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#Chronischer Pseudo-Darmverschluss

Sara Gebert führt ein ganz normales Leben – bis sie 2013 eine schwere Diagnose bekommt. Sie leidet an einem chronischen Pseudo-Darmverschluss und einer Gastroparese. Diese seltene Erkrankung führt dazu, dass sie bis zu 60 mal am Tag erbrechen muss. Feste Nahrung kann sie nicht mehr aufnehmen, selbst das Trinken ist unmöglich. Sara bekommt Zugänge am Bauch, über die sie bis heute künstlich ernährt wird.

#Eine Begegnung ändert alles

Sara ist tapfer. Anstatt sich zurückzuziehen und die Schläuche und Geräte hinter weiter Kleidung zu verstecken, präsentiert sich die junge Amerikanerin während eines Urlaubs mutig im Bikini. Plötzlich tritt eine Fremde an sie heran und äußert ihre Bewunderung. Sara ist so begeistert, dass sie einen Brief an die Unbekannte verfasst.

#„An die Frau vom Strand…”

„An die Frau vom Strand, die sich bei mir dafür bedankte, dass ich meinen Bikini trug“ – so der erste Satz ihres Briefes. „Ich weiß nicht, wie schwierig es für dich war, am Strand vor mich zu treten, aber ich weiß, dass es mir schwer fällt, mit Fremden zu reden. […] Du sahst mich, wie ich wirklich bin. Ein verunsichertes Mädchen, das so sehr versuchte, niemanden die Angst in seinen Augen sehen zu lassen.” Die Krankheit hat die junge Frau sehr verändert. Umso wichtiger ist die Begegnung mit der Unbekannten für sie.

#Die Fremde schaute ihr in die Augen

Für die junge Amerikanerin ist es nicht leicht, alltägliche Dinge zu tun. So lange sie Kleidung auf ihrer Haut trägt, wird sie wie jeder gesunde Mensch behandelt. Am Strand verhält es sich jedoch andersrum, dort fühlt sie sich wie eine Aussätzige. Sie berichtet im Brief, dass sie häufig angestarrt werde, als sei sie „aus einem Science-Fiction-Film”. Anders bei der Fremden: „Du hast nicht meine Geräte angestarrt, du hast mir in die Augen geschaut.”

#„Danke, dass du deinen Bikini rockst!”

Das waren die Worte der Fremden, die das Leben der kranken Sara veränderten. Als Dank schreibt sie der Unbekannten: „Du hast mir gesagt, dass du auch einen künstlichen Darmausgang hattest und das du keinen Dickdarm mehr hattest. Du sagtest, ich sei inspirierend. Das hat mir, ganz ehrlich, sehr viel bedeutet.”

#Von Herzen

Der Dank, den Sara gegenüber der Fremden verspürt, ist unendlich groß. Sie schließt ihren Brief mit den Worten: „Danke dafür, dass du mir den Glauben an das Gute im Menschen zurückgegeben hast. Danke, dass du mir erlaubt hast, mich in meiner Haut wohl zu fühlen. Und zu guter Letzt, danke, dass du mir das Selbstbewusstsein gegeben hast, meine Ferien in vollen Zügen zu genießen.” Eine wahrlich rührende Geschichte, die zeigt, wie wichtig es ist, offen aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig zu respektieren.

Angeber-Fact: Laut einer Studie der Universitätsklinik Heidelberg soll sich regelmäßiger Kaffeekonsum positiv auf die Darmtätigkeit auswirken. Gerade nach Operationen am Darm ließe sich so auch einem Darmverschluss vorbeugen.