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Es war eine gute Idee, der überaus erfolgreichen Disney-Filmreihe „High School Musical“ ein Update zu verpassen. Und es war eine zeitgemäße Entscheidung, das nicht mehr als große Filmproduktion aufzuziehen, sondern als Serie. Auch die Art, wie mit den Originalfilmen der Nullerjahre umgegangen wird, ist charmant gelöst. Die Serie spielt nämlich in der vermeintlich realen „East High“-Schule, die als Kulisse für die Filme diente. Eine neue Lehrerin fühlt sich also durch die Tatsache, dass an der Schule, an der „High School Musical“ gedreht wurde, noch nie ein High School Musical aufgeführt wurde, inspiriert, das zu ändern. Alles klar? In Teilen als Mockumentary gedreht, war die erste Staffel eine sehr amüsante Angelegenheit voller Musik und Tanzszenen, die Fans der Filme immer wieder mal Insider-Witze und Referenzen zuspielt. Gleichzeitig setzte man aber natürlich auch auf junge, frische Talente mit strahlenden Gesichtern und großen Stimmen. 

Damit wären wir schließlich bei Olivia Rodrigo und ihrer Rolle als Nina Salazar-Roberts, die auch in der für Mai angekündigten zweiten Staffel wieder im Mittelpunkt stehen wird. Dank der Serie und der Musik, die sie beisteuert, dürfte Olivia der nächste Disney-Superstar sein und sich damit einreihen in eine Garde, in der man Namen wie wie Britney Spears, Christina Aguilera, Justin Timberlake, Demi Lovato, Selena Gomez und Miley Cyrus findet. Wobei man an dieser Stelle ausdrücklich betonen muss, dass Olivia nicht bloß Performerin ist – sie schrieb „All I Want“ und damit einen der erfolgreichsten Songs des Soundtracks. Die Pianoballade ist ein typischer Heartbreaker, in dem eine junge Frau davon singt, zwischen zwei Jungs zu stehen und sich nicht entscheiden zu können. Allerdings tut sie das mit explizit selbstbestimmten Tönen. In der ersten Strophe heißt es zum Beispiel: „I found a guy, told me I was a star / He held the door held my hand in the dark / And he's perfect on paper but he's lying to my face / Does he think that I'm the kinda girl who needs to be saved.“ Für diese Nummer habe sie sich in Nini und ihre „Boy Troubles“ hereingefühlt, sagte sie in einem Interview. Was für eine talentierte Songwriterin Olivia Rodrigo ist, bewies sie übrigens Anfang des Jahres mit ihrem neuen Song „Drivers Licence“ – ihr erste Nummer-1-Hit.

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