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20 Jahre nach dem Amoklauf an der Columbine Highschool haben die USA der 13 Opfer gedacht. In Littleton versammelten sich am Samstagnachmittag (Ortszeit) etliche Menschen bei einer Gedenkveranstaltung. Die Überlebende Mandy Cooke sagte, der Tag des Massakers habe alles verändert. «Als Überlebende haben wir die Kraft und den Mut gefunden, unseren Weg im Leben zu finden, aber das ging nicht ohne Schwierigkeiten. Ich weiß, dass viele von uns wegen dieses schrecklichen Tags noch immer zu kämpfen haben.» Cooke unterrichtet heute als Lehrerin an der Schule.

Dort hatten am 20. April 1999 zwei Teenager zwölf Schüler und einen Lehrer erschossen sowie 24 weitere Menschen verletzt. Nach der Tat nahmen sich die beiden Amokläufer das Leben. Die Tat löste weltweit Entsetzen aus und führte zu einer Debatte über Waffengesetze der USA. Aus Sicht vieler Beobachter hat sich aber seither wenig getan. Immer wieder kommt es in Schulen in den USA zu Bluttaten.

Michael Moore verarbeitet Tragödie in Dokufilm

Das schreckliche Ereignis war auch Anlass für den waffenkritischen Dokumentarfilm «Bowling for Columbine» von Michael Moore, der 2003 mit einem Oscar ausgezeichnet worden war.

Erst vor ein paar Tagen geriet die Columbine Highschool wieder in die Schlagzeilen. Das FBI fahndete nach einer bewaffneten 18-Jährigen, die der Schule mit Gewalt gedroht hatte und der Bundespolizei zufolge eine «Besessenheit» mit dem Columbine-Massaker an den Tag gelegt hatte. Sie wurde tot aufgefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie sich selbst getötet hat.