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Auch kurz nach dem Impfstart sind in der Bevölkerung noch einige Fragen offen: Wer wird zuerst geimpft? Wie kommt man an einen Termin zur Impfung? Und wer zahlt eigentlich dafür? SAT.1 hat Ihnen hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur geplanten Impfung gegen COVID-19 zusammengestellt.

Welche Personengruppen werden zuerst geimpft?

Zunächst wird nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen, um alle Menschen zu impfen, die das auch wollen. Das heißt, dass eine Priorisierung in der Reihenfolge vorgenommen werden muss.

Seit 27. Dezember 2020 werden mit höchster Priorität die folgenden Personengruppen geimpft:

  • Über 80-Jährige
  • Pflegekräfte in ambulanten und stationären Einrichtungen
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko (beispielsweise in Intensivstationen, Notaufnahmen oder in der Palliativversorgung)
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Kontakt zu Patienten mit sehr hohem Risiko haben (beispielsweise in der Transplantationsmedizin oder der Hämato-Onkologie)

Im nächsten Schritt werden dann unter anderem über 70-Jährige, Kontaktpersonen von Schwangeren, Personen mit Trisomie 21 und Polizei- und Ordnungskräfte geimpft.

Wo kann man sich impfen lassen?

In der ersten Phase kann man sich ausschließlich in sogenannten Impfzentren impfen lassen. Das hat vor allem mit der Anschaffung und Distribution des Impfstoffs, aber auch mit dem Niedrighalten des Infektionsrisikos zu tun. Sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, auch weil später weitere Hersteller zugelassen werden sollen, können die Impfungen in der zweiten Phase regulär auch in Arztpraxen verabreicht werden.

Wird es laut aktuellem Stand eine Impfpflicht geben?

Nein. In Deutschland ist die Impfung gegen das Coronavirus freiwillig.

Wer bezahlt die Impfung?

Das Wichtigste zuerst: Die Impfung wird in Deutschland gratis sein. Der Bund bezahlt den Impfstoff, wobei das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf Grundlage des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes dafür eine entsprechende Rechtsverordnung erarbeitet hat. Für den Aufbau und die Organisation der Impfzentren sind die Länder und die gesetzlichen Krankenversicherungen zuständig.

Wie bekommt man einen Termin?

Das Terminmanagement sieht vor, dass Impfberechtigte jeweils rechtzeitig aktiv informiert werden. Mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurde vom BMG außerdem ein einheitliches Terminvergabesystem erarbeitet. Das bedeutet, dass die Termine deutschlandweit standardisiert über die Telefonnummer 116 117 vergeben werden.

Reicht eine einzige Impfung zum Schutz bereits aus?

Das kommt auf den Impfstoff an. Aktuell ist nur jener der Hersteller Biontech/Pfizer in Deutschland zugelassen. Dieser Impfstoff erfordert für eine vollständige Immunität zwei Dosen, die innerhalb von drei bis vier Wochen verabreicht werden.

Weitere Fragen und Antworten zur Corona-Impfung findest du auf den Webseiten des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts.