als Kino genutzt. Simon Oberdorfer schreibt damit Stadt- und Theatergeschichte.

Den „Simmerl“ kennt in den 1930er-Jahren in Regensburg jedes Kind, doch der jüdische Unternehmer Oberdorfer wird enteignet und muss mit seiner Familie fliehen. Die Flucht mit dem Flüchtlingsschiff „St. Louis“ scheitert, weil weder Kuba noch die USA die über 900 Flüchtlinge an Land lassen wollen. Bis  April 1943 kann sich die Familie in Holland verstecken, wird aber dann ins Vernichtungslager Sobibor deportiert und ermordet.

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VelodromIII