- Bildquelle: Ben Wolf © Ben Wolf

LINDA weiß auch alleine ganz genau, was sie tut. Sie zielt mit ihren „Laserstrahlen“ direkt auf das Schlager-Game. So heißt ihre Debütsingle aus dem letzten Jahr. Eine gut abgeschmeckte Mischung aus Schlager und 80s-Pop und damit eine Brise frischer Wind für die Schlagerwelt, die das ja manchmal gut gebrauchen kann. Wind wehte LINDA auch um die Nase, als sie das charmante Video dazu drehte, bei dem sie auf einem Bett liegend eine Nacht durch Berlin fuhr. Der MDR-Sendung „Brisant“ erzählte sie, der Dreh sei „emotionale Achterbahnfahrt“ gewesen, „von maximalen Endorphinen bis zu kurzen Zitterpartien“, vor allem als in Kreuzberg plötzlich ein Passant an einer Kreuzung auf den Anhänger mit dem Bett sprang, um ihr kurz Gesellschaft zu leisten. Aber die Sache ging friedlich aus, es war eher als Witz gedacht. 

Auch ihre zweite Single „Juwel“ setzt auf diese Schlager-Pop-80s-Keyboards-Mischung. Sie selbst nennt „Juwel“ einen „Power-Song, denn darin geht es vor allem um Selbstliebe. Die kann einem keiner nehmen und sie ist unsere ganz eigene Superkraft. Vor allem nach einem echt turbulenten Jahr mit vielen Belastungsproblem soll ‚Juwel‘ Motivation und Kraft geben, sich zu trauen, Neuanfänge zu wagen und keine Angst zu haben, die Zukunft passieren zu lassen.“ 

LINDA ist 28 Jahre alt und war schon seit ihrer Kindheit, die sie zu großen Teilen in Hong Kong verbrachte, ein großer Musikfan. Angefangen bei Disney-Soundtracks wie „Mulan“ landete sie schnell bei den großen Popfrauen wie Christina Aguilera, deren „Reflection“ noch immer zu LINDAs Lieblingsliedern zählt. „Brisant“ erzählte LINDA, dass sie schon als Kind die Bühne suchte und schon damals Konzerte gab. Die sahen dann so aus: „In der ersten Reihe saßen fünf meiner Stofftiere, die ich vorab schriftlich eingeladen habe. Dahinter dann irgendwo meine Eltern und wenn wir Glück hatten auch mein kleiner Bruder. Und dann habe ich mich richtig in Szene geschmissen, ich habe glaub ich die Hälfte der Kleidung meiner Mutter geklaut und hab getanzt und gesungen. Alle mussten bis zum Ende sitzen bleiben und laut klatschen – sonst war ich traurig.“ 

Die letzten Jahre lernte sie mit großer Lust und Neugier das Songwriterinnen-Handwerk, besuchte Seminare, traf zahlreiche Songwriterkolleginnen und -kollegen und schrieb in einem Stuttgarter Studio an über 30 Songs mit. Auch wenn sie also gerade als „Newcomerin“ gehandelt wird, hat sie schon mehr Erfahrung und mehr Skills als andere. Trotz dem professionellen Zugang sei Musik für LINDA aber immer noch in erster Linie Leidenschaft: „Sie holt mich aus meinem Alltag raus, wenn alles keinen Sinn mehr zu haben scheint, wenn alles nervt, kann ich meine Emotionen darin verarbeiten.“ Musik sei ihre kleine Parallelwelt, „in der ich alles erfinden und erleben kann.“

Das offizielle Video