Sie sprechen von den Schulden Ihres Vaters, der nun auch nicht zum "Wendler-Clan" zählt?
Stimmt, mein Vater wird nicht dabei sein. Er hat einen großen Fehler gemacht. Als die Medien über mich hergefallen sind, hat mein Vater öffentlich Lügen über mich erzählt. Er hat u. a. behauptet, diese Schulden wären nicht von ihm, ich sei ein schlechter Kaufmann und gar ein schlechter Mensch. Das hat mich so sehr getroffen, dass ich den Kontakt zu meinem Vater völlig eingestellt habe.
Von Ihrer Frau wiederum ist bekannt, dass sie noch nie eines Ihrer Konzerte besucht hat und lieber im Hintergrund bleiben möchte; damit dürfte es nun allerdings vorbei sein...
Meine Frau wollte tatsächlich nie in die Öffentlichkeit und schon gar keine Home-Story machen. Als die Medien aber über mich hergefallen sind, ist ihr der Kragen geplatzt. Sie wollte der Öffentlichkeit zeigen, wie der Wendler wirklich ist, was er geschafft hat und dass er kein schlechter Mensch ist. Bin ich ja auch nicht. Immerhin habe ich etwas geschafft, was nicht allen gelingt: Ich habe meine hohen Schulden abbezahlt.
Befürchten Sie nicht, dass Ihre Tochter unter dieser Art der Öffentlichkeit leiden könnte?
Nein, meine Tochter kennt den Wirbel um meine Person von Geburt an. Wir sind Kult-Stars in Dinslaken. Wenn wir mit dem Auto durch die Stadt fahren, dann gibt es am Straßenrand La Ola-Wellen. Und meine Tochter tauscht in der Schule Autogramm-Karten gegen Butterbrote. Von daher bin ich ihr und meiner Frau sehr dankbar, dass sie ihr Okay gegeben haben. Beide stehen wie eine Eins hinter mir. So kann ich der Öffentlichkeit jetzt ungeschminkt zeigen, wie ich wirklich bin.
Und haben gleich noch ein Enthüllungsbuch geschrieben...
Mehr noch, das ist sogar ein Skandalbuch! (lacht)
Haben Sie keine Sorge, dass die Schlagerkonkurrenz nicht sonderlich erfreut reagieren könnte?
Noch ist es nicht veröffentlicht, es erscheint im März 2010. Deshalb muss ich jetzt unbedingt noch ein bisschen Geld verdienen, danach kann ich mich ohnehin nirgends mehr sehen lassen. (lacht). Beim Verlag ist man jedenfalls begeistert.
Interview: Andreas Kötter