Oliver Lück

Jugendcoach - Sozialpädagoge - Konflikttrainer

Im März 2003 gründete der diplomierte Sozialpädagoge Lars Oliver Lück (geb. 14.07.66 in Berlin) das Anti-Gewalt Zentrum (AGZ) Berlin/Brandenburg und war dort als Leiter bis Dezember 2008 tätig. Das Zentrum ist eine Adresse für alle, die von Jugendgewalt betroffen sind; das gilt für Täter ebenso wie Opfer.

Oliver Lück hat sich auf Anti-Aggressivitäts-training/Coolnesstrainings® (AAT/CT®) sowie auf Konflikt- und Kommunikationstraining spezialisiert: "Opferschutz und Gewaltprävention kann man nur durch intensive Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen erreichen. Wir arbeiten im Einzel- als auch im Gruppenkontext. Dort konfrontieren wir jeden einzelnen schonungslos mit seinen Gewalttaten."

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Provokation auf dem heißen Stuhl

Dabei geht es ihm jedoch nicht darum, Persönlichkeit zu brechen: "Wir machen den Jugendlichen klar, dass ihre Taten miserabel sind. Wir hören uns ihre Ausreden an, aber wir lassen nicht locker. Wir suchen Aggressionsauslöser, und wir demontieren die Rechtfertigungsstrategien, die sich die Jugendlichen zurechtgelegt haben. Die Teilnehmer akzeptieren unsere Provokation und die Konfrontation und versuchen, nicht auszurasten."


Mehr über Oliver Lück und seine Arbeit bei www.die-coaching-spezialisten.de

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Eine der Trainingsmethoden ist der "Heiße Stuhl": die Täter werden von anderen provoziert, um selber Opferleid zu fühlen. Ziel des konfrontativen Coachings oder auch Coolnesstrainings ist es, falsche Verhaltensweisen durch neue Werte und Normen zu ersetzen, sowie negative in positive Aggression zu wandeln.


Von Aufgeben, Aufgaben und Aufstehen

Dabei ist es wichtig, dass die Jugendlichen verstehen, dass es nie zu spät ist, aus Fehlern zu lernen. "Ich selbst war zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben auch kein Engel und erzähle von meinen Erfahrungen und von den Verlockungen der ‚dunklen Seite der Macht’. Und ich musste Misserfolge und Tiefschläge hinnehmen", sagt Oliver Lück. Sein Sport-Studium, das er sich zunächst als Barkeeper in unterschiedlichen Szene-Läden finanzierte, gab er auf und begann eine Ausbildung im Vertriebsmanagement bei Mercedes Benz. Tagsüber war er Geschäftsmann, nachts bewegte er sich im Drogenmilieu, bis er begriff, dass es so nicht weitergehen.

Er lernte, Widerständen die Stirn zu bieten und nach Niederlagen wieder aufzustehen - etwa als der häusliche Pflegedienst, den er gegründet hatte, aufgrund der gekürzten Pflegegelder bankrott war und seine Ehe scheiterte. Doch Oliver Lück fand Wege, um sein Tief zu überwinden. Er begann ein Studium der Sozialpädagogik, hielt sich mit verschiedenen Jobs über Wasser und bestand die Diplomprüfung. „Das war die beste Erfahrung in meinem Leben. Du kannst dich überfordert fühlen und Angst haben und trotzdem ein ganzer Kerl sein.“ Diese Erfahrung gibt er an die Jugendlichen weiter.

Seit Januar 2009 ist er Headcoach bei "Die Coaching-Spezialisten"/ "Anti-Gewalt-Experten". Dass sein Beruf auch Berufung ist, spiegelt sich im Erfolg seines Aggressivitätstraining wider: 63 Prozent der Teilnehmer sind nicht mehr auffällig geworden.

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