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Große Popgesten treffen auf eine ultrazeitgenössische, elektrifizierte Produktion – so klingt es, wenn Marianne Rosenberg fünf Jahrzehnte nach ihren allerersten Aufnahmen in die legendären Berliner Hansa-Studios zurückkehrt: „Hass hat Hass nie besiegt/lass es Liebe sein“, heißt es im Titelsong, der wie immer aus eigener Feder stammt. In „Im Namen der Liebe“ spricht sich die Sängerin gegen Hass und Intoleranz aus und zelebriert die verschiedenen Facetten der Liebe. Während das eingängige Arrangement von Alex Wende verschiedene Popschlager- und Dance-Elemente um jene Art von Streichern erweitert, die sogar an Motown-Hits aus den Anfangsjahren von Rosenbergs Karriere erinnern, verorten die großartigen Synthesizer-Sounds dieses neueste musikalische Statement ganz klar auf der Tanzfläche im Hier und Jetzt: So treibend, so unwiderstehlich klangen ihre Lovesongs selten.
Aufgewachsen in einer Berliner Künstlerfamilie, wird Marianne Rosenberg schon als 13-Jährige bei einem Nachwuchswettbewerb entdeckt. Bereits die Debütsingle „Mr. Paul McCartney“ trifft den Zeitgeist, den sie in den Siebzigern mit ikonischen Hits wie „Er gehört zu mir“, „Lieder der Nacht“ oder auch „Marleen“ wie keine andere prägen soll. Im Jahrzehnt drauf geht sie neue Wege, bricht mit dem Pop-Geschäft, arbeitet z.B. mit Extrabreit und Rio Reiser zusammen, textet ab sofort konsequent selbst, und avanciert zu einer frühen Ikone der Schwulenbewegung. Musikalisch überzeugt sie auch in ganz anderen Genres und Formaten (z.B. auf Englisch, mit Chansons) und ist parallel dazu auch als Moderatorin, Synchronsprecherin und Buchautorin erfolgreich. Ins aktuelle Jahrzehnt mit einem weiteren Top-30-Album gestartet, kehrt Marianne Rosenberg nun fünf Jahrzehnte nach ihren allerersten Aufnahmen zu ihren Wurzeln zurück – und hat mit ihrem Produzenten Alex Wende ein durch und durch zeitgenössisches Update zu ihrem Sound entwickelt.

Marianne Rosenberg