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Zum SAT.1-Zweiteiler "Keine zweite Chance"

Petra Schmidt-Schaller im Interview

"Mit der Geburt meiner Tochter ist diese Angst hinzugekommen, die ich vorher nicht kannte."

TV-Termine: Dienstag, 5. und 12. Dezember um 20:15 Uhr

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© SAT.1

Im Film erleben Sie als Nora einen Albtraum. Was hat Sie an dieser Rolle gereizt?

Petra Schmidt-Schaller: "Ich glaube, ein solches Schicksal ist so heftig, dass es in zwei Richtungen kippen kann: Man kann gebeutelt sein von Ohnmacht und gar nicht wissen, was man tun soll oder man geht nach vorne. Ich wüsste nicht, wie ich handeln würde. Es hat mich sehr beeindruckt, dass Nora immer wieder nach vorne geht und ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Sie stellt sich nicht hinter die Ermittlungen der Polizei, sondern versucht auf eigene Faust, ihr Kind zu finden."

Für Ihre Rollen scheinen Sie sich vorwiegend ernstere, komplexe Figuren auszusuchen. Wie ist es bei Büchern? Sind Sie eher ein Fan von Thrillern oder der leichteren, romantischen, gefühlvollen Literatur?

Petra Schmidt-Schaller: "Ich glaube, ich kann das gar nicht so festlegen. Ich suche aber auf jeden Fall nach einer Komplexität der Geschichte – wenn ich überhaupt selbst lese, denn ich bin ein großer Hörbuchfan. Hier bevorzuge ich eher Krimis oder Sachbücher, die riesige Wälzer sind und einem dann vorgelesen werden. Das finde ich super! Wenn ich wirklich Zeit habe, selber etwas zu lesen, muss das ein Roman sein, der mich mitnimmt..."

Sie sind selbst Mutter einer Tochter. Wie schwer fällt es Ihnen, sich in Noras Situation hineinzuversetzen?

Petra Schmidt-Schaller: "Es gab Stellen, da fiel es mir sehr schwer, an anderen leichter. Mit der Geburt meiner Tochter ist genau diese Angst hinzugekommen, die ich vorher nicht kannte. Die Angst davor, dass meinem Kind etwas passieren könnte oder es verschwindet. Dieses Ausmaß hätte ich mir vorher nie vorstellen können. Diese Erfahrung ist natürlich mit in den Film eingeflossen."

Und wenn der Drehtag dann vorbei ist, wie schaffen Sie es abzuschalten?

Petra Schmidt-Schaller: "Manchmal schaffe ich das sehr gut, manchmal nicht. Nach ein paar Drehwochen fiel es mir in der Tat sehr schwer, außerhalb des Sets in eine 'Hochstimmung' zu kommen – weil ich die Geschichte so verinnerlicht habe."

Wie war die Zusammenarbeit mit den Kollegen und dem Team?

Petra Schmidt-Schaller: "Dieses tolle Team und das große Engagement von allen Beteiligten hat sehr geholfen. Es wurde immer Rücksicht genommen und wir hatten trotz der schweren Thematik viel Spaß am Set. Es gab auch sehr lustige Situationen. Ich kann zum Beispiel verraten, dass im Film nur ich Auto fahre und nicht mein Kollege Murathan. Das liegt daran, dass er nicht Auto fahren kann."

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