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Bei Explosionen in Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka sind mindestens 207 Menschen getötet, darunter 35 Ausländer, und ungefähr 450 Menschen verletzt worden. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Betroffen waren ersten Berichten zufolge drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes sowie zwei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Rettungsmaßnahmen liefen.

Sri Lankas Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, schrieb auf Twitter von zahlreichen Opfern, unter ihnen Ausländer. Er rief dazu auf, die Ruhe zu bewahren und zu Hause zu bleiben. Medienberichten zufolge trafen die Explosionen unter anderem Ostergottesdienste.

Der Minister für Wirtschaftsreformen, Harsha de Silva, vermeldete mittlerweile sieben Festnahmen. Er berief sich dabei auf das Verteidigungsministerium.

Christen sind Minderheit

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

Sri Lankas 26-jähriger Bürgerkrieg war 2009 zu Ende gegangen. Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatten für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden des Landes gekämpft. Die Armee besiegte die Aufständischen schließlich mit aller Härte. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.